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5. März 2026

#aussiefloyd

The Australian Pink Floyd Show ehrte die Fans krachlederner englischer Musik mit der Aufführung jener Titel, die sich schon voriges Jahr, vor zwei Jahren vor 5 Jahren und überhaupt immer bewährt haben. Die Musikhalle am Ostbahnhof, gegenüber der Mehrzweckhalle, war fast ausverkauft, wie überhaupt sehr viel Betrieb war, denn der Wu-Tang Clan ging auf Abschiedstournee und sorgte für elend lange Schlangen., die es für die Fans der Pink-Floyd-Musik nicht gab.

Es war der richtige Zeitpunkt, sich den Streß des Sterbens aus dem Hirn blasen zu lassen.

Feuerwehrmann aka Notfallsanitäter:

Sterben ist nicht einfach.


Another Brick In The Wall I, II, III

Evtl One Of These Days

Pause

Comfortably Numb

Alle Bilder unbearbeitet, wie sie (mit entfernten Exif-Daten) aus dem Telefon gefallen sind (IMX882 Sensor), im HEIC-Format.

So entsteht übrigens der berühmte Spektrallaseranblick von Pink Floyd. Man schickt Licht links in eine Leinwand rein, wo es dank deutscher Waschmittel zu blütenreinen Farben gewandelt wird, das sich dann auf der anderen Seite strahlenförmig ausbreitet. Eigentlich ganz einfach.

Die Setlist entsprach jener, die den Arbeitern des VEB Volkswagenauto in Braunschweig vorgesungen wurde.

11. August 2025

wie ich einmal von Musik erschrocken wurde

Roger Waters: Comfortably Numb 2022

Before lockdown I had been working on a demo of a new version of ‘Comfortably Numb’ as an opener to our new show "This Is Not A Drill”. I pitched it a whole step down, in A Minor, to make it darker and arranged it with no solos, except over the outro, where there is a heartrendingly beautiful vocal solo from one of our new sisters Shanay Johnson.It’s intended as a wakeup call, and a bridge towards a kinder future with more talking to strangers, either in "The Bar” or just “Passing in the Street" and less slaughter “In Some Foreign Field.” Here it is. Love R. The video is by Sean Evans. The mix is by Gus Seyffert.

Vor dem Lockdown hatte ich an einer Demo einer neuen Version von „Comfortably Numb” als Opener für unsere neue Show „This Is Not A Drill” gearbeitet. Ich habe sie einen ganzen Ton tiefer in A-Moll gestimmt, um sie düsterer zu machen, und sie ohne Soli arrangiert, außer im Outro, wo es ein herzzerreißend schönes Gesangssolo von einer unserer neuen Schwestern, Shanay Johnson, gibt. Es soll ein Weckruf sein und eine Brücke zu einer freundlicheren Zukunft schlagen, in der man mehr mit Fremden spricht, sei es in „The Bar” oder einfach „vorbeilaufen auf der Straße”, und weniger gemetzelt wird „auf auslädnischen Gebiten”. Hier ist es. Liebe Grüße, R. Das Video stammt von Sean Evans. Der Mix ist von Gus Seyffert.

Äh, erschreckt wurde und somit erschrocken war.

Ich hieve die Scheibe von Roger Waters mit der fettesten Live-Produktion (Booklet), This Is Not A Drill*, in den Abspielapparat, mache es mir bequem und harre der Töne die da kommen. Den Spruch am Anfang hatte ich ncoh in Erinnerung, wer Pink Floyd mag, aber nicht die Politik von Roger Waters, der soll sich an die Bar verpissen (fuck off to the bar).

Dann wuchtete mich ein heftiges Blitz- und Donnergewitter aus dem Sessel. Daß das so auf kleinem Raum reproduzier- und erfahrbar wie in einer großen Halle ist, alle Achtung.

Jetzt wußte ich aber Bescheid und drehte heftig an den Reglern, die Lautstärke so zu drehen, daß die Schwerhörigen im Haus keinen Grund mehr für eine Beschwerde haben.

Der Klang ist phänomenal, mit der Beste in meiner reichhaltigen Sammlung. Die Surround-Abmischung begeistert mich.

Dabei hatte ich den Mitschnitt schon lange für unterwegs auf'm Telefon, exakt die auf der Blueray befindliche LPCM-Stereospur, habe das in der S-Bahn auch schon einige Male herunternudeln lassen. Gegen den Surround-Klang in freier Wildbahn kommt der Mitschnitt nicht mit, obwohl er für S-Bahnfahrten gut geeignet ist. Dem Stereo fehlt an der Stelle deutlich die Räumlichkeit, die ein schnödes Gewitter nunmal hat. Siehe oben der Einstieg ins Konzert, dem die Knallerei vorangestellt ist.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage an alle Pink Floyd Fans, ob man Comfortably Numb so verunstalten darf, wie es Roger Waters tat? Können tat er es ja. Ja, klar darf er das. The Wall ist sein Baby. Aber den Gitarrenlauf von Weltklasse wegzulassen, der das Original über 99,9999999999999% aller Musikwerke hinaushebt ... Naja, das Original ist schon besser. Die 22er Version der Mittelfinger an David Gilmour. So sollte man es verstehen. Im übrigen greift diese Version die Machart von "The Dark Side Of The Moon Redux" auf.

Ewan Gleadow

Roger Waters – This is Not a Drill Review

* "This is not a drill" geht auf die Erinnerungen von Roger Waters bezüglich Syd Barrett zurück. "Wenn du einen liebgewordenen Menschen verlierst, dann merkst du: Das ist keine Übung."

10. Februar 2025

Scheiße, sind wir alt geworden

The Australian Pink Floyd Show (TAPFS) hat ihre neue Tour der Celebration of 50 Years "Wish You Were Here" in Berlin weltweit exklusiv und mit viel Bombastsound gestartet.

Zur Musikhalle am Ostbahnhof, graderüber von der Mehrzweckhalle mit wechselndem Eignernamen, ist alles gesagt. Auch gestern gab es wieder eine vorzüglich beschallte Halle aka des Cubus. Man konnte sich ganz in die Schallwellen reinwerfen und drin baden, als sei es die auf 28 Grad temperierte Südsee.

Die Setlist auf dem fm ist noch nicht fertig. Es ging mit dem scheinenden Diamanten und weiteren Titeln des Motto-Albums los, um sogleich den Titelsong abfeiern zu lassen. Zum Ende der ersten Halbzeit gab es die Klassiker aus The Wall.

Welcome To the Machine als auch Time wurden in nicht kritikfähiger Form feilgeboten. Dann waren drei Titel aus der viel zu selten gespielten Division Bell zu hören, die die enorme Kraft dieser Tonfolgen für Livebühnen offenbarten.

Krönender Abschluß war Run Like Hell, was einige wörtlich nahmen und die Flucht ergriffen, obwohl der langjährige Beuscher von #aussiefloyd wissen muß, daß es das nicht gewesen sein kann. So kam es dann auch. Comfortably Numb hat den Abend würdig beschlossen. Das Publikum erhob sich von den Plätzten, tanzte mit, bebeifallte die Klänge mit tosendem Applaus und ging zufriedenen Gemüts nach Hause, sprich, fror sich den Arsch am S-Bahnhof Warschauer Straße ab, weil in der Weltstadt Berlin nach 22 Uhr oder so die Bahnsteige hochgeklappt werden.

Für The Great Gig in the Sky gab es stürmischen Beifall, da die Damen des Gesangsensembles den Koloraturpart bravourös meisterten.

Nur meine bescheiden Meinung, da Comfortably Numb seit Jahrzehnten auf jedem Konzert außer Konkurrenz läuft, der beste Titel des Abends, so schien mir, war One Of These Days.

Wer die Chance hat, die Tour führt noch durch etliche deutsche Spielstätten, der sollte sich das nicht entgehen lassen. Das ist um den Faktor 173.917 besser als ein Kanzleramtserstürmerduell zweier Schlaftabletten. Könnta glauben.

Der Titel des Posts ist einem beiläufigen Satz aus dem Publikum entlehnt.

27. Oktober 2024

Romany Gilmour würdigt ihren Vater

Romany Gilmour headbanging to father Davids solo Comfortably Numb

David Gilmour ist mit der sangeskundigen Tochter auf Tour und begei­stert zumindest jene Fans, die ein Ticket erstanden haben. Auf dem You­tube habe ich leider keine Mitschnitte gefunden, die einen akzeptablen Ton haben, insofern war das bisher auch nur einmal verlinkt (The big one).

Im Video ist zu sehen, wozu Comfortably Numb eigentlich gedacht ist, ekstatisch den Körper druchzuschütteln und sich einem geistigen Reini­gungsprozeß zu unterziehen.

Mit dieser Performance ist der Titel nun offiziell geweiht, auch ohne päpstlichen Segen.

[update 12:05 Uhr]

Tagesaktuell ein Bild des Mitschnitts aus Los Angeles. Engelsgleich headbangt die Tochter ihrem Vater. Der Ton ist gerade noch so ertragbar, hart an der Schwelle zum Wegklicken.

Hier noch ein sehr schöner opposite view körperliche Ekstase.

[update 18:40 Uhr]

Nun also doch.

Der Heilige Vater dankt

17. Oktober 2024

comfortably numb run like hell

Brit Floyd Pulse Tour im Admiralspalast

Schön zugedröhnt auf der Flucht. Das Zugedröhnte war auch nötig, da der S-Bahn-Verkehr nach einem Polizeieinsatz wegen Personen im Gleis an der Warschauer Straße und wegen Bauarbeiten im Bereich Lichtenberg zu einer Katastrophe anmutete und die Weltsdtadt Berlin zu einem Dorf de­gradierte. Nach Lichtenberg meinte der Lokführer der S-Bahn (so heißen die) per Durchsage, die Person mit dem braunen Rucksack, die gerade die Gleise überquert hat, werde gemeldet. Überwacxhungskameras in den Zü­gen sind eh zugeschaltet.

Nun der kleine Rapport über den Auftritt von Brit Floyd im Admiralspa­last zu Berlin. Die spielten zu einen Tanzabend auf (auf den Rängen gaben sich wohlfeil geformte Damen der Körperschüttelei hin) und hatten einen ganzen Sack voll englischer Schlager aus den 70ern, 80ern und 90ern mit­gebracht, den sie vor dem Publikum ausschütteten, das sich darob wieder und wieder zu Begeisterungsstürmen hinreißen ließ.

Vor dem Soundsturm.

Learning to Fly.

Spätestens bei High Hopes (Division bell) hätten sie dich gehabt. Und wenn sie dich mal hatten, haben sie bis zum letzten Ton nicht mehr logelassen.

Take it back.

Time. Ich habe die Tom Toms mit Wohlgefallen gehört. So gehört sich das.

Breathe.

Great Gig In The Sky. Das Solo der gertenschlanken Frau, Eva Avila, wurde mitten­drin, zwischendurch als auch am Ende mit frenetischem Bei­fall gewürdigt. Zurecht. Im übrigen wußten alle drei Hupfdohlen durch lasziven Körper­bewegungen als auch akkuraten Gesang zu überzeugen. Die Miniröcke oder Hotpants (heiße Höschen) an den langen Beinen mit Stiefeln bis übers Knie waren auch sehr überzeugend. Oder die bestie­fel­ten langen Beine, die kurz vor Ende des Minirocks begannen.

Entgegennahme des Beifalls nach dem großen Koloratursolo.

One of these days.

Another Brick In The Wall pt. 2.

Another Brick In The Wall pt. 2.

Another Brick In The Wall pt. 2.

Kurz vor dem Finale furioso.

Der mit viel Herzblut und viel lekker Strom vorgetragene Doppelwumms von Comfortably Numb und Run Like Hell zum Abschluß des Lieder­abends. Sie hatten auch Wish You Were Here im Programm. Der Titel hat Null Fett auf dem Notenblatt notiert. Der Band ist es trotzdem gelungen, das Stück ganz fett aus den Boxentürmen zu schubsen. Alle Achtung. Dann aber zu vielen anderen fetten Songs zum Schluß hin immer noch ei­nen drauf setzen zu können, das ist ganz großes Musikkino.

Das Ensemble verneigt sich vor dem geneigten Publikum. Ein grandioser Schlagerabend mit einer Nettospielzeit von 160 Minuten war zu Ende.

23. September 2024

Journalismus

It's time for the big one (David Gilmour)

David Gilmour Live 2024 - Comfortably Numb
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Redaktion

Journalismus soll eigentlich dazu dienen, auch komplizierte Themen möglichst so darzustellen, dass der Leser den Sachverhalt versteht. Die deutsche Presse hat seit einigen Jahren die Eigenart entwickelt, nur noch „zwischen den Zeilen“ verständlich zu sein.
Das können sie beim Tichy ja so halten, nur stimmt da gar nichts.

Die deutsche Presse, der verschriftete Rundfunk auch, ist weder in einer, noch in der nächsten Zeile verständlich, erst recht nicht dazwischen. Deutscher Journalismus ist zum Journaillismus mutiert und kommt aus dem Unverstand der Hirne der Macher, ist also in seiner Gesamtheit, einschließlich Wetterberichtet und Programmvorschau, unverständlich, demzufolge auch zwischenzeilig nicht entschlüsselbar, da unleserlich.

11. März 2024

#aussiefloyd in Berlin

Ich soll die Bilder mit Hasch tagen, stand da ab und zu auf dem kreisrunden Bildschirm in der Bühnenmitte. Es bestand Rauchverbot, insofern war auch kein Hasch zu riechen, auch wenn der Suchtfaktor enorm war. Die Droge war ja auch verlockend, feinste Gitarren- und Schlagzeugklänge zum Hinwegschmelzen.

Zum zweiten Mal binnen zehn Tagen konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, jede Menge Geld zum Fenster hinauszuwerfen. Es kommt halt immmer auf das Fenster an, aus dem man es wirft. Wenn es das richtige ist, dann tut es auch nicht weh, im Gegenteil, man bekommt mehr geliefert als bestellt wurde.

Über sieben Treppen mußt du gehn, willst du Känguru-Pink-Floyd mal seh'n.

The Australian Pink Floyd Show (TAPFS) gaben sich die Ehre und keinerlei Blöße, das leicht verrutschte Gitarrensolo am Anfang von "Wish you were here" mal ausgenommen. Die spanische Gitarre kurz nach dem Anfang, die ins Spiel einsetzte, brachte den Toningenieur wieder in die Spur.

Die junge Frau, die am rechten Rand der Bühne mit lasziven Bewegungen "Wish you were here" tanzte, die tanzte bis zum Schluß und lebte auch "Comfortably Numb" in Vollendung aus. Sie hat genau das gemacht, was die Musik vorgab. Die hatte sich ihres Gestänges bemächtigt, um den Körper der jungen Frau mal wieder so richtig durchzuschütteln.

Als Kontrastprogramm wurde ein stämmiger Barde am linken Rand der Bühne aus der ersten Reihe von Saalordnern ab- und der Polizei zugeführt, nach Haus geschickt, in den Ruherauum gesperrt, um den Rausch auszuschlafen oder einfach nur des Hauses verwiesen, weil er sich womöglich ungebührlich benommen hat. Das als Ergänzung zum Admiralspalast.

Eine Frage, die niemand gestellt hat, sei trotzdem beantwortet. Was war besser, "The Wall" im Admiralspalast oder die floydigen Känguru-Rocker in der vita music hall?

Der Gewinner ist nicht die Band, sondern das Venue, die Halle. Der Admiralspalast ist entschieden zu klein und zu disproportional für die Präsentation knackiger Rockmusik. Die neue Musikhalle neben dem Mehrzweckbau am Ostbahnhof zeichnete sich am Samstag Abend durch eine vorzügliche Akustik aus. Ich habe ja keine Ahnung davon, aber im Grunde ist der Saal ein Würfel, was womöglich eine optimale Bauform für einen akustischen Raum ist, womöglich auch nicht. Eventuell haben die Herren am Mischpult auch einfach nur ihren Job beherrscht und den Saal so beschallt, das es schweineedel klang.

Die Höhepunkte sind schnell aufgezählt, "Arnold Layne" wurde wieder mal gegeben, die kleinen Schweine (Pigs), einiges von der "Division Bell", der Stalin, sehr viel aus "The Wall", und das alles mit sehr viel professioneller Spiellaune.

"Time" wurde mit der korrekten Ansprache der TomToms gespielt, kurz darauf von "The Great Gig In The Sky" mit den Soli der drei Hupfdohlen, was selbstverständlich zu stürmischem Applaus führte. Zum Ausklang der ersten Halbzeit wurde der Einstieg in das Album "The Wall" feilgeboten, anständig musiziert, eigentlich sogar vorzüglich, aber da wußte ich noch nicht, daß es noch weitaus besser kommen sollte.

Symbolbild für alles mit Mondfinsternis aka Eclipse.

Mit "Shine On You Crazy Diamond (Parts I-V)" begann das Warmspielen für eine fulminante zweite Hälfte des Konzerts, nachdem der Teechniker nochmal nachgeschaut hatte, wieviel Kilowattstunden sie eigentlich beim örtlichen Versorger eingekauft hatten. Die Rechnung ging auf. In der ersten Hälfte Minderverbrauch, dann kann man die Volts und Amperes in der zweiten auch bis an den Rand des Erlaubten ausreizen.

Nur mal so nebenbei, das ist einer der Nachteile des Lebens beim Vermieter, daß der einem einfach so verbieten kann, Musik von Pink Floyd in der dem Gegenstaand angemessenen Art und Weise zu hören. Das finde ich ungerecht. Statt "Freiheit für Daniela" (Spiegel), wie es die Generation Hirnschiß gestern unweit des Musikereignisses skandierte, ist die zwingendere Losung des Tages "Free the Music", damit auch die Nachbarn was von haben.

Der nächste ohrenbetäubende Kracher dann die drei kleinen Schweine (Pig brother is watching you), mit einem Druck dargeboten, der die Performance der ersten Hälfte deutlich übertraf.

Daß auch "One of These Days" mit enormen Stromeinsatz zu einem der besten Tage der Woche auflaufen könneen, war dann überraschend. Nichtt überrascht haben die beiden rausschmeißer, zu denen ssich das Publikum dann endlich von den Plätzen erhob und fröhlich schaukelnd dem Heimweg entgegenhörte.

"Run Like Hell" kann in Berlin durrchaus möglich sein, denn es war Samstag Abend gegen 23 Uhr, als sich die Beuscherströme aus zwei großen Hallen zur Warschauer Straße wälzten, um die inzwischen spärlicher fahrenden Züge der S-Bahn zu erreichen, Großstadtdschungel eben.

Zugedröhnt (numb) in LSD-farbenem Lichtteppich

Höhepunkt schechthin dann natürlich wieder "Comfortably Numb". Genau zur rechten Zeit, denn mit diesem Gefühl wurde man nach Hause gschickt und kann das jetzt solange ausleben, solange man das kann.

Well done.

28. Februar 2024

The Wall in Concert: Tanz die Mauer

Symbolbild für alles mit bestem Schreibgerät der Welt, Pentel-Stift mit Uni-Ball-Mine, und Eintrittskarte für The Wall mit viel Geld zum Fenster rausgeworfen, doch diesmal exakt an der richtigen Stelle.

Die Spurensuche hat nicht viel erbracht, wer am Montag gleich neben dem Tränenpalast die Mauer spielte.

Der, der die Mauer tanzte, der wurde nach der Pause von 3 taffen Saalordnern aussortiert und aus dem Hörsaal geleitet, Dabei machte er nichts anderes als sich mit einem Plastikhumpen Bier in hippieesker Manier am Rande der Sitzreihen zu schütteln. Tanzen täte ich es nur dann nennen wollen, wenn man die gefühlt 2 Promille als mildernden Umstand berücksichtigen darf.

Also, warum diese Person The Wall in Concert performed by original artists nicht bis zum Ende im Saal genießen durfte, das muß ich schuldig bleiben, zumal es ja auch einen verbalen Austausch gab, der ob der anderen Dezibel im Saal unerhört blieb. Vielleicht hat sich der Mann unerhört benommen.

Auch weiß ich nicht, wie in diesem Kontext "original" ins Deutsche übertragen wird, als originale, originelle oder richtige Musiker. Villeicht von allem etwas.

Der Rest ist schnell erzählt, da bei setlist nicht erwähnt. Die Bezugnahme auf den Sohn von Roger Waters scheint mir bei allen verlinkten Seiten falsch zu sein.

Machmal schaue ich beim Igl Schönwitz rein. Der kommt zwar mit dem Esprit einer Schlaftablette daher, oder gar derer zwei, Rick Beato als Kontrastprogramm wäre dann das Aufputschmittel ... Ich fang noch mal an. Der Igl erklärt das Thema, das er sich zu erklären auserkoren hat, immer nur anhand der Knochen. Haut und Fleisch läßt er weg, da die Knochen das Gerüst für Stabilität liefern.

Diesmal lautete sein Thema:

Die High-Resolution-Lüge: mehr ist nicht unbedingt besser!

Er verzichtet dabei also auf die Besprechung der Cover-Gesataltung, edlen Box, der Leitartikel im Booklet und des Promo-Events zur Förderung des Verrkaufserfolgs der CD, sondern arbeitet heraus, warum das CD-Format mit 44,1/16 Khz und Bit immer noch das Endmittel der Wahl für Musikproduzenten ist, wenn sie eine Musikscheibe final mastern, die wir später hören werden. Außerdem erklärt er nochmal warum technisch betrachtet, jede CD besser klingt als eine Schallplatte aus Vinyl.

Eine Schallplatte klingt im Grunde nicht, außer, man bricht sie auseinander, wirft sie an die Wand oder auf einen Glastisch. Es klingen die Lauties im heimischen Reich. Niemand anders. Und die klingen bei einer CD als Zuspieler nunmal besser. Für gewöhnlich. Erklärt der gute Mann mit der Aura einer Schlaftablette.

Ganz beiläufig erklärt er, daß das beste Mastering von "Pink Floyd: The Wall" von der Firma soundso auf den Markt kam. Das Wort habe ich nicht verstanden und trotzdem nach gesucht. Als Ergebnis wurde mir ausgewürfelt, man könne die Mauer in Berlin live hören, was mich zum Kauf eines Billets anspornte.

Ich kann mich nicht entscheiden, ob es eine Ü55 oder bereits eine Ü60 Veranstaltung war. Auf dem Ticket war es nicht vermerkt. Statistische Ausrutscher gab es natürlich im oberen einstelligen Bereich. Der Rang war mäßg gefüllt, das Parkett etwas mehr. Hinten raus waren noch viel freie Plätze. Im Oberrang gähnende Leere, soweit ich weiß.

Wer dort aufgetreten ist, hat sich trotz intensiven Studiums des Internets nicht eruieren lassen. Die Namen der Ensemblemitglieder wurden am Ende artig vorgetragen und klangen alle italienisch. Was ich verstanden hatte, der Gastsänger (Solist) kam von Alan Parsons (im Bild). Eine Solistin war mal bei Guns 'N Roses im Background zugange. Als was genau, weiß ich nicht.

Ich habe mich von Anbeginn der Tonproduktion bis zum Schluß dem Schmelz der Melodeien hingegeben, die, es war kaum anders zu erwarten, so Ton-für-tontreu feilgeboten wurden, so es nur ging. Eine andere Chance hat man im Grunde auch nicht, wenn man 90 Minuten Pink Floyd live verkaufen will, denn genau das, im Grunde nur das will das Publikum, das Pink Floyd noch kennt, hören. Nichts anderes. Sonst gäbe es Buhrufe. Das wissen alle Bands, die das Genre der Coverei bedienen und geben sich da auch keine Blöße.

So verwundert es nicht, daß "Comfortably Numb" zu einem orgiastischen Gitarren-Furioso ausgespielt wurde, gleich gefolgt von "Run like Hell", zwei Selbstläufern, die völlig zurecht tosenden Beifall erhielten, zu dem sich das Publikum obendrein von den Plätzen erhob, auch wenn es anfangs des Konzertabends nicht danach aussah, denn es wurde von der Begeisterung her mäßig in den Abend gestartet.

Diese Art Bands weiß auch, wie man sich den Beifall abholt, den man für sich beansprucht. Man ließ die beiden Sangesdamen, es gab derer vier Hupfdohlen, "The Great Gig In The Sky"* zelebrieren und fuhr prompt die Ernte ein. Es folgte "Wish you were here" auf dem Fuße, dann war der Abend nach knapp zweieinhalb Stunden zu Ende. Behenden Schrittes ging es zur S-Bahn und eine Minute nach Entwertung der Bahnsteigkarte fuhr der Zug Richtung Marzahn rein.

Nur, warum der Mann, der die Mauer tanzte, "verhaftet", also von den Saaldienern in Gewahrsam genommen wurde, das war nicht erkenntlich. Auch wenn er nur einen erheblich ramponierten Tanz ablieferte, das kann nicht der Grund gewesen sein.

* Roger Waters verzichtete in "The Dark Side Of The Moon (Redux)" auf genau diesen Höhepunkt der Sangeskunst.

[update 29.02.2024, 13:30 Uhr]

Auf dem Foto der DNN ist die Band gut zu erkennen, der Sänger von Alan Parsons ist da zugange.

Der zugehörige Artikel von Christian Ruff zur Aufführung im Dresdner Kulturpalast ist Sondermüll.

20. Mai 2023

Roger Waters in Berlin: Weltklasse

Symbolfoto für Protestdemos in Deutschland. Auf jeden Protestanten kommt ein Polizist.

Es war ein Ereignis von Weltklassse, das Roger Waters und Band den Gästen ihrer Veranstaltung boten. Der schweineedelgute Klang wurde von Anfang bis Ende von einer visuellen Darstellung verstärkt. Die Sinne wurden gar heftig beansprucht. Es hat sich aber gelohnt, die Augen offen zu halten, denn da ar bisher die beste aller Videofilemreien bei Waters-Konzerten.

Die erste Überraschung war das Aufgebot an Servicepersonal, das die fehlgeleiteten Zuhörer im 4. Stock (unter der Dachkante) mit dem Spruch Sie verbessern sich massiv wieder in den 2. Stock der Mehrzweckhalle am Ostbahnhof zurückschickte, denn der gesamte Oberrang war abgehangen. Die für dort verkauften Karten wurden umgewidmet. Und ich hatte mich wahrlich erheblich verbessert.

Roger Waters ist kein Antisemit, so ein Frankfurter Gericht.

Darauf muß man erst mal kommen, den Rausschmeißer schlechthin, Comfortably Numb, als Opener in die Setlist zu hieven, und dann auch noch in einer sehr schrägen Variation. Weltklasse der Einstieg und die Musizierei.

Dann Shine On You Crazy Diamond VI-IX und Wish You Were Here hintereinander weg.

Zu Wish You Were Here lief auf der Videoleinwand eine Geschichte zu Syd Barrett. Als Waters dann die Nachricht vom Tod des einstigen Bandmitglieds bei Pink Floyd erhielt, da begriff er:

This is not a drill.

Das ist keine Übung, das ist bitterer Ernst, wenn man einen Menschen verliert, den man mochte. Das hat eine falsche Assoziation bei mir korrigiert, die ich vor mich hergetragen hatte. Der Titel der Tour bezieht sich nicht auf die große Gesamtlage in der Welt, oder nur bedingt, sondern auf die kleine im Privaten, denn nur die hält Katastrophen vor.

Ein rosa Schaf als Symbolfoto für alle Schweine dieser Welt.

Sheeps dann in einer nach hinten raus sehr aggressiven Intonierung, mit allem, was Krach und Wumms machen kann.

Symbolfoto für alle Regierungen und Mächtigen der Welt.

Mir ist später aufgefallen, das ich während der Darbietung der zweiten Seite von The Dark Side of The Moon keine Fotos gemacht hatte, so fesselnd waren Musik und Video.

Frenetischer Beifall nach diesem Teil. Die Konzertbesucher erhoben sich von ihren Plätzen und spendierten donnernden Applaus.

Traditionell der Ausmarsch der Band zu den Klängen von Outside The Wall.

Danke, Roger Waters und Kollegen, für dieses phantastische Spektakel in einer Stadt, wo irgend ein Piefke, der auch mal was mit Kultur machen will, das alles verbieten wollte.

Ein unkommentierter Fotoreport der Veranstaltung.

Annette Hauschild mit ihrem Report aus Köln.

Ich kenne auch die Schmierereien der staatlichen Denunzianten in Spiegel, Südddeutscher und Morgenpost, aber über Klopaper spricht man nicht nach so einem furiosen Konzert.