16. Juni 2011

Roger Waters - The Wall live in Berlin - warmup

Der Meister des Krieges, Bob Dylan, folgte der Mutter John Lennons. Aber nur in der Vorstellung.

Das warmup war schon mal nach meinem Geschmack.

Mother
Masters of War
Imagine

Blutmond - live in Berlin

Der rot-roteschlüpferrosane Senat in Berlin hat weder Kosten noch Mühen gescheut, um den Fans von blutrünstiger Mondfinsternis, Weltuntergang und apokalyptischer Verschwörungsmythen ein Spektakel besonderer Güte zu bieten. Wegen des wolkenverhangenen Nachthimmels wurde das Ereignis (Salzburger Nachrichten) kurzerhand in den Saal verlegt. Unter dem tosenden Beifall der zahlreich erschienen Mondsüchtigen wurde der Blutmond (Qualitätsmedien) live und auf großer Showbühne dargeboten.

15. Juni 2011

fremde Regierungen je nach Geschmack - Teil 3

sueddeutsche

Westerwelles Afrikapolitik

Bundeskabinett erkennt Südsudan an

Deutschland will den Südsudan als unabhängigen Staat anerkennen. Das hat das Bundeskabinett beschlossen.

Die Bevölkerung im Südsudan hatte sich im Januar in einem Referendum für die Abspaltung ausgesprochen.


Teil 2
Teil 1

die Story von Claudia und Jörg

Das macht den Unterschied, den wesentlichen sogar. Die Zeit hat das Interview mit Kachelmann für lau auf ihrem Internetserver deponiert, die Bunte will Knete für die Ausführungen von Frau Dinkel haben. Meinung für Geld? Könnt ihr vergessen.

Da hilft auch nicht, daß ihr die Dame zum barbiemäßigen Aufbrezeln in den Photoshop geschickt habt.

Zumindest wissen wir es dank der Bunten nun genau. Der Prozeß hat ihr Leben zum Albtraum gemacht. Nicht Kachelmann!

Maxl in concert

Maxl hat es sich an seinem Lieblingsplatz bequem gemacht, um einem besonderen Konzert in der Rasierloge zu lauschen. Ein tibetanischer Glockenmönch bezirzt den Wellensittich mit bezaubernden Weisen, und Maxl trällert text- und melodiesicher mit, so begeistert ist er von der Performance.

Leider ist das Problem immer noch nicht gelöst, wie man die anschließende Sololeistung von Maxl gebührend abfilmt, denn mittlerweile haut er selber den Klöppel und hat seinen Spaß am Musizieren gefunden. Nur ist das Ungetüm von Filmapparat ein absoluter Spielverderber, im wahrsten Sinne des Wortes. Ergo fällt die Solovorstellung bei nervendem Filmapparat aus. Noch. mal sehen, wie lange ich brauche, um ihn dran zu gewöhnen.

Talkshow (Gesprächsrunde)

Friedhof der Nuscheltiere.

14. Juni 2011

fremde Regierungen je nach Geschmack - Fortsetzung

Zeit Online

Westerwelle warnt Palästinenser vor einseitiger Staatsausrufung

Außenamtspolitik nach dem Motto "Wie es euch gefällt". Die libyschen Demokraten in ihrem zukünften Rechtsstaat kämpfen die deutschen Ölquellen frei und vertreiben die Chinesen.

Was haben eigentlich die Palästinenser außer den mittlerweile bunten Palitüchern so zu bieten? Daß die Palästinenser nicht die legitimen Vertreter der Palästinenser sind, das wurde von Westerwelle ja deutlich gemacht.

isharegossip - Medienempörung um eine Ente

Kaum sind Gurken, Tomaten und Blattsalat wieder erlaubt, geht es in die nächste Runde nationaler Empörung. Pfingsten ist vorbei und die Praktikanten hatten genügend Zeit, an den Sprossenwänden ihrer örtlichen Turnvereine neue Kraft zu tanken, denn noch sind Sprossenwände nicht verboten.

Exemplarisch habe ich den abgeschrieben Jubelschriftsatz der Sueddeutschen aufgeschlagen, der alle wesentlichen Informationen enthält, um binnen 5 Sekunden (!) eine gigantische Medienente zu entlarven.

Der anonyme Dummschreiber in der Sueddeutschen behauptet abgeschriebenermaßen:

Hacker haben offenbar die umstrittene Mobbingseite "Isharegossip" geknackt...
Auf einer Ausweichseite der Betreiber ist zu lesen...


Ergo Tastatur angeworfen und isharegossip.com aufgerufen. Firefox stellt die Seite dar, chrome verhindert einen redirect.

Quelltext angeschaut.



Oha, da wurde mitnichten etwas gehackt oder gekapert. Die haben schlichtweg die domain beim Registrar umgebogen, einschließlich der mx-records (Email-Dienste) und einen redirect veranlaßt, der die Seite zu einem schnöden Blog bei google führt, wie auch ich ihn betreibe.

http://23timespi.blogspot.com

Dort, also in einem Blog bei google, ist dann auch der schnöde Text zu finden, der mit Hacken nichts zu tun hat aber von den Medien bejubelt wird.



Nun waren es noch theoretisch 5 weitere Sekunden, um verschiedene isharegossip-Domains durchzuprobieren. Gleich die zweite hat angeschlagen. Das Zeitlimit von 5 Sekunden habe ich nicht mal im Ansatz ausgeschöpft.

http://isharegossiop.net (88.80.21.2, die IP-Adresse hat sich nicht geändert, es handelt sich also mitnichten um eine Ausweichseite, von denen die Pappnasen in den Medien schreiben, ohne zu schreiben, was eine Ausweichseite eigentlich ist.)

Dort werden wir geholfen.



Leider wurde unsere Domain iShareGossip.com gestohlen, der Server und iShareGossip.net ist davon allerdings nicht betroffen.
Bis wir näheres in Erfahrung bringen können, bleibt iShareGossip offline.
User haben definitv nichts zu befürchten, da wir keine IP Adressen speichern.
Weitere Informationen in Kürze.
Unsere temporäre Kontaktadresse: isgmail@bk.ru


Schaut man sich noch nach dem String "Redirection Services ASH01WRED02 H1" im Internet um, dann gibt es exakt zehn Treffer.

So, nun sind die anderen dran, ich muß wie Dirk Niebel erst mal ins Klärwerk, bei so viel Schlamm, den die Medien in meine Hütte gespült haben.
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update 17:45 Uhr

heise hat auch was zum Thema und die "Hacker" kontaktiert. Dort heißt es interessanterweise (!)

Die Hacker vermuten, dass die isharegossip.com-Betreiber vorgesorgt haben und ihre Verbindungen zu der Website nicht nachweisbar sein könnten.

Oho, aber steif und fest behaupten:

Mails, Zugangsdaten, Namen. Kennen wir.

ihr kotzt mich einfach nur an

Von wegen isharegossip wurde gehackt. Ihr seid einfach nur Spinner, ihr in den Qualitätsmedienhäusern.

Die Erklärung erfolgt im nächsten post.

als da wären:

13. Juni 2011

fremde Regierungen je nach Geschmack

Ja, so habe ich mir den deutschen Außenamtsdienst immer vorgestellt, so, wie er auch im richtigen Leben funktioniert. Fremde Regierungen werden je nach persönlichem Gefallen inthronisiert, legalisiert und finanziert, wie das außenpolitische Fachmagazin von hen/Reuters/AFP abschreibt.

SPIEGEL ONLINE 13. Juni 2011, 18:58 Uhr
Westerwelle-Besuch in Bengasi

Deutschland erkennt libyschen Rebellenrat an

Deutschland hat den Übergangsrat der Rebellen offiziell als Vertretung des Volkes anerkannt. Machthaber Muammar al-Gaddafi habe "jede Legitimation" verloren, sagte Außenminister Westerwelle bei seinem Blitzbesuch in Bengasi.

Deutschland ist nach den Worten Westerwelles ein Freund und Partner der demokratischen Kräfte in Libyen. "Wir werden den Nationalen Übergangsrat beim Aufbau eines demokratischen und rechtsstaatlichen Libyens nach besten Kräften unterstützen." Er und Niebel sagten insgesamt bis zu acht Millionen Euro an weiteren Hilfen zu.


Fragen über Fragen, die von der Regierungszeitung Spiegel leider nicht gestellt werden.

Welche Legitimation hat eigentlich dieses libysche Teilvolk?
Wer sind eigentlich diese "demokratischen Kräfte in Libyen" (Westerwelle)?
Wer ist der Nationale Übergangsrat und wie ist er legitimiert?
Und was um Himmels willen soll eigentlich ein "demokratisches und rechtsstaatliches Libyen" (Westerwelle) sein oder werden außer einer Fieberphantasie?

Das einzig Verläßliche des nachrichtendienstlichen Abschriebs ist wohl die monetäre Information. Deutschland investiert weitere 8 Millionen Euro, um sich ein Vasallenregime nach persönlichem Gustus einzukaufen.

Ja, genau so habe ich mir die deutsche Expansionspolitik immer vorgestellt. Jetzt fehlen nur noch die Jubellibyer, damit die Sache rund ist. Äh, ich meinte natürlich die Jubilierer. Und die passende Losung zum 1. Mai.

Unser Gruß den demokratischen Kräften Libyens beim Aufbau ihres Rechtsstaates!

Am besten faßt es wohl die Zeit zusammen, die einen zum Spiegel in weiten Teilen wortidentischen Abschrieb anbietet.

Am Dienstag will Westerwelle in Jerusalem und Ramallah Gespräche mit israelischen und palästinensischen Regierungsvertretern führen. Niebel will ... im Gaza-Streifen ... ein Klärwerk besuchen.

auf der Flucht: Maxl vor dem iPod

"Ich komme in friedlicher Absicht" heißt bei Maxl genau das, was es auch bei uns Menschen heißt. Man(n) kommt mit offenen Armen, freundlich, nicht vermummt und ohne Waffen. Ohne Hintergedanken selbstverständlich auch. Es gibt eine Ausnahme, ein Blumenstrauß in Form frisch gezupfter Grashalme ist erlaubt. Der zählt nicht als Waffe, sondern wird freudig erregt betschilpt.

Das weiß ich schon lange, unternehme jedoch hin- und wieder einen kleinen Versuch, auf Nahdistanz an ihn heranzukommen. Fast immer geht das gründlich schief, egal ob mit langer schwarzer Tüte auf der Spiegelreflex oder mit Plastiklinse von Apple. Beides sind saugefährliche Waffen, die man bekämpft oder vor denen man als ordentlicher Wellensittich flüchtet.

Da wollte ich mal das Beisichsein und die Wonne abfilmen, mit der Maxl sein Gras futtert, doch nixda ging. Mir wird nichts anderes übrig bleiben, als das große Besteck in Form von Stativ, Kamera und viel Zeit aufzufahren, um das irgendwie abbilden zu können. Den iPod in meiner Hand faßte er zurecht als Angriff auf seine persönliche Identität und Unverpixelung auf. Er hat wohl geahnt, daß ich das ins Netz stellen will, um ihn der Lächerlichkeit preiszugeben. Nun ist er auf der Flucht und schmäht das Gras. Aber nur solange ich den iPod in der Hand halte. Ist der weg, ist auch das Gras wieder interessant. Im Video leider nicht zu sehen.

Kachelmann - das Original

Das vor Pfingsten von den Autoren phantastischer Alltagsliteratur deutscher Qualitätsmedien besprochene Interview bei der Zeit ist nun online. Mein Drucker hat es zu 9 DIN-A4-Seiten aufgebläht.

Wer deutsch im Original lesen kann, ist klar im Vorteil und bedarf keiner vorab veröffentlichten Zweitmeinung.

spiegel:

Er ist extrem zynisch. Manchmal sogar ein wenig pampig, aber stets sehr bestimmt.

stern:

Er spricht über seine abenteuerliche Flucht, seinen Hass auf Polizei und Justiz und seinen privaten Rachefeldzug.

focus:

kündigt er nun in der „Zeit“ einen umfassenden juristischen Gegenschlag an

die EHEC-Pestcholera - eine Bilanz

Jan Fleischhauer auf Augenhöhe mit den Bedrohungen unserer Zeit, deswegen auch verlinkt.

Die Bilanz bislang: drei tote Arbeiter in Fukushima, 35 Opfer nach dem Outbreak in der norddeutschen Tiefebene. Was die Tödlichkeit angeht, steht es derzeit nicht gut für die Ökoindustrie, aber so darf man natürlich nicht rechnen. Die Toten der Atomwirtschaft zählen immer zwanzigfach, damit liegt sie noch vorn.

Apropos Polkappen. Lange nichts mehr davon gehört. Irgendwie scheint der Klimawandel an Bedrohung verloren zu haben.

Sehr geehrte BLIND-Redakteure

Hättet ihr die Seite des Haussenders der Formel 1, RTL, in Augenschein genommen, dann würdet ihr wissen, daß die Distanz des Rennens für Vettel entschieden zu lang war. Es fehlten nicht zwei Kilometer, wie ihr in BILD behauptet, sondern es waren 2 Kilometer zu viel. Mithin, die Renndistanz war für Vettel eine Nummer zu groß. Wäre die Streckenlänge um 2 km gekürzt worden, dann hätte er möglicherweise Chancen auf den Sieg gehabt.

Das ist einer der Gründe, warum ich Individual-Radler bin und nicht im Rudel irgendwelche Distanzrennen veranstalte. Ich nehme mir nie eine Strecke vor, die ich schaffen muß, sondern fahre so weit, wie ich es schaffe. Wenn es mal 2 km weniger sind, bin ich als erster zu Hause. Bei 2 km mehr auch.

langer Rede kurzer Sinn

steinzeitmarxist verfertigt an (Westschreibe) Pfingsten einen etwas zu lang geratenen Schriftsatz über die Teilung der Linken, dessem Fazit ich ohne wenn und aber zustimmen muß.

...wenn eins die deutsche „Linke“ noch heißer macht, als die finanziellen Verhältnisse anderer Leute, dann ihre eigene Kohle.

Ich habe noch keinen einzigen z.B. linken Abgeordneten vernommen, der ehrlichen Herzens zugegeben hat, er lasse sich wählen, weil er damit die Chance erhält, seinen Lebensunterhalt ausbezahlt zu bekommen. Von verdienen will ich an der Stelle mal nicht schreiben. Mittlere und rechte Abgeordnete äußern so etwas übrigens auch nicht, zumindest nicht öffentlich. Das nur nebenbei.

Aber darum geht es in o.g. Analyse überhaupt nicht, die dreht sich um kommunistische Zellen und deren Teilung.

Rösler Professionalität - zeitlos schön



Karikatur: Die Zeit - nach einer Idee von dpa u.a.

Die Lebenden und die Toten - Zahlen des Grauens

Schockschwerenot. Waren es gestern des Abends gerade mal an die 650 Treffer, die google ob der sensationellen Entdeckung des Elends im Paradies auflistete, so daß anzunehmen ist, bei jenen handelt es sich um den Pool deutscher Qualitätsmedien, die verpflichtet sind, die neuesten Entdeckungen der dpa regierungsamtlich zu verbreiten, ohne sie zu verarbeiten, stieg diese Zahl bei meinem letzten Kontrollgang durchs Internet des späten Abends auf 11.500 an, um über Nacht bei mittlerweile 16.500 Volltreffern gelandet zu sein.

Dann muß etwas dran sein, wenn so viele drüber berichten. Zumindest ist es ein schwerer Rückschlag für all jene, die uns bereits heute das Paradies auf Erden offerieren. Wenn uns das irdische Elend auch in den Garten der Lüste folgt, es dort kein bißchen anders ist, als hienieden, dann ist es kaum erstrebenswert, dortselbst sein zweites Dasein zu fristen.

Der Titel des posts erinnert mich an eine Episode aus meiner Jugendzeit. Meine Eltern hatten Westbesuch, gestatteter Weise oder verboten, je nach Sicht des zuständigen Mitarbeiters beim Organ. Jener Herr hatte nichts besseres zu tun, als in den wenigen Minuten der Anwesenheit in der Wohnung die berühmte Trilogie von Konstantin Simonow zu verschlingen, für mich verständlich, da ich zumindest so viel über ihn wußte, daß er im WK2 im Strafbattaillon 999 auf Kreta im Einsatz war. Da war eine andere Sicht auf die Dinge, eine romanhafte, durchaus willkommen.

Davon abgesehen war "Die Lebenden und die Toten" nebst den beiden Folgeromanen starke Bücher.

update 13:30 Uhr

Momentan sind es Ungefähr 14.500 Ergebnisse (0,12 Sekunden).

Wobei, selbst google ist sich da mit sich selbst nicht einig.

http://www.google.com/search?q="Viele+EHEC-Tote+werden+nicht+mehr+ganz+gesund"

liefert 768 Treffer

http://www.google.de/search?q="Viele+EHEC-Tote+werden+nicht+mehr+ganz+gesund"

liefert 533 Treffer

suche

liefert die 14.500.

12. Juni 2011

wer zu spät kommt

Wenn ich zu spät komme, bestraft mich Maxl mit einem Kurzreferat, in dem er seinen Unmut und seine leichte Erzürntheit zum Ausdruck bringt. Das geht dann ungefähr so.

Ich komme zu einer Zeit, in der andere Leute längst ihr Mittagessen vertilgt haben und das wohlverdiente Nickerchen abhalten. So auch Maxl. Wie gewohnt, steckte er erst mal sein Köpchen hinter dem Glöckchen hervor um die Lage zu eruieren, wer da also die heilige Siesta stören wolle. Als er jedoch den grünen Blumenstrauß sieht, macht er seine Reck- und Streckübungen in Rekordzeit, schnell und flüchtig, um auf den höchsten Punkt seines kleinen Bäumchen zu fliegen und zu einer rede anzuheben. Das waren eine paar kräftig laute Tschilper und eine sehr ernster Blick in Richtung meiner Wenigkeit. Wie zur Bekräftigung des von ihm verfolgten Anliegens hopst er zappelig auf den Ästen herum, um sich flugs an jene Position zu begeben, an der eigentlich sein Gras aus dem Drahtkäfig wachsen müßte. Er hat virtuell bereits vorweggenommen, was in der Praxis erst später passieren wird. Seine Rede soll wohl ungefähr so lauten.

Also Kumpel, das wird ja wohl höchste Zeit, daß du mit meinem Mittag kommst. Servier mir das mal bitte gleich, statt sich nach dem Befinden von meinem Frauchen zu erkundigen, sonst randalier ich hier weiter rum und beschimpfe dich aufs lautstärkste. Ich versprech dir auch, ganz ruhig zu sein, wenn ich das Gras wachsen höre.

Blieb mir also nichts anderes übrig, als flugs das Bündel Gras am Käfig zu befestigen, diesmal unter den wachsamen Augen von Maxl, der sich von der eingenommen Startposition nicht mehr weg bewegt hatte und jede Angst sausen ließ. Frisches Gras ist wichtiger als eingefangen werden.

Versprochen ist versprochen. Auch bei Maxl. Er war dann ganz bei sich und die Ruhe in Person während er Halm für Halm nach den kleinen Wunderkörnern bearbeitete. Da könnte man ihn meines Wissen klauen, das würde er gar nicht merken.

Außerdem ist heute noch was wichtiges passiert, was ich kaum für möglich gehalten hätte. Unterschreite ich an seinem Glöckchen die Fluchtdistanz, was ich darf, hockt er sich für gewöhnlich beiseite, damit ich es verunstalten und eine Melodei intonieren kann, derer andächtig lauscht. Dem war heute nicht so, ich konnte bis auf 10 cm ran und ihm dabei zuschauen, wie er das Bimmelding beackerte. Da hätte ich eine Filmkamera gebrauchen können, um ihn mal von richtig nahe abzulichten. Wird wohl mein nächstes Gewöhnungstraining werden.

copy und paste zwischen Diesseits und Jenseits



Zurück von einer Radeltour entdecke ich erschröckliches. Das Blog für modernistische medizinische Forschung hat einen neuerlichen Skandal um das EHEC-Mysterium aufgedeckt. Nicht nur, daß es den damit Infizierten schlecht geht, unterm Strich ist alles noch viel schlimmer. Wie im richtigen Leben hat de Methode copy und paste nun auch den Übersprung vom Diesseits ins Jenseits geschafft.

"Viele EHEC-Tote werden nicht mehr ganz gesund", titelte die Welt, und locker mal an die 650 äfften es nach. Nun, soweit, so bekannt, daß das Internet nur abgeschrieben ist, bzw. wie es ein Programmierer mal sagte, geben sie mir genügend Rechenpower und ich komprimiere das ganze Internet in ein einziges Bit. Nur die Tabellen für die Dekompression, die werden ganz schön groß sein.

Bisher dachte ich, die EHEC-Toten hätten das Schlimmste hinter sich. Die neuesten Laborergebnisse besagen was anders. Das Schreckliche am Leben ist nunmehr nicht, daß alle voneinander abschreiben, sondern daß das Elend des Lebens vermittels des EHEC-Mysteriums nun auch auf das Paradies übergesprungen ist. Da kann ich für mich nur hoffen, daß in der Hölle noch ein Platz frei ist, wenn ich da anklopfe.

O104:H4

Der Ehec-Erreger auf den untersuchten Sprossen eines Hofes in Bienenbüttel gehört zum aggressiven Typ O104:H4.

Danke, liebe dpa (Die Zeit), daß ihr mir dies in eurer Rubrik "Wissen" vermittelt. Auf diese Erkenntnis habe ich lange warten müssen und sie nun endlich, dank eures uneigennützigen Aufklärungsdrangs, in meinen universellen Wissensschatz einsortieren können.

Also, vielen Dank noch einmal, daß ihr mich um einiges schlauer gemacht habt. Ich bin euch zu unendlich großem Dank verpflichtet. Danke.