2. August 2010

Knigge-Unsinn

SPIEGEL ONLINE 02. August 2010, 13:41 Uhr
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,druck-709694,00.html
(Un-) Sitten
Knigge-Rat veröffentlicht Benimmregeln für Facebook und Co.


Muß ich bei der Überschrift gar nicht weiterlesen, da kann nur Unsinn auf 2 DIN-A4-Seiten + Klickstrecke stehen, denn die erste Regel lautet: Facebook is useless.

1. August 2010

Streß am Sonntag

kann man sich machen, wenn man als Praktikant Meinungen zensieren muß.

Bitte verzichten Sie auf polemische Aussagen und spezifisieren Ihre Kritik an der EU. Die Redaktion/is

anklagende Anklage von BILD

Stadt, Veranstalter, Polizei
Ihr habt alle Fehler gemacht


Der erhobene und belehrende Zeigefinger sticht mir geradezu aus dem Monitor. Nur BILD war natürlich die ganze Zeit über tadelsfrei und fehlerlos und hat mit Anstand und Würde von der Loveparade berichtet.

Dann sind die ca. 230 Beschwerden beim Deutschen Presserat sicherlich nur Schreibübungen.

es gebe Gerüchte

Liest du im Gerüchtemagazin besser nicht, es sei denn, du vertraust darauf, daß Gerüchte, die es möglicherweise geben könnte, zum Brötchenerwerb gehören. Abgesehen davon, daß die Story selbst bereits gut vier Wochen abgehangen ist. oder gut abgehangenes Journalistenfleisch?

Bereits am 29.07. stellte die Gerüchteverbreitungszeitung um 11:25 Uhr die Frage:

Nordkorea-Trainer ins Arbeitslager geschickt?

Es soll sogar Gerüchte über einen Partei-Rauswurf und einen Aufenthalt des Trainer Jong-Hun in einem Arbeitslager geben...


Um 23:47 hatten sich die Gerüchte dahingehend verdichtet, daß sie als Gerüchte tatsächlich existieren, denn des späten Abends wurde vertickert:

Nordkorea-Trainer im Arbeitslager?

Gerüchten zufolge ist der Coach aus der Partei geworfen und ins Arbeitslager geschickt worden.


Das ist zwar immer noch ein Gerücht, aber eines mit mehr Gewissheit als jenes, das behauptet es gäbe (sic!) Gerüchte.

Kurz und knapp. Am besten hat das Problem The Sun gelöst.

How do you solve a problem like Korea’s Cup flops?


Geht wieder schlafen, ihr Pisser. Ihr könnt ja nicht mal Gerüchte, die es geben soll, ordentlich präsentieren.

Die gleichen Arbeitslager-Gerüchte hatte es auch um Nordkoreas Erfolgsteam der WM 1966 gegeben... (Tagesspiegel 25.06.2010 13:30 Uhr !!!)

Einspruch gegen Lena-Artikel auf BILD

Irgendwer muß wohl beim Frühstück seinen Kaffee Mittag sein Kalbsschnitzel verschluckt haben, als er die Schlagzeile vom Ende der Karriere las. Nun stockt es nur noch bei Lena.

Die URL ist gleich geblieben und verkündet weiter das Ende der Karriere. In der Kopfzeile die Frage "Karriere am Ende?".

http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/musik/2010/08/01/lena-meyer-landrut/karriere-am-ende.html

welche Karriere?

31. Juli 2010

der liebe Gott hat die Kommentarfunktion für diesen Artikel vorübergehend geöffnet



Zumindest für die Überschrift sei Herrn Malzahn, früher Praktikant beim Spiegel, gedankt.

Die Grundlagen der Katastrophe von Duisburg wurden in dieser Welt gelegt, der liebe Gott hat damit nichts zu tun.

Welcher liebe Gott?

Helga sagt:
Für mich unverständlich, wie so die Gedenkfeier in einer Kirche statt finden musste, absolut unverständlich!
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Peter Golf sagt:
kann wer erklären, in wie fern relevanz in den vorgängen liegt?

nach meiner einschätzung handelt es sich um ganz gewöhnliche vorgänge, die eigentlich auf eine der letzten seiten, noch hinter politik gehört. aus allerlei welt, vermischtes. man könnte auch sagen, das hier ein vollkommen unbedeutendes ereignis hochgejazzt wird.
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karmallah sagt:
Wir sollten Gott abschwören und Allah anbeten, damit sich so etwas nicht wiederholt!
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Regimegegner sagt:
Und das eben macht diese Katastrophe so beängstigend. Dass Sie vor den Augen aller passiert ist. Direkt neben den Feiernden, mitten unter denen die einfach nur dazu wollten. Dass Sie gefilmt und fotografiert wurde wie eine große Sensation. Dass Sie trotzdem nicht verhindert werden konnte, von einem Einzelnen nicht, von Ordnern nicht und auch nicht von "der Polizei" die man schnell zum Prügelknaben macht wenn etwas schief gelaufen ist. Wer nicht bereit oder in der Lage ist auszuwählen was er gutheisst und konsumiert, wer selber keine Verantwortung übernimmt, der kann sich nicht über die Folgen beschweren wenn er erkennt, dass er sich von Verantwortungslosen hat leiten lassen. Politiker kann man abwählen, Polizeipräsidenten austauschen oder in Ruhestand schicken. Veranstalter ersetzen, Gutachter abbestellen, Kulturdezernenten wegloben.

Für seine eigene Gier, für seine eigenen Zurückhaltung für seinen eigenen Verzicht, für das was man Gott antwortet. Dafür ist man selbst verantwortlich.

Der Spiegel weiß alles

Er weiß sogar, daß der Tanz in den Tod von Amts wegen genehmigt, sozusagen verordnet war. Die Protokolle liegen ihm auch vor, die nun pingeligst dem nach Rücktrittsrache dürstenden Volk auseinanderklabüsert werden.

Ab Montag auch an ihrem Kiosk alles alles alles zur tödlichen Tragödie von Duisburg.

Time Magazine sorgt sich um unsere Soldatinnen

Auf dem aktuellen cover der Time sorgt sich das Medienunternehmen um die freiheitlich-demokratischen Soldatinnen und hinterfragt sehr kritisch What happen's if we leave Afghanistan?.

Nun, da muß sich das Magazin kein Sorgen machen, dann werden actionreiche Kopulierfilme mit gut ausgebildeten Personal produziert. So einfach ist das.

in tiefer Trauer allein gelassen

Noch heute früh schien es, als würde ganz Deutschland in Tränen ausbrechen und den ganzen Tag schluchzen, doch es kam alles anders, als sich die Trauermedien erwünscht haben. Das schöne Wetter machte alle Träume eines in Trauer geeinten Partyvolkes zunichte.



Ein Sonnenbad am Raversarg wollten sie nehmen.

Die sonst sie partygeilen und jedem Fest überbordender Lebensfreude (Evangelik Nikolaus Schneider) zugeneigten Raver waren eiskalt und ließen die politische Elite mit ihren Krokodilstränen und in ihrer tiefen Trauer allein. Gerademal 2000 Besucher (BILD), 1500 (SPIEGEL) bzw. einige hundert (SUEDEEUTSCHE) verirrten sich ins extra angemietete Stadion.

Das ist es auch, was vom Tag übrig bleibt und sich ins Gedächtnis einbrennt. Manchmal werden die schönsten Pointen doch vom schnöden Leben geschrieben. Unterm Strich 'ne Menge heißer Luft, die wieder mal in den Himmel geblasen wurde.

Kabel Deutschland

Weiß jemand, ob negative Berichte über die Serviceleistungen und die Dienstleistungshurtigkeit von Kabel Deutschland auf einem Internetserver deponiert wurden? Sonst müßte ich mich nämlich aufraffen und diesem Verein das schlechte Zeugnis in eine Schmähschrift gießen. Ich hab nur keine Lust dazu, obwohl es mir dringlich erscheint.

Realitätsverlust

So soll Kachelmann 2001 die Frau wegen einer fehlgeleiteten SMS in ihrer Wohnung nackt mit ihrem Bademantelgürtel an der Armatur der Dusche festgebunden, einen etwa 50 Zentimeter langen Rohrstock aus seinem Koffer geholt und ihr auf den Po geschlagen haben.

Jetzt müßte nur noch jemand recherchieren, aus welchem Roman diese Szene von BILD geklaut wurde.

in der Realität angekommen

Kaum schlägt man des frühen Morgens die Augen und das Internet auf, wird man auch schon von der Realität erschlagen. Deutschland interessiert sich, im Gegensatz zur Auffassung von BILD, einen Scheißdreck für die Duisburger Massenveranstaltung am heutigen Tage. Ganz Deutschland weint auch nicht.

Das wäre ja noch fast eine tolerable Meinungsmacherauffassung, wenn nicht das Arbeitslosenmagazin Spiegel einen drauf gesetzt hätte.

Gute Nachrichten für Hartz-IV-Empfänger

Mehr Geld für Arbeitslose


Ich bin ja für jeden Spaß zu haben. Selbst am Samstag Morgen. Aber das ist unter der Gürtellinie, denn es gibt keine guten Nachrichten für Hartz-IV-Empfänger. Gab es nie. Und wird es nie geben.

30. Juli 2010

Who is the boss?



Der kriegt eins auf die Fresse. Sagte ein Rotzbengel hinter mir über mich. Das wurde dann dahingehend übersetzt, daß durch das Blätterrauschen, die Vögel und den Wind ursprünglich als Behauptung artikuliert wurde der ist wohl von der Presse.

Bin ich nicht, aber mit einem fetten Rucksack, einem Manfrotto mit Kugelkopf und einer Tüte, die ausgefahren schon was hermacht, da sieht das wohl so aus, wenn man sich dann auch noch so bewegt, wie die Leute denken, daß sich Presseleute bewegen. Kleider (Auftreten) machen eben doch Leute.

Ich war privat meine Mutter bespaßen. Mehr war nicht.

Das Foto hab ich hoffentlich auch als Video. Keine Ahnung. Noch nicht.
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Jo, hab ich auf'm Video. Und jetzt schaumerma, wie deinröhre ein Full-HD-Video (1080p30) verhunzt.

Akor wurde zwei Minuten später mit Bananen auf sein eigenes Gelände gelockt und hat dann die ganze Zeit beleidigt vor'm Tor ins Elefantenhaus gehockt. Im Mutter-Kind-Terrain zog Ruhe ein.

Im übrigen unterscheidet sich der Umgangston der Tierpfleger mit den Elefanten erheblich von dem, was aus dem Fernsehen bekannt ist. In der Realität werden die Dickhäuter auf das heftigste angebrüllt und sehr laut besprochen. Von der liebvoll hingebenden Tonart im familientauglichen Degeto-Fernsehen ist da nichts zu hören. Selbst die lieben kleinen Knuddeldickhäuter werden sehr barsch und rüde angegangen. Da habe ich leider nur Fotos ohne Ton von, kann's also nicht belegen.

Die Tierpfleger jedenfalls machen die klare Ansage, wer hier der Boss im Revier ist, auch wenn die Dicken schöner tröten und der Kleine lustiger fiepsen kann.

29. Juli 2010

unsere Rente ist sicher

Äh, unsere Ernte ist sicher sollte das heißen.


Ach wirklich?

Brauchen die Menschen Schuldige? Oder braucht ihr denk- und recherfaules Journalistenpack welche, damit ihr weiterhin euren Blödsinn auf die Menschen loslassen könnt?

Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, daß Frau Severin Weiland in diesem Blog bereits mehrfach durch ihre negativen Arbeitsergebnisse mit einem post bedacht wurde.

keine Klickstrecke - ntv-Datensicherung

Ich hab jetzt keine Zeit, müßte aber eine Kurzgeschichte zu diesen Bildern verfertigen. Das Manfrotto mit Kugelkopf ist nämlich gerade eingetrudelt.

Lest euch mal die posts auf ppq durch, dann versteht ihr auch die keine Klickstrecke Bilder im Stil des Boston Globe.


Themenwechsel

Loveparade ist out. Kachelmann ist frei.

Ich les mir das jetzt aber nicht alles durch. 998 Artikel ist arg viel, einfach nur, weil er in einem weißen Shirt, den wartenden Journalisten den Rücken zugedreht (Sueddeutsche) aus dem Knast gelatscht ist.

Ich warte auf seine erste Wettermoderation, denn dann wird das Wetter endlich wieder so, wie es ist, wenn ich aus dem Fenster schaue.

Eine email-Benachrichtigung brauche ich eigentlich auch nicht.

Wir schalten noch kurz um nach Duisburg. Was gibt es neues in Duisburg? Immer noch kein Schuldiger gehängt, aber der OB wurde im Baumarkt gesichtet und soll wohl sämtlichen Kleber aufgekauft haben. Damit will er sich auf seinem Stuhl festleimen.

Und Silke ist immer noch nicht da und mittlerweile sind es 1038 Artikel zu Kachelmann. Ihr habt 'n Rad ab.

auf dem Weg zum Rechtsstaat

Parlamentarier sieht Ausweitung der FSB-Vollmachten als Schritt zum Rechtsstaat, schreibt RIA Nowosti.

Was ein Rechtsstaat in diesem Zusammenhang ist, hat uns das Juristenmagazin Spiegel freundlicherweise aus dem Russischen übersetzt. Es sei ein Schnüffelstaat, weil ein Rechtsstaat sein Handeln auf der Grundlage von Schnüffelgesetzen definiert.

Heise formuliert so etwas technisch verschwurbelter und bezeichnet dies z.B. als Zugriff auf Nutzerspuren im Netz.

In Rußland ist es also wie zu Hause. Glietsch möchte sich trotz gegenteiliger Auffassung eines Gerichts seine Voyeurfilmchen weiter reinziehen dürfen und bat deswegen die Berliner Abgeordneten um Amtshilfe, die ihm per Änderung des Versammlungsgesetzes seine Leidenschaft nach Snuff-Filmchen ermöglichen sollen, vergaß allerdings zu erwähnen, daß das Versammlungsgesetz nur im deutschen Reichstag geändert werden kann. Der Versuch war es ihm wohl wert, denn wenn einem das Leben, so wie es ist, nicht in den Kram paßt, ändert man einfach die Regeln. Kenn ich von ganz früher. Da war das auf der Straße beim Kicken so. Wer wann von von Einen Elfer oder 'ne Ecke zu treten hatte, das legte schlichtweg der Stärkste Bolzer jedesmal auf's Neue fest. Es ging ja schließlich um den Sieg.

Die grenzenlose Dämlichkeit eines Polizeipräsidenten wird allerdings wie immer übertroffen. Und von wem? Auch nicht überraschend. Von der Polizeigewerkschaft.

Unter der knackigen Überschrift

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heißt es bei den Hauptberuflichen Angstmachern in Stellvertretung durch Michael Reinke:

Die Videoüberwachung von Demonstrationen durch die Polizei ist ein unverzichtbarer Teil polizeitaktischer Maßnahmen zur Vermeidung von Gewalt bei Demonstrationen.

Wir unterstützen deshalb die Absicht von Innen- und Sportsenator Dr. Körting, das Versammlungsgesetz in Berlin zu ändern und fordern alle Fraktionen im Abgeordnetenhaus auf, fraktionsübergreifend einen entsprechenden gemeinsamen Gesetzentwurf nach der parlamentarischen Sommerpause einzubringen.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Gewalt bei Veranstaltungen und der Anwesenheit bestimmter Personengruppen. Diese muss die Polizei erkennen können und das ist nur mit der Videoüberwachung möglich.


Das ist noch ein Milligramm dümmer als von Polizeipräsidenten selbst vorgegeben, denn der Gewerkschafter vergaß zu erwähnen, was eigentlich die vielen hundert Polizisten tun, die schlafwandlerisch und träumend an den Demos teilnehmen. Kucken die in die Luft und überlassen sie es ihren Snuff-Team die Gewaltorgien per Video zu erkennen?

Was ist mit den hunderttausenden Minuten Filmmaterial der polizeilichen Gewaltorgien, die komischerweise nie gefilmt werden und wenn doch, wieso sind die nicht mehr aufzufinden?

Doch das sind alles Fragen an Dumme. Die werden somit kaum beantwortet werden.

28. Juli 2010

Tunnel of love

It's just a danger, and when you're riding at your own risk
She said you are the perfect stranger, she said baby just keep it like this

Come on and take a low ride with me girl
On the tunnel of love, yeah love