16. Februar 2011

Fußball kucken während der Arbeitszeit ist jetzt Pflicht

Um sich während der Arbeitszeit sozialadäquat zu verhalten, ist Fußballspiele anschauen jetzt Pflicht, auch wenn man sich nicht dafür interessiert. Kuckst du hier.

holy shit

Zu deutsch: "heilige Scheiße". Im wahrsten Sinne des Wortes. Meine ist dem Staat dermaßen viel Aufwand wert, daß man schon heute auf der Matte stand und einen umfänglichen Fragenkatalog abarbeitete, da ich z.Z. als Seuche durch die Weltgeschichte spaziere und ruckzuck mal einfach so ein paar Mitmenschen dahinraffen kann. Ich traute mich gar nicht zu fragen, ob sie eine Liste hätten oder ich eigene Vorschläge einreichen darf.

Unterm Strich steht es trotz allem gut bis schlecht. Medikamente helfen nicht viel. Wußte ich ja bereits seit dem gestrigen Doktorbesuch. Das scheißt sich von alleine wieder raus, jetzt mal auf deutsch gesagt. Nachteil der Geschichte, das kann je nach persönlicher Eignung Monate dauern, bis es sich rausgekotet hat. Bezüglich meiner Eignung heißt das, es wird diese Monate dauern. Shit.

Infektionsursache ist, nach gegenseitigem Einvernehmen, zu 99% der Verzehr von infiziertem Fleisch. Die eigentlich brennende Frage, wann ich wo welches Fleisch erworben habe, die ließ sich natürlich nicht mehr beantworten, da ich im Verdachtszeitraum alle drei Fleischsorten von drei Anbietern konsumiert hatte, Geflügel, Schwein und Rind.

Ich werde jedoch keinesfalls zum Grünfutterfutterer konvertieren.

FAZ behauptet und bezichtigt

Die einen sagen so. Die anderen so. BILD meint, die FAZ behauptet, der Guttenberg habe abgeschrieben. Die Welt behauptet, die FAZ bezichtigt Guttenberg, einen Artikel kopiert zu haben.

Der Liebling der Boulevardmedien muß dran glauben. Sie wollen es noch nicht wahrhaben, daß sich der politisch-mediale-Komplex nun auf den gehaßten Gelhaarträger stürzt und in Grund und Boden schreibt. Die Methoden, die Guttenberg im Tanklasterfall oder der "Gorch Fock" nutzten, richten sich nun gegen ihn selbst.

Dabei bleibt vollkommen nebensächlich, daß die FAZ den Diebstahl von Wörtern beweisen kann. Es sträubt sich mir nur, in diesem Falle von geistigem Diebstahl zu schreiben, denn im Falle des vorliegenden FAZ-Artikels fällt es mir schwer, Geist zu erkennen.

Ach ja, liebe BILD, es geht nicht um insgesamt wohl drei Stellen, an denen sich ohne Nachweis wortgleiche Parallelen mit fremden Texten fänden, sondern wenigstens um 33 bereits akribisch ausgewiesene. Je noch eurem Gustus ist des die elffache Menge von Diebstahlshandlungen, oder es sind 30 mehr, als ihr behauptet.

Interessant im Gesamtzusammenhang ist, daß langsam zurückgerudert wird. Die Welt titelt bereits

Doktorarbeit bringt Guttenberg in Bedrängnis

Juraprofessoren, Medienwissenschaftler und die Opposition halten Deutschlands beliebtestem Politiker vor, er habe „abgekupfert“.


Ganze 4 Edelfedern des stramm konservativen Blattes werden aufgeboten, um das, was sich der unbedarfte Interessent bereits angelesen hat, vorsichtig und relativierend zu bejaen. Natürlich darf, dem Einbildungsvermögen des Welt-Leser geschuldet, der Hinweis nicht fehlen:

Fischer-Lescano hat mit der umstrittenen SPD-Politikerin Andrea Ypsilanti eine allenfalls mittelmäßig erfolgreiche „Denkfabrik“ gegründet, außerdem betreut er Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Außerdem wollte ich noch sagen, daß die 4 Dummschreiber T. Krauel, S. Meyer, P. Neumann und D. F. Sturm heißen.

Nicht ganz so dumm sind die Sozies, also die Eberts in der SPD. Sie titeln kackfrech, aber der Wahrheit recht nahe kommend: Totalverriss von 475 Seiten Doktorarbeit.



Was ich den Genossen der Zeit nicht zugetraut hätte, sie verlinken das inkriminierte Dokument, das eigentlich gar nicht veröffentlicht werden darf sollen müßte, weil es noch eines redaktionellen Feinschliffs bedarf.

Natürlich wollen wir das vierte Hamburger Blatt im Bunde nicht unerwähnt lassen. Die Sturmschreiber der Demokratie formulieren Guttenberg in der Schummel-Falle, benötigen für den den sinnfreien Text 2 Autoren und kommen, wie der Zirkel schreibender Praktikanten bei der Welt, auch zu der Erkenntnis

Verteidigungsstaatssekretär Christian Schmidt hat... verwies darauf, dass der Rechtsprofessor Fischer-Lescano dem linken Spektrum zuzuordnen sei.

Spätestens seit Kunduz gibt es veritable bis halbherzige Bemühungen, Guttenberg wieder aus dem Amt zu jagen. Der letzte Strick sollte ihm eigentlich aus der Takelage der "Gorch Fock" gedreht werden. Hat auch nicht geklappt. Nun greift man auf das bewährteste Mittel zurück, das seit jeher Verwendung fand, wenn man jemanden wegen formidabler Nichteignung wieder loswerden möchte. Man bezichtigt ihn des Betruges. Und kann es auch beweisen.

Ende der Durchsage.

vergeben ist göttlich - besonders bei der alten Bischöfin

Weil es einfach zu köstlich ist und gleichzeitig speiübel macht. Deswegen noch einmal die alte Bischöfin.

Wir hoffen, die blinden Kritiker, die nur auf den Fehler starren und dabei das Gute nicht mehr sehen, mögen noch erkennen, dass vergeben göttlich ist. Besonders bei Betrachtung des persönlichen Schicksals der Altbischöfin.

Warum das jetzt "der Altbischöfin" heißt, erklärt sich mir nur mit dem Feminismus, die Frauen männlichen zurück.

das rote Telefon gibt es wirklich

schon wieder so ein Content-Dieb

Diesmal soll es Guttenberg sein, der sich freizügig bei anderen bediente und dies als eigene Hirnschwitze ausgegeben hat, in seiner mit Bestnote bewerteten Doktorarbeit, die allerdings seitenweise nur Politsprech (Sueddeutsche) enthält. Naja, wenn man aus der Zeitung abschreibt, dann ist das Politsprech.

Jedenfalls, bevor sich Guttenberg seinen selbst erschwitzten Satzbauten widmet, pflockt er erst mal ein heftig langes Elaborat der FAZ ein. Als Einstieg in das Rumdoktern, vergaß er ob der Anstrengung jedoch, die FAZ in einer Fußnote zu erwähnen.

Muß man sich jetzt an die neue Bezeichnung gewöhnen, der frühere Dr. Guttenberg? Weil man dem Guttenberg seinen Doktortitel entziehen kann (Sueddeutsche).

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung*, die die Diebstahlserie des Ministers aufdeckte und veröffentlichte, teilt momentan nur mit:

Auf Verlangen des Verlags (Nomos-Verlag) von unserem Server genommen, aber sicher demnächst im peer-to-peer-netzwerk Ihres Vertrauens, bei wikileaks oder irgendwann dann in der guten alten Bibliothek...**

In der mir vorliegenden Fassung der Rezension (9 Seiten), die ohne den wikileaks-Spruch daherkommt, faßt Andreas Fischer-Lescano die Geistesleistung des deutschen Militärministers wie folgt zusammen:

Der wissenschaftliche Ertrag der Arbeit ist bescheiden.

Oder, um es mit den Worten des Diebstehlers zu sagen: „Die Anfertigung dieser Arbeit war meine eigene Leistung.“ (welt)

Ehrlich gesagt, alles andere hätte mich auch arg verwundert. Soweit so gut. Nun zum Schlechten. Der Rezensent, der sich durch das Diebesgut gewürgt hat, beginnt sein Analyse wie folgt:

Widersteht man dem Impuls, die Arbeit mangels Substanz nach einer ersten Durchsicht gelangweilt aus der Hand zu legen...

Herr Guttenberg, ich glaube, sie können schon mal langsam die Takelage hinauf hangeln.
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* Entgegen anders lautenden Behauptungen der abschreibenden Medien, haben die Sueddeutsche u.a. den Sachverhalt nur wiedergegeben und massenmedial ausgeschlachtet, aber nicht aufgedeckt.

** Mittlerweile ist das auf das Inhaltsverzeichnis reduzierte und mit dem schönen Text versehene pdf-Dokument durch ein neutrales Inhaltepapier ersetzt worden. Falls jemand Interesse hat, kann ich mich für ihn gerne in diesen peer-Dingern oder wikileaks umschauen, ob man da fündig wird.

15. Februar 2011

sonnenbadende Akademiker aufnehmen



Claus Christian Malzahn, beim Spiegel Praktikant gelernt und dann zur Welt exportiert, fast es nur anders zusammen.

Nichts anderes hatte ich eigentlich heute Vormittag gemeint, als ich auch vehement dafür plädierte, die auf ihren Jachten im Mittelmeer sonnenbadenden Akademiker bei uns aufzunehmen, äh die die teure und gefährliche Passage auf einer Nussschale (Malzahn) auf sich nehmen. Ich finde ja Nußschale weitaus schöner geschrieben. Das kann man wenigstens lesen. Aber was soll's. Weiter im Text.

Jeder dritte Arbeitslose in Tunesien ist Umfragen zufolge Akademiker. Es wäre für beide Seiten hilfreich, wenn sich die EU die Frage stellt, welche tunesischen Akademiker wir auf welchen Arbeitsmärkten brauchen könnten.

Genau, welche tunesischen Akademiker können wir eigentlich hier gebrauchen? Das ist die Frage, Herr Malzahn.

Käßmann schmollt und verweigert Preis für Alkoholfahrt

Nachdem einige wenige deutsche Krawall-Medien die mutige Alkoholfahrt der Bischöfin Käßmann als wenig couragiert gebrandmarkt hatten, zog die Dozentin für Sozialethik nun die Reißleine.

In einigen Medien werde der Preis ... mit ... der Alkoholfahrt in Verbindung gebracht, begründete Käßmann ihre Entscheidung. Das ... lasse ihr ... keine andere Möglichkeit, als den Preis abzulehnen.



Na seht ihr? Geht doch. Käßmann verweigert Alkoholpreis, äh Preis für Fahren im Suff.

aktuelle Unwetterwarnung

Der Deutsche Wetterdienst /DWD) warnt vor extremen Regenfällen und Überschwemmungen in Deutschland.

Sintflutartiger Regen und Überschwemmungen werden den Deutschen ab 2040 das Leben schwer machen.

"Insbesondere in küstennahen Gebieten könnte sich deren Anzahl, verglichen mit dem Zeitraum 1960 bis 2000, sogar verdoppeln“, sagte DWD-Vizepräsident Paul Becker.

Coca Cola ohne Kokain

Das US-amerikanische Getränk enthält seit 1903 kein Kokain mehr.
(RIA Nowosti)

Na, dann kann ich ja wieder aufhören, diesen Zuckersaft zu trinken. Hilft eh nicht.

auf Gruseltrip zur Islamschanze

Sowohl BILD als auch der Spiegel kommen nicht umhin, uns auf ihrer Gruseltour durch die Niederungen des Islam auf halben Wege abzuholen und ganz hinzubringen. Titelt BILD noch ganz mutig

HIER verschanzt sich Mubarak

um uns dann im Stile des Wolfsschanzenjournalismus die Sicherheitsvorkehrungen für des Diktatoren Abnippelns zu erklären, darf sich der Schreibstift des Spiegel, Herr Gebauer (36), bei dem ausgesprochen hassenswerten Witterungsbedingungen hierzulande einen vom Spiegel bezahlten todesmutigen Trip gönnen und den Kollegen von BILD hinterher stapfen und heimlich aufschreiben, was die sich ins Notizbuch diktieren..

Zweieinhalb dicht gefüllte Seiten an Banalitäten hat er nach Hamburg kabeln können, die unterm Strich nur eines ergeben:

Bestätigen lässt sich keines dieser Gerüchte im Umfeld des Anwesens des Ex-Präsidenten.

Leider wird uns vom Nachwuchsautoren des Stürmerjournalismus nicht offenbart, welche Gerüchte er verifizieren und möglicherweise für bare Münze nehmen wollte.

Wer da nun von wem abgeschrieben hat, weiß ich nicht. Möglicherweise haben sie sich auch abgesprochen.

Gebauer schreibt um 15:29 Uhr liebevoll zärtlich:

Sicher ist wohl nur eins: Der "Pharao"... ist... verdammt einsam.

Sein Kollege Julian Reichelt formuliert hingegen um 15:57 Uhr:

In dieser Scheinwelt... harrt Mubarak angeblich aus. ...sehr allein.

Mithin haben wir es unterm Strich um ein Wettrennen der Trottoirmedien zu tun, das uns nichts erklärt, ihnen aber bare Münze bringt, wenn sie das erste Foto des "verdammt einsamen" Ex-Präsidenten* (Spiegel) in die heimische Redaktion funken können.

Meine Hochachtung all jenen, die jetzt mutig und entschlossen auf den Pfaden der Diktatur entlang schleichen.
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* Das Wort Diktator vermeidet der Spiegel-Autor. Stattdessen war es ein Despot. Klingt ja auch nicht schlecht.

zum Schießen reicht's immer

07:26|BUNDESWEHRREFORM
Schulabbrecher sollen Soldaten werden


Strohdoof in den Krieg,

das ist doch auch eine Schlagzeile, die sich zu merken lohnt.

Oder

Deutschland wird nur von Dummen verteidigt.

morgens 8 Uhr beim Arzt in Deutschland

Bekomme ich gestern einen Anruf, ich solle schon mal heute gleich um 8 beim Doktor aufschlagen, die ersten Befunde seien da und die Verabreichung einer Pillensammlung erscheine ratsam, aber das sage mir der Doktor dann persönlich.

Hab ich mir einen Wecker im Haus geborgt, damit ich auch pünktlich vor der Praxis erscheine. War ich um 5 vor 8 da und die Nummer 12. Um 8 Uhr geht die Tür auf, da hatte sich die Demo im Wartezimmer ruckzuck auf 20 Personen vergrößert.

Um 9 Uhr war ich wieder draußen. Ohne Pillen. Da nur ein starkes Antibiotikum den Bakterien den Garaus machen kann oder aber die Zeit, haben wir uns im gegenseitigen Einvernehmen auf die Zeit geeinigt. Das Mittel der Wahl wird von vielen nicht vertragen und von mir, der seit 5 Jahren zum ersten Mal wieder beim Arzt war und kein Pillenschlucker ist, erst recht nicht.

Dann muß es die Natur richten.

Armes Deutschland, wo ein Arzt bereits um 8 in der Früh von 20 Totkranken belagert wird.

Facharbeiter gegen frühen Wintereinbruch

Wie die Welt aktuell zu berichten weiß, soll die Aufschwungbremse "früher Wintereinruch" (Welt) durch den Zuzug an hochqualifizierten Facharbeitern und Wissenschaftlern bekämpft werden.

Politiker von Grünen und SPD haben sich für die Aufnahme der Flüchtlinge ausgesprochen, die versuchen, über Italien in die EU zu gelangen...

Früher Wintereinbruch bremst den Aufschwung


Der Trend bleibt positiv, heißt es zusammenfassend in der Welt.

14. Februar 2011

Schäuble ist faul und bequem

13. Februar 2011

Alli schrieb vor einer Stunde

Das habt ihr aber diplomatisch ausgedrückt. Die BILD ist doch sonst nicht so zurückhaltend ;-) Mensch - der gute Udo war hackedicht - das war doch wirklich nicht zu übersehen und zu überhören ! Die Zeit in der Alkohol für ihn tabu ist offenbar schon länger vorbei ;-)

Soso. Da hat Udo Lindenberg seinen Auftritt bei "Wetten dass?" als Komasäufer über die Bühne gebracht und BILD hat nichts bemerkt?

Udo Lindenberg - was rauscht mir mein Blut

Welche Rolle spielt der Alkohol bei dir?

Früher hatte ich Lampenfieber, da habe ich mir erst mal ein Beruhigungsbier reingezischt. Und dann bin ich auf die Bühne mit einem Doppelkorn im Kopf. Und dann nach dem Konzert natürlich hoch die Tassen und Party. Und Komasaufen war auch. Und jetzt sage ich, Komasaufen besser nicht. Auch nicht trinken, um sich zuzuziehen. Sondern um sich zu öffnen. Der gezielte Einsatz von Rauscholin, in welcher Form auch immer. Auch für die Kunst. Darüber habe ich jetzt das Lied gemacht "Das nasse Gold". Es gab ja gigantische Kollegen - von Goethe über Mozart und Bukowski bis hin zu Freud - die hätten ja viele Erfindungen gar nicht gemacht, viele Symphonien gar nicht geschrieben und wären an die speziellen Weisheiten gar nicht rangelangt, wenn Sie nicht die Wissenschaft des Wirkstoffs studiert hätten.

Ich war ja beinahe auch schon mal überm Jordan, hatte auch mal zu kräftig gegurgelt mit Absinth. Und das wurde auch riskant. Aber ich habe dann später gesagt, das war ein Konditionstest. Mal gucken, was man alles so abkann. Ich habe 4,7 Promille auch schon mal überlebt. Aber das ist zur Nachahmung echt nicht empfohlen. Aufpassen muss man schon, und jetzt passe ich auf. Ich mache auch wieder mehr Sport und nehme es genauer mit der Ernährung.

im Spiegel der Diktatur

Bange Frage des Sturmschreibers der Demokratie, die in diesem Blog bereits hinreichend beantwortet wurde und damit keiner weiteren Diskussion bedarf. Herrn Gebauer (36), der extra nach Kairo ausgereist wurde, ist entgangen, daß das Militär die Macht bereits ergiffen hat. Er schreibt also wieder mal grandiosen Nonsens auf.

Ägypten ist eine Militärdiktatur.

so ist nunmal die Zeit

Kairo kehrt zurück zur Normalität

Nach 18 Tagen Ausnahmezustand braust wieder der Verkehr um den Tahrir-Platz..., während das Militär die Verfassung außer Kraft setzt.


Aha, Militärdiktatur ist in Kairo Normalität. Gut, zu wissen.

Militärputsch in Ägypten jetzt amtlich bekannt gegeben

stern

Ägyptens Militär löst Parlament auf und setzt Verfassung aus

teilte die Armeespitze in einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung mit.


Die Militärjunta in Ägypten macht halt das, was immer als erstes gemacht wird, wenn das Militär die Macht übernimmt.

wenn ein Diktator neidisch ist

30 Jahre lang diktierte Gottschalk der Nation, wie sie sich des Samstags Abend zu unterhalten habe. 30 lange Jahre mußte das deutsche Teilvolk, das die Fernbedienung nicht zu bedienen weiß, die Melange aus Langatmigkeit, Langeweile und Schleichwerbung ertragen, ehe der Diktator der Samstagabendunterhaltung auf Grund äußerer Umstände zum Rücktritt gezwungen wurde.



Ausgerechnet heute feiern wir unser 30jähriges Jubiläum. Obwohl es mich persönlich schon ein bißchen ärgert, daß Mubarak mich knapp geschlagen hat.

Ja, so ist das, wenn Diktatoren neidisch sind, auch wenn Gottschalk sich ganz dem Stil Mubaraks verpflichtet fühlt.

Er werde, so Gottschalk, seine Amtsgeschäfte noch bis zur Wahl eines Neuen im Sommer wahrnehmen. Das klingt wie die letzten Worte vom "Mann großer Weisheit mit einem festen Blick für die Zukunft" (Westerwelle) und "guten Mann" (McCain), der seiner präsidialen Verantwortung bis zu den Wahlen nachkommen wollte. Aus diesem Vorhaben wurde jedoch nichts. Ein Militärputsch beendete die präsidialen Ambitionen keine 24 Stunden nach Mubaraks Erklärung.