10. Oktober 2006

nach Tisch

Nach Tisch liest es sich anders. Noch gestern "rätselte" die ganze Welt über einen Atombombenversuch Nordkoreas, empörte sich, protestierte und was weiß ich.
Bush, Putin, Merkel unisono in einem Luftzug genannt.
Heute lese ich auf news-Seiten im Internet, es gäbe starke Zweifel, ob es überhaupt eine atomare Explosion gegeben habe.

Ich habe gestern das schöne Wetter für einen Fahrradausflug genutzt.
Und auch heute bin ich noch nicht dazu gekommen, mir Sorgen wegen der allgemeinen und speziellen Weltlage zu machen, da ein Zahnarztbesuch und ein anschließender Fahrradausflug dies verhinderten.
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In Deutschland wurde wieder mal ein Terrorist verhaftet. Der auch noch anderthalb Jahre lang per Telefonüberwachung verfolgt worden war. Er habe Bin-Laden Videos ins Internet geladen.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,druck-441833,00.html

Osamas Bote aus der niedersächsischen Provinz
Von Matthias Gebauer und Yassin Musharbash


Und darauf einen Brüller, denn schlechter hätte es jede deutsche Comedy-Sendung auch nicht verkauft. Oder zu gut deutsch: Der Schriftsatz ist einfach nur schriftstellerischer Müll. Desgleichen der von Stefan und Michael, der ob seines lyrischen Gehalts kurz angerissen sei.

Terror-Helfer hinter bürgerlicher Fassade?

Von Stefan Biestmann und Michael Donhauser

Es ist noch dunkel, als es am frühen Dienstagmorgen im 1. Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in Georgsmarienhütte klingelt. Die vom Vermieter eingelassenen Besucher haben ein ernstes Anliegen. Mehr als ein Dutzend Polizisten und Ermittler von Bundesanwaltschaft und Landeskriminalamt Niedersachsen stürmen die Wohnung der Familie von Ibrahim R.


Überraschung!!! Besuch vom LKAaaahaaaa!!!

Ich würde ja auch gerne über Atombomben rätseln und mir immense Angst wegen der Terroristen in Niedersachsen einjagen lassen, aber momentan bin ich zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt.
Also Matthias, Yassin, Stefan und Michael. Ihr könnt es ja später noch mal versuchen.

Victor Klemperer lebt.

9. Oktober 2006

permitido fumar

Spanische Zustände in Deutschland haben wir ja zumindest schon bei den sommerlichen Temperaturen erreicht.



Wer ein Verbot des Rauchens in der Gastlichkeit fordert, der sollte im gleichen Lungenzug auch das Verbot der Konsumtion alkoholischer Getränke einfordern. Denn spätestens seit der rühmanschen Gärung des Allohols sollte klar sein, daß dieser ebensolche verheerenden volkswirtschaftlichen und persönlichen Auswirkungen hat, wie das Rauchen.

Gernsehabend

Gernsehabend, das war vergangenen Samstag so eine Art verkappte Ostalgieshow auf dem Rundfunk bleeder Breißen. (RBB)
Verkappt, weil der recht erwachsene Ossi viele der gezeigten Sketche wohl im Original gesehen haben wird, aber wegen Alzheimer per Off-Kommentar erläutert bekommt, wie er es hätte eigentlich sehen müssen. Damals. Und heute sowieso.

Kurz und knapp. Wieso und für wen werden eigentlich Fernsehausschnitte aus vergangenen (DDR-)TV-Zeiten permanent mit Erklärungen vershen? Wer wird hier für blöd gehalten und bedarf demzufolge der Nacherzählung?
Und warum kommt dieses Prinzip nur bei Ausschnitten aus dem Programm des DFF zum Tragen?

Viel angebrachter wäre es, den unsäglichen Quark, der seit Jahrzehnten täglich aus Mainz, München und Hollywood eletronisch in die Wohnstuben gespült wird, einer umfassenden Analyse zu unterziehen und den Zuschauer damit zu nerven und zu belästigen.

Äh, ich höre gerade, Mainz, München und Hollywood waren nicht in der DDR. Na dann ist ja alles gut.

klipp und klar

Klipp und Klar am 10.10.2006
Gesine Lötzsch, Die Linkspartei/PDS

Mitglied des Deutschen Bundestages und dort stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linkspartei.PDS - Gesine Lötzsch fordert, das Rauchen in der Gastronomie zu verbieten.

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Na, da ist ja ein Grund, bei den nächstmöglichen Wahlen...

keine Ankündigung

SPIEGEL ONLINE - 09. Oktober 2006, 19:18
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,druck-441632,00.html
DFB-Länderspiel in der Slowakei
Hooligans kündigen Krawalle an

Von Mike Glindmeier

...Im Internet kündigen die Hooligans bereits gewalttätige Auseinandersetzungen an.

In einschlägigen Internet-Foren macht sich die Szene über die Sicherheitsvorkehrungen lustig.

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Hi Mike. Ich war gerade im Internet, aber da wurde nichts angekündigt. Auch nicht einschlägig, zweischlägig oder zwieträchtig. Nur in deinem bescheuerten Artikel ohne Quellenangabe.

kein Beleg

SPIEGEL ONLINE - 09. Oktober 2006, 17:08
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-441598,00.html
Politkowskaja-Mord
Zeit der Verschwörungstheorien

Der Mord an der russischen Enthüllungsjournalistin Anna Politkowskaja sorgt weltweit für Empörung. Das Verbrechen belegt, wie wenig Rechtsstaat es im Riesenreich gibt.

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Das Verbrechen belegt erst mal gar nichts. Und schon gar nicht belegt es die Wenigkeit eines Rechtsstaates. Schwachsinn.

6. Oktober 2006

Kontrollvollmacht

Um die Kontrollvollmacht ging es den Ärzten nicht. Sie wollten die Kontovollmacht. Und die bietet weitaus mehr Freiheitsgrade als die bloße Kontrolle.

Bei Musikkapellen ist es eben wie im richtigen Leben. Der parlamentarische Untersuchungsausschuß für die unheimlichen und heimlichen Aktivitäten des BND hat eine Kontrollvollmacht. Und der BND die Kontovollmacht. Zweimal darf man raten, wer von beiden...

Oder, wer schreibt hier im Internet von wem die Fehler ab? Auch auf CD-Start wird die Peinlichkeit offeriert.

Mal sehen, wie lange Amazon braucht, um den Fehler zu bereinigen.

Ansonsten sicher eine der wenigen Kompilationen deutschen Musikschaffens, die einen ausführlichen Blick in die Geldbörse wert ist.

5. Oktober 2006

Schachcomputer

Wahlcomputer in den Niederlanden überlistet
05. Okt 15:40

Wahlmaschinen werden in des USA, Brasilien und den Niederlanden flächendeckend eingesetzt. Manipulationen sind bei ihnen keinesfalls ausgeschlossen, wie der Chaos Computer Club nachwies.
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© ZEIT online, Tagesspiegel | 05.10.2006 15:29
Initiative: Computer-Experten fordern Verbot von Wahlcomputern

Der Chaos Computer Club hält Wahlcomputer für leicht manipulierbar. Die Experten fordern deshalb ein vollständiges Verbot von Computersystemen für Bundes-, Landtags- und Kommunalwahlen.

Berlin - Der Chaos Computer Club (CCC) hat in Zusammenarbeit mit der niederländischen Kampagne "Wir vertrauen Wahlcomputern nicht" (wijvertrouwenstemcomputersniet.nl) Wahlcomputer der Firma Nedap auf Schwachstellen untersucht. In ihrer Analyse kommen die Experten zu dem Ergebnis, dass Computersysteme sich grundsätzlich nicht für Wahlen eignen.
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news 05.10.2006 16:42 heise online
CCC fordert Verbot von Wahlcomputern - Nedap wehrt Vorwürfe ab
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Den Beweis, "dass man mit unserer Wahlmaschine auch Schach spielen kann", so Groenendaal, "würde ich gerne vorgeführt bekommen". In dem gestern ausgestrahlten Beitrag tat ihm die Gruppe den Gefallen, indem sie auf dem gehackten Gerät ein Schachprogramm installierte: Der umfunktionierte Wahlcomputer eröffnete mit d2-d4.

Quelle: heise news

siehe auch: Wahlmaschinerie und dortige Links

3. Oktober 2006

Verfassungsschutz

SPIEGEL ONLINE - 03. Oktober 2006, 17:16
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-440575,00.html
Leipzig
Massenfestnahme bei Anti-Nazi-Demo

"Worch gilt nach Angaben des Verfassungsschutzes als eine der führenden Figuren in der Neo-Nazi-Szene."

ler/Reuters/dpa
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Also, für so eine Erkenntnis braucht man den Verfassungsschutz nicht (zitieren).

Fasulat

Wer mal ein schönes Fasulat* lesen möchte, vertieft sich in das folgende Schriftstück.
Ich hab's nur bis zum Ende des ersten Absatzes geschafft und dann aufgegeben. Dazu ist mir meine Zeit an Arbeitsfrei dann doch zu wertvoll, als daß ich sie mit derlei Geschwafel verplemper.

Man kann das Heft diese Woche auch noch kaufen, aber die 3 Euro fuffzich investiert man lieber in zwei Bockwürste mit Senf oder irgendetwas anderes mit Schärfe und Schmackes. Die Geldausgabe für das Druckerzeugung ist abolut überflüssig.
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Deutsche Einheit: Jammern auf höchstem Niveau
DER SPIEGEL 40/2006 - 02. Oktober 2006
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,druck-440464,00.html
Essay
LOB DER EINHEIT

Richard Schröder zum 3. Oktober 2006

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* Es könnte sich auch um ein Faselut handeln, ein Ausbund an Faseleien sozusagen.

Penner

kein Skandal

SPIEGEL ONLINE - 03. Oktober 2006, 08:25
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-440393,00.html
DDR-Straßennamen
Wie die DDR in der Provinz weiterlebt

Von Hubertus Knabe

In Ostdeutschland haben Tausende kommunistische Straßennamen die Wiedervereinigung überdauert. An den Widerstand wird kaum erinnert - ein Skandal, findet Hubertus Knabe, der Direktor der Stasipofer-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen.

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Stasipofer. Das klingt ja lustig.

Ansonsten wiederhole ich mich gerne. Hubertus Knabe ist alles mögliche, nur eben kein Experte und das ganze ist auch kein Skandal. Es ist, wie es ist.

Wenn etwas ein Skandal ist, dann der wirre Unfug, den Knabe von sich gibt. Der Mann ist sowas von gestern in seiner Denke, der könnte glattweg mit Heesters auf die Bühne schwanken.

2. Oktober 2006

Heesters kommt

(dpa). Johannes Heesters tritt im Friedrichstadtpalast auf. Der 102 Jahre alte Sänger und Schauspieler präsentiert vom 17. bis 19. Oktober Lieder in der "Casanova-Revue", teilte der Friedrichstadtpalast mit. Der Entertainer ist seit 86 Jahren aktiv und stand schon mehrere Tausend Mal auf der Bühne.
gelesen am 2.10.2006 im ehemaligen Zentralorgan, Seite 17

Dazu fällt mir zum letzten Satz ergänzend nur ein:
Dieser Gruftie stand nicht nur wahrscheinlich über Tausend Mal auf der Bühne, nein, er stand auf alle Fälle schon im Tausendjährigen Reich auf der Bühne und konkret vor 65 Jahren auch vor den Wachmannschaften der SS in Dachau. Armes Deutschland...

1. Oktober 2006

Jammern

Schäuble versucht sich mal wieder auf einem Terrain, auf dem er keine Ahnung hat.

am Sonntag - 01.10.2006

http://www.bz-berlin.de/aktuell/news/061001/schaeu.html

Und was ist mit den anderen Einigungsproblemen?
"Im Wesentlichen haben wir es geschafft. Die Deutsche Einheit ist in Frieden und Freiheit erfolgt, der Kalte Krieg ist zu Ende... Heute ist Deutschland zusammengewachsen. Die großen Unterschiede sind Geschichte. Und wir stellen fest, so schlecht sind wir gar nicht. Das hat die Fußballweltmeisterschaft eindrucksvoll gezeigt. Also: Hören wir auf zu jammern."
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Gegendarstellung:

Im wesentlichen haben wir es noch lange nicht geschafft. Der Kalte Krieg wurde auf das gebiet der Terrorhysterie verlagert. Nicht zu vergessen die gelbe Gefahr, die auch schon vor 70 Jahre eine Rolle spielte. Deutschland ist heute immer noch nicht zugewachsen. Große Unterschiede sind die Realität.

Ich weiß ja nicht, wenn Schäuble mit dem "wir" in seiner Selbstverpflichtung meint, aber wenn er sich und seine Bekannten dazu animieren könnte, weniger zu jammern, dann ist das okay.

Davon mal abgesehen. Dieses Jammerbild, was der Journalismus und die Politik sehr häufig aus dem Kuli bzw. der Westentasche zaubert, dieses Bild ist schon skurril, denn wenn ich jemand jammern höre, dann sind es:
- Reiche
- Politiker
- Berater
- zu kurz gekommene Berater
- eitle Wahlverlierer
- Konzernvorstände
- Vereinspräsidenten
- Kassenwarte aller möglichen Organisationen, z.B. Krankenkassenchefs
- Entscheider
usw.

Sehr wohl bittschön, wenn die endlich mit ihrer Jammerei aufhören würden, wäre das Leben etwas umweltfreundlicher. Aber solange diese Jammerbande ungestraft auf allen Kanälen und Seiten jammern darf, solange jammer auch ich, wie mir der Schnabel gewachsen ist.

auch Gysi?

Auch Gysi?
"Auch Gysi!" sagte stolz im Brustton der Überzeugung der Redner. "Das kommt oft vor!" ***
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SPIEGEL ONLINE - 27. September 2006, 10:40
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-439356,00.html

SPIEGEL ONLINE: Während Sie mit Ihrer Partei Wahlverluste analysieren müssen, feiert die NPD ihre Erfolge. Die Rechtsextremisten sind dabei, sich im Osten fest zu etablieren. Was sind Ihre Schlussfolgerungen?

Gysi: Es geht um eine andere Politik. Wir werden aber in der Fraktion auch darüber diskutieren, ob wir für ein erneutes Verbotsverfahren sind. Beim letzten Mal war es äußerst dilettantisch vorbereitet. Grundsätzlich muss man mit dem Verbot von Parteien sehr vorsichtig sein, aber von der NPD werden Grenzen überschritten auf eine Art, die unerträglich ist.

SPIEGEL ONLINE: Ein neues Verbotsverfahren wäre juristisch äußerst riskant.

Gysi: Natürlich müsste es bei einem neuen Anlauf eine hohe Wahrscheinlichkeit geben, dass man erfolgreich ist. Die NPD ist durch das gescheiterte Verbotsverfahren enorm aufgewertet worden. Sie spielt mit den Medien, mit uns, mit ihren Rechten, mit der Demokratie - in der NPD sitzen nicht mehr nur Dumpfbacken. Es gibt auch eine kulturelle Veränderung: Die Rechtsextremisten versuchen nicht mehr, sich als normale demokratische Leute zu geben. Sie betonen das Dreiste und zeigen offen Gewaltbereitschaft.

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Auch Gysi vertritt die Auffassung, daß Unerträglichkeit bezüglich Dreistigkeit im Auftreten, eine hohe Wahrscheinlichkeit für Erfolg und Spielerei mit Medien, Rechten, sowie Demokratie ausreichend scheinen, ein Verbotsverfahren anzuleiern.

Nun glaub ich es auch, daß das der politische Konsens in diesem Staat ist.

*** http://www.bruhaha.de/kuh_im_propeller.html

Wissen und Technik

http://www.n24.de/wissen_technik/multimedia/article.php?articleId=70657
22. September 2006
Geldautomat von Dieb umprogrammiert

In Virgina Beach im US-Bundesstaat Virgina hat ein Betrüger den Geldautomaten an einer Tankstelle umprogrammiert und Geld abgehoben. Das berichtet der amerikanische IT-Branchendienst "Wired.com" online.
Dollar-Noten vertauscht

So habe er den Automaten dahingehend manipuliert, dass das Gerät 20-Dollar-Noten für 5-Dollar-Noten hielt. Mit einer Prepaid-Kreditkarte habe er im Anschluss Geld abgehoben. Laut "Wired.com" war die Manipulation des Automaten möglich, da eine Bedienungsanleitung für die Automaten im Netz erhältlich sei. In dieser Anleitung stehe auch das voreingestellte Passwort mit dem das Gerät programmiert werden kann.

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Abgelegt bei N24 in der Rubrik Wissen und Technik.
Schade, denn ich hab's nicht gewußt.

30. September 2006

Drohung



Aha. Die Grünen drohen also mit Neuwahlen.

Jetzt hab ich aber sowas von Angst.

Eifrigkeit und Rechts und Frechheit

Wenn ich, oder wenn ich auch nicht, das ist egal...
Man sollte vielleicht dieses Lied umwidmen, das einige hochgestellte Personen des Landes immer mit Inbrunst aber völlig neben der Melodei trällern...

Offenbar ist es wohl strafbar in der Bundesrepublik Deutschland, gegen Nazis zu sein. Schenkt man verschiedenen Berichten auf Nachrichtenportalen Glauben.

Ich könnte ja mal einfach so behaupten, im berichteten Fall ist einem Staatsanwalt und einem Richter die Gesinnung durchgegangen. Frei nach dem Motto jetzt darf man ja wieder. Gesinnung zeigen. Und praktizieren. Im Namen des deutschen Volkes. Am ...gerichtshof.

keine Fragen

28.09.2006 10:23 heise online
Digitalkamera in klassischer Aufmachung

"Der Name klingt für Uneingeweihte nach dicker Schraube, lässt aber die Augen jedes Fotografen leuchten: M8 heißt die spektakulärste Neuheit der Leica Camera AG zur photokina... Die digitale Profi-Kamera – "Made in Germany", wie man gern hervorhebt...Die M8 wird ab Ende November 2006 im Leica-Fachhandel verfügbar sein. Die unverbindliche Preisempfehlung der "Kamera fürs Leben" beläuft sich auf 4195 Euro."

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Also, in Anlehnung an die Fragen des Kollegen hab ich auch mal auf die photokina-Seiten geklickt.
Hier bin ich mit Herrn Altbundeskanzler Helmut Schmidt konform. Der hatte am Montag der Woche bei Beckmann für die Firma Leica nur noch einen Nachruf übrig. Und damit war das Thema für ihn erledigt.

Und ich behaupte mal, daß die auch irgendwann Insolvenz werde anmelden müssen, wenn sie weiter permanent die aktuellen Trends verschlafen und am wirklichen Fotografierinteresse vorbei produzieren.

Kein Mensch, außer reiche Dödel, die nicht wissen, wohin mit ihrem Geld, würde sich für 4200 Mäuse solch ein unmodernes Gerät kaufen. Schon gar nicht, um damit bis ans Ende seiner Tage zu fotografieren.

Aber wer's glaubt, wird selig. Fotografieren wie zu Opas Zeiten. Aber digital. Schwachsinn.

Wenn eine Kamera für's Leben, dann schon eher die Hasselblad H3D.

Nur zum Spaß kann man ja eine Preissuche im Internet veranstalten und auf all den Trittbrettfahrerpreisvergleichsseiten nach Hasselblad suchen. Hilf- und ergebnislos irrt man durch die Preisvergleichswüste.

Aber sie soll wohl ab 30.000 aufwärts im gut sortierten Fachhandel zu haben sein. Die Kamera. Objektive gegen Aufpreis.

klipp un klar

Klipp und Klar, so heißt wohl eine Sendung auf dem RBB (Rundfunk bleeder Breißen).
Das Redeformat, bei dem vorher nicht klar, was klipp ist und im Nachhinein erst recht nicht.
Dieser Tage, am 26.09., deklamierten der dm-Chef Werner, Finanzsenator Sarrazin, Linkspartei-Abgeordnete Kipping und Sänger Gabriel aneinander vorbei.

Herr Sarrazin äußerte im Verlaufe der Sendung: "Es gibt auch Menschen, die haben ganz gern die Hängematte... Wir können nicht einfach die Menschen für die, ich sag mal, für die pure Existenz bezahlen. Das ist nicht in Ordnung. Dafür ist die Welt nicht gebaut."

Wie immer hat er diese Behauptung nicht bewiesen. Und sie zeugt zumindest davon, daß der philosophische, politische und möglicherweise auch rein menschliche Verstand des Herren nicht über die Kante eines Geldscheins hinausreicht. Wobei das ja genau die einzige Qualifikation ist, die man als Finanzsenator braucht.

Eine Frage sei bezüglich der Äußerung trotzdem gestattet. Wofür ist die Welt denn dann gebaut, wenn nicht für die pure Existenz der Menschen? Von einem Finanzsenator erwarte ich dazu keine Antwort. Der ist damit überfordert.

Verbleibt bei diesem sehr schlichten Welt- und Menschenbild ein Vorschlag. Deutschland hat ja ergiebige Erfahrungen in der industriellen Menschenvernichtung, Herr Sarrazin. Dann führen sie das doch wieder ein. Man kann ja auf die Keulungsanlagen zurückgreifen, die im vorigen Jahr Hochkonjunktur hatten und nun brach liegen. Außerdem ließen sich horrende Summen mit den Senderechten der Aktion verdienen, so daß für die verbleibende Lebendschaft etwas Geld in die marode Reststaatskasse gespült wird.

Alles klipp unklar? Sie müssen sich nur noch mit der Sozialsenatorin einigen, denn die will niemanden keulen.