15. September 2011

die Geisterzahl

50.000 Tote habe es in der kurzen Zeitspanne gegeben, in der die NATO für den Schutz der Zivilbevölkerung Libyens verantwortlich war.

Das sind deutlich mehr, als Gaddafi in seinem jahrzehntelangen Wirken vorweisen kann. Es ist ähnlich wie in Ägypten. Die nun demokratische Militärregierung von Westens Gnaden hat seit dem Frühjahr mehr Leute in den Knast befördert als Mubarak in seiner ganzen Karriere.

Seit die Generäle herrschen, gab es 12.000 Urteile - so viele wie in 30 Mubarak-Jahren insgesamt.

Erinnert mich alles irgendwie an den Balkan. Erst als die NATO unter maßgeblicher Initiative von Joseph Fischer die Zivilbevölkerung mit ihren Bombern schützte, nahm das tödliche Drama den Galopp auf.

Und hier mal als vergleich zum Nachdenken die Anzahl der Toten im Irak, die allein auf Bürgerkrieg, Terroranschläge und USA-Bomben zurückzuführen ist.

14. September 2011

Sehr geehrter Herr Ladurner

Ich weiß nicht, warum sie ihren Artikel an dieser Stelle abschließen.

Die Intervention zielte unter Führung der Franzosen von Anfang darauf ab, eine Diktatur zu beenden.

Für den Halbsatz, um einer neuen den Weg frei zu machen, die weitaus besser als Gaddafi die Interessen der französischen Konzerne umsetzt, war noch ausreichend Platz auf dem Webserver der Zeit vorhanden.

Siehe hierzu auch:

SPIEGEL ONLINE 14. September 2011, 22:34 Uhr
Libyen-Besuch von Sarkozy und Cameron

Wettrennen der Rebellen-Freunde

Wer ist zuerst in der libyschen Hauptstadt? ... Es geht auch um lukrative Wirtschaftsaufträge.

eine Blamage für Deutschland

Der Spaßvogel - der brave Schüler Maxl

Maxl hat sich fein gemacht und betritt die große Bühne der Weltmusik. Bevor es allerdings soweit ist, muß er noch eine Menge Übungsstunden absolvieren. Ganz brav* sitzt er auf seinem Platz, in Erwartung einer profunden Lehrstunde, auf daß er seine Fähigkeiten in Ausübung des tibetanischen Glockengeläutes aufbessern kann.



* In Wirklichkeit bewacht er immer noch sich und dieses schwarze Einauge vor seiner Nase, von dem er nicht weiß, daß die Maxl-Cam eine Spiegelreflexfilmkamera ist. Deswegen ist sein halleluja bei Eintreffen des Musiklehrers auch eher verhalten und schaumgebremst. Gewöhnlich geht er wesentlich geräuschvoller zu Werke, sobald sich der Musikus nähert.

Kurzbeurteilung von Martina Gedeck

der Fotobeweis: Lady Gaga mit rasierter Muschi

Ich schau gerade in der Hitliste des Blogs nach, ob Lady Gaga unten ohne ein Klickgenerator gewesen ist. Ja, Volltreffer, liegt immer noch auf Platz 9 der Bestenliste.

Noch gestern mußte sich das prüdeste deutsche Tagesblatt externe Kompetenz einkaufen, um sich Prüderie erklären zu lassen.

"Die Aufgabe für eine gute Quote heißt: In welche Umschreibung verkleide ich das Thema „Ficken“. Also wir kommen aus dem Urlaub zurück. ,Guten Abend, heute wird gefickt.' Nein, nein. Das kann ich als Maischberger in der ARD sooo nicht sagen. Also heißt es: ,Ich habe heute das Thema Prüderie.' Und da sitzt dann Charlotte Roche und spricht trotzdem über Ficken. Genial."

Verstanden haben sie es nicht, denn schon heute machen sie wieder auf katholisch erregt. Sie liefern einen Fotobeweis ab, der gar keiner ist, denn schon um 14:07 Uhr schrieb ShadowDuke : ich seh nur nen stern auf dem foto... toller beweis :) Wieder einmal ist die sehr unrühmliche Agentur Reflex Meedia involviert. Das verheißt nichts Gutes.

Ach ja, liebe Katholen bei der BILD, auch wenn ihr es aus religiösen Gründen nicht glauben wollt, der Schlitz zwischen den Beinen von Lady ist nicht mutig sondern angeboren. Außerdem ist die per Lupe verblitzte Stelle keinesfalls jene, auf die die Spitze des Dreiecks zeigt. Man kann zwar inzwischen um die Ecke schießen, aber noch nicht um die Ecke Fotos schießen.



Tja, wenn schon BILD uns nicht die Muschi von Lady Gaga erklären kann, dann bleibt ja nur eines übrig: Ich erkläre euch die rasierte Muschi von Lady Gaga.

Lady Gaga mit Schlitz zwischen den Beinen
Lady Gaga mit rasierter Muschi
Lady Gaga's Muschi extrem vergrößert
Lady Gaga's Muschi (backup)

13. September 2011

die paar Minuten

bei GMX dauern jetzt allerdings schon einige Stunden an.

Hinweis: Leider ist aufgrund einer
technischen Störung derzeit kein
Login möglich.
Bitte versuchen Sie es in ein paar
Minuten noch einmal.

Vielen Dank. Ihr GMX Team

Rechte und Linke setzen sich über Bürgerwillen hinweg

Auf meinem Briefkasten steht eine Kurzgeschichte, die ungefähr zum Ausdruck bringt, daß ich keinerlei Werbung mag. Gar keine. Der von mir angemietete Briefkasten sei ausschließlich für persönlich adressierte Post gedacht.

Daran gehalten haben sich bisher alle, nachdem ich vor ca. einem Jahr zwei junge Russinnen, die hier die Werbung austragen, deutlich erklärte, was es mit dem Spruch auf sich hat.

Das scheint für die Werbemittelverteiler von Parteien nicht zu gelten. "Pro Deutschland" und "Die Linke" haben heute meinen Briefkasten zugemüllt.

Wer sich trotz eindeutiger Willensbekundung darüber hinweg setzt, der muß die Konsequenzen tragen. Keine Stimme für o.g. Parteien.

Der Spaßvogel - Maxl putzt sich die Nase

Weiter geht es mit der Maxl-Cam. Wir bleiben vorerst behind the scenes. Maxl befindet sich immer noch in der Maske und bereitet sich auf die Aufnahmen vor. Nachdem er gestern seinen Haarschopf gerichtet hat, ist heute Naseputzen angesagt.



Der Schnurrbart muß auch gerichtet werden.

der Welt ist es genug

Schaar warnt vor Hacker-Attacken auf Elektroautos, so lese ich gerade, und Rebellen wollen die Scharia in Libyen einführen, so schrieb ich neulich.

Schön, daß die Welt wie immer funktioniert.
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Nun auch das weltliche Magazin

SPIEGEL ONLINE 13. September 2011, 13:40 Uhr

Die Welt ist genug

12. September 2011

Bitten um Hilfe haben nicht geholfen

Jagd auf Gaddafi! Rebellen beten um Hilfe (BILD)

Hab ich's nicht gesagt?

Die einen sagen so, die anderen auch, nur anders.

welt-online | EXPLOSION IN FRANKREICH | 19:05

Erster Zwischenfall nach Fukushima löst Panik aus
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SPIEGEL ONLINE 12. September 2011, 20:38 Uhr
Kernenergie in Frankreich

Atomkraft - ja, bitte


Panik? Keine Spur. Bei mir kleckert der lekker Atomstrom stabil wie immer aus der Steckdose.

Der Spaßvogel - Maxl kämmt sich die Haare

So, los geht's mit der Maxl-Cam. Wie es sich für einen Weltstar der Tierfilmszene gehört, wird sich vor dem Auftritt schick gemacht. Wir begeben uns behind the scenes und schauen zu, wie bei Maxl die Maske stattfindet, schließlich will er gut rüberkommen.

Auflösung Märchenrätsel

Wer das Märchenrätsel unter Zuhilfenahme von Schmulzetteln lösen möchte, dem kann geholfen werden.

das geht einen auf den Keks

Da schlage ich heute ganz vorsichtig das Internet auf und blätter ein bißchen rum, ob man nun wieder halbwegs belästigunsgfrei auf diversen Servern lustwandeln kann, da explodiert wie bestellt ein französisches Kernkraftwerk. Oder Teile davon.

Au Scheiße, das gibt ja einen nahtlosen Übergang im schlaumeiernden Erregungsjournalismus, daß mir schon wieder übel wird.

Was? Mehr nicht?

SPIEGEL ONLINE 12. September 2011, 11:15 Uhr
SPD

Gabriel traut sich Kanzlerkandidatur selbst zu
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welt-online | SPD-CHEF | 12:15

Sigmar Gabriel traut sich auch Kanzlerkandidatur zu


Frau Nahles hat ja nicht von ungefähr darüber sinniert, ob der Wowereit eventuell Kanzler könnte. Nun mischt sich ein weiterer hochrangiger SPD-Bürokrat in die Kandidatenkür ein und bringt sich selber ins Gespräch, damit wenigstens einer für ihn ist, wenn es darum geht, den Kanzlerkandidaten zu küren.

Doch zwischen Spiegel und Welt liegen Welten. Während der Spiegel ein Selbstzeugnis von Gabriel widergibt, so mag man nicht recht glauben, was die Welt daraus gemacht hat. Das kleine Wörtchen auch impliziert, daß auch andere eine solche Auffassung vertreten, Gabriel sich nun diesem illustren Kreis angeschlossen hat. Außerdem, so haben wir gestern gelernt, wollen die Deutschen noch viel lieber Schmidt-Schnauze, den allerdings als Kanzler, nicht einfach nur als Kanzlerkandidaten. Möglicherweise ist die Reaktion dieses Herrn Gabriel damit zu erklärbar.

Nun muß ich das alles nicht weiter ernst nehmen, denn man lese es wirklich sehr aufmerksam, es geht eh nur um eine Kanzlerkandidatur, was immer das ist, denn die ist in keinem einzigen der umfänglichen Wahlrechtsparagraphen aufzufinden.

Kanzlerkandidatur, zu mehr reicht es bei Gabriel nicht mehr. Das ist etwas dürftig für jemanden, der nach der Inhabe des Vorstandspostens für Popmusik nun nach höherem Amte strebt.

Kanzlerkandidatur, wenn es nur darum geht, die traue sogar ich mir zu. Durchs Land gefahren werden, lustige Reden halten und lecker einkehren, dafür bin ich immer zu haben.

Kanzler ist was anderes, aber darum ging es ja nicht.

11. September 2011

eine einfache Wahrheit

Goedart Palm

Wirklichkeit ist eine zu hohe Kunst, als dass man sie politischen Dilettanten oder schlecht geölten spin-doctors überlassen darf.

Gärten der Welt verfilmt

Wie vorhin angedeutet, vor Tagen angedroht und von den Wetterfritzen geweissagt. Heute hat der Planet nochmal alles hervorgezaubert, was er an Sonne und Wärme zu bieten hatte. Mittlerweile geht die Welt unter, doch die Clips sind im Kasten.

Ich hatte ja meine vollkommen unmaßgebliche Meinung kundgetan, der chinesische Garten im Erholungspark Marzahn sei der optisch interessanteste. Ein kurzer Schwenk über das Areal anbei.



Desweiteren stellte ich kürzlich per Text und Bild den höchsten Berg Berlins vor. ich bleibe mal dabei, es sei der höchste und mische mich nicht in den Streit ein.

Man erklimmt einen kleinen Huckel, der sich Marzahner Ausblick nennt, wobei von Marzahn nicht allzuviel zu sehen ist. Im rechten Teil ist Hellersdorf, in der Mitte der Ahrensfelder Berg mit ca. 114 Metern Höhe. Ungefähr.



So, das waren die beiden Videoclips mit Schwenk und minimiertem rolling shutter, weil in 1280x720/60fps und frei Hand gedreht. Stativ hatte ich zwar mit, war aber zu faul, den Krempel zu montieren. War eh nur ein Test, ob ich zukünftig Schwenkvideos drehe. Wahrscheinlich.

wie ich mal auf Tierfilmer machte

Der Maxl ist nicht gerne alleine. Jedenfalls nicht gerne lange alleine. Denk ich mal. Weiß ich nicht.

Als alleinstehender Vogel, der keinen anderen Piepmatz mehr um sich rum hat, ist ihm somit wichtig, daß wenigstens ein anderer großer Vogel anwesend ist, dem er beweisen kann, was für ein toller Kerl er eigentlich ist. Man muß sich nicht mit ihm beschäftigen, kann es aber. Mit wenigen ausgewählten Dingen.

Maxl sein Frauchen wollte mal einen Tagesausflug machen. So wurde ich beauflagt, als Aufsichtsperson und Erziehungsberechtigter einzuspringen. Das ist dann auch fast das Einzige, wo man ihn nach Strich und Faden bescheißen kann, da er ständig auf der Hut ist und denkt, man wolle ihn klauen. Daß jemand dahingehend abgestellt wird, ihn zu beaufsichtigen, damit er keinen Blödsinn anstellt, das bekommt er nicht auf die Reihe. Für ihn ist das Leben okay, weil, es ist ja jemand da. Die Aufsicht ist insofern auch notwendig, weil dieser faule Bursche nicht fliegen mag, wenn, dann höchstens dreimal von einem Ast zum anderen hin und her, um dann mit großen Gekecker seine akrobatische Einlage zu feiern.

Fliegt er mal richtig, dann ist ein Absturz so gut wie vorprogrammiert. Maxl läßt sich einfach da runterplumpsen, wo er sich gerade befindet. Da sind dann lebensrettende Maßnahmen erforderlich.

Ergo, aus all dem heraus, beschloß ich, das große Besteck ein- und die Gelegenheit beim Schopfe zu packen und mit Maxl in der Hauptrolle eine kleine abendfüllende Serie zu drehen. Das alles in dem Wissen, daß es gründlich schief gehen kann, weil er nicht weiß, was eine Filmapparatur ist, stattdessen denkt, ein großes einäugiges schwarzes Ungeheuer will ihn fressen.

Ergo war die Verfahrensweise erst mal anders. Angekommen, habe ich als Graswurzelbeauftragter nicht zuerst für sein Wohl und Wehe gesorgt und das frisch gezupfte Gras portioniert und platziert, sondern die Kamera samt Stativ vor seinem Bäumchen aufgestellt. Schon war eine Dreiviertelstunde Ruhe im Karton. Maxl spielte toter Mann. Doch irgendwann steigt der Duft des frischen Grases in seine Nase, er kann nicht anders, das schwarze Dingens tut nichts, also rein in den Trott und seinen Tagesablauf wie immer absolviert.

Bevor es allerdings zur Sache geht, muß ich mich noch über was anderes beschweren.

Canon hat doch seinen Spiegelreflexen seit der 60D (550D, 600D, 7D) eine schöne Filmfunktion gespendet. Weil Sensor und Elektronik das eh drauf haben, hauen wir's gleich noch in die Firmware. Wie der Anwender damit klar kommt, das ist sein Problem. Die Bildqualität ist jenseits von Gut und Böse und über jeden Zweifel erhaben, so man einige Regeln beachtet. Mir sind bisher nur selten Videoclips gelungen, weil ich mich über diese Regeln hinwegsetzen möchte.

Das Problem liegt im technologsich bedingten "Rolling Shutter", der letztlich keine vernünftigen Clips zustande kommen läßt. Wußte ich vorher schon, muß ich akzeptieren und wunder mich trotzdem jedesmal, daß der Clip versaut ist.

Will heißen, ich drehe 1920x1080 mit 30fps, was ungefähr knapp 50 MBit Datenrate bedeutet. Die Regel, gegen die ich permanent verstoße, geht ganz einfach. Nur Videodrehs mit Stativ und stationär, keine Schwenks, oder allerhöchstens sehr langsame mit dem Videoneigekopf. Die besten Aufnahmen kriegt man wirklich nur bei starrer Kamerahaltung. Zoomen ist eventuell drin.

Ich hingegen möchte eigentlich Freihandaufnahmen und großzügige Schwenks. Das geht garantiert zu 100% schief.

Also habe ich noch einmal ausführlich recherchiert, wie man den rolling shutter vermeidet. Geht nicht, da durch CMOS-Sensor bedingt. Geht etwas, wenn ich 10K Euronen über den Tisch schiebe und mir eine professionelle Filmkamera zulege. Am besten verhindert man ihn, so las ich, wenn man solche Clips gar nicht erst dreht. Variante 2, was ihn mindert, allerdings Einbuße in der Bildqualität mit sich bringt, auf 1280x720 und 60fps umschalten. Das sollte wenigstens halbwegs saubere Schwenks ermöglichen, so ein Stativ involviert ist.

Langer Rede, kurzer Sinn, die Filme mit Maxl sind mal so, mal so, je nach dem, wie gut ich den Schwenk in Griff hatte.

Erst heute bin ich dazu gekommen, zum ersten Mal den Rat zu beherzigen und auf HD runterzuschalten. Mit den Ergebnisse bin ich sehr zufrieden. Dann wird es in Zukunft wohl darauf hinauslaufen, daß ich abhängig von der Situation filmen muß. Bei Schwenks nur in HD mit 60fps, ansonsten in Full-HD.

Ich habe mich auch ausführlich in den Firmwarehack "Magic Lantern" eingelesen, das jedoch verworfen. Für Fotos bringt diese Firmware ein paar nette Ergänzungen, für die Filmerei ist mir das alles zu viel, was die da reingefummelt haben. Viel zu unübersichtlich und überladen.
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Tja, so bin ich dieser Tage zu erklecklichem Material aus dem Leben von Maxl gekommen, das ab morgen vorgestellt wird. Ich bin kein Regisseur, Dramaturg, Drehbuchautor, Schnittmeister, Kameramann (doch, der war ich) usw. Insofern platziere ich die Clips im Blog, wie es mir in den Sinn kommt, also sinnfrei und sinnlos.

Ach ja, für die neu hinzugekommen Leser des Blogs, Maxl, das ist dieser kleine Spaßvogel. Hier sitzt er übrigens in Habacht und bewacht sich.

Realitätsverlust an 9eleven



Schmidt-Schnauze als Kanzler? Nicht von mir und nicht mit mir. Das wäre ja wie Slalom um Hundekackehaufen.

Viel schlimmer allerdings, daß die Luftnummer hunderte Empfehlungen für sich verbuchen kann.