3. Januar 2019

Knusperbrot und Mojo




Das ist die Leckerei, die mir auf dem Ausflug zum Punte de Teno vorenthalten wurde, da ich mit Rennsemmeln a la kleiner Muck unterwegs war. Das Glas ist nach so einer Wanderung de facto ausgeleckt, so gut schmeckt das Zeugs. Zu sehen ist auch die Chorizo in einer typischen Version, eine der besten Salamis der Welt. Nehme ich an.
Viele Kanarier haben ihr eigenes Rezept mit besonderen Zutaten.
Ja.
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Die Fotos sind Ausschnitte der relevanten Gesamtszene, die für das Thema des heutigen Posts nichts zur Sache tut.

2. Januar 2019

Mutti und ihr Eis



Lockpicking Lawyer
No man should ever get between his wife and her icecream.

schöner Jahresanfang

Das war doch mal eine passable Idee, die mir ausgangs des letzten Jahres beim Durchdenken des Wetterberichtes in den Sinn kam. Wenn das stimmt, was die behaupten, dann müßte der erste Januar zu einem Ausflug in die Therme gereichen, denn es war Wärme angesagt, so um die 8 Grad, und darüber hinaus Sonne.

ergo bin ich am letzten Tag des Jahres früh zu Bett, um zu irgendeiner christlichen Zeit aufzuwachen und mit gepacktem rucksack vondannen zu ziehen. Das mit dem pünktlich zu Bett gehen hat super geklappt. Das mit dem christlichen Erwecken nicht. Es wurde reichlich spät. War aber egal, da es eh erst mal heftig schiffte. Nach dem Vertröpfeln der letzten Tropfen machte ich mich dann doch zum Abenteuer Schienenstrang auf den Weg.

Beim Rückweg hat die Bahn dann gleich am ersten Tag des Jahres gezeigt, was für ein schrottreifer Verein sie ist. Die Eisenbahn fährt später los, die S-Bahn wegen eines Notarzt-einsatzes unregelmäßig. Wo, auf welchem Streckenabschnitt, mit welcher Umfahrungsmöglichkeit, all das bleibt strenges Betriebsgeheimnis.

Unterm Strich ist das aber alles wurscht, da mir dieser Tag gezeigt hat, daß gnadenlose Faulenzerei ein höchst passabler Lebensstil ist, erst recht, wenn man dazu nichts zu tun muß außer sich vom Thermalwasser den Lebsnsaft aus den morschen Knochen saugen zu lassen. Jetzt ist keine Energie mehr drin im Gestänge. Dafür fühlt sich das gut an. Ergo wird dieser Lebensart weiter gefrönt. Es lohnt nicht, sich für Merkel und Konsorten den Arsch aufzureißen.

1. Januar 2019

Neujahrsvorsatz

zu Beginn von Staffel 2, Folge 25 meint Ekel Alfred Tetzlaff
Ruhe, ihr Fehlgeburten.
Kann man in diesem Jahr gut gebrauchen, wenn Grüne wieder mal sinnfreies Zeugs in die Umwelt güllen. Oder andere.

Z.B. die Verbrechernaturen in deutschen Amtsstuben, die sich als Fleisch­werdung des Strafgesetzbuches dünken. Sie wären die Zierde jeder KZ-Verwaltung gewesen. KZs gibt es keine mehr, also schurigeln sie die ihnen anvertrauten Häftlinge, unmündigen Bürger und Aufmüpfigen eben Kraft der ihnen verliehenen Amtstubenweihe.

Mögen solche Arschgeigen ein elendes und höchst qualvolles Dahin­siechen im Aktenstaub beschert sein.

die Surfer und die Barfußschuhe



Sollbruchstelle Kleberand. Das Thema Kleben ist ja in der Ingenieurs­kunst seit einem halben Jahrhundert durch. Wesentlich Neues kam da kaum noch. Man kann alles mit allem verbinden, und das auch noch so, daß es wenigstens 100 Jahre hält. Dann verschiebt sich eben die Soll­bruchstelle dahin, wo keine Klebebindung mehr existiert. So geschehen bei den Skinners. Der verwendete Patch war für meine Gangart viel zu hart, klein und unflexibel, denn genau an der Stelle rollt der Vorderfuß ab.

Surfer tragen ja fast den ganzen Tag selber Barfußsschuhe. Ungefähr jedenfalls, denn mit irgendwelchen stehen sie ja immer auf dem Brett.

Sie haben sich allerdings über meine Treter kaum eingekriegt, denn das war ihnen dann doch zu extrem, mit was für Schuhwerk ich da die Lavagesteinswüste langgeknattert bin. Sie nannten sie Gummischuhe, woran was dran ist, denn desterwegen gab es ja auch den Tip, es wie die Olsenbande zu tun und die Schuhe mit Fahrradflickzeug für noch eine Saison aufzupeppen. Egon und Freundeskreis haben es mir ihrem Taucheranzug ja auch getan.



Das aber war nicht deren Sorge, sondern wie man mit solchen Schuhen überhaupt von früh bis spät in der Gegend rumhirschen kann.

Ich müsse doch eine Hornhaut wie ein Elefant haben, um da nichts mehr zu merken. Nö, habe ich nicht. Ich merke ja was.

Da merkt man doch jeden Stein, wenn man in dem Geröll rummacht. Genau das ist ja der zweck des Barfußlaufens mit solchem Schuhwerk.


Sie haben mich für meine Tapferkeit bewundert und gar nicht bemerkt, daß sie selber stundenlang mit solchen Schuhen über Wasser laufen. Der Abrieb der Gummisohlen war dementsprechend. Die leichten Drehungen auf dem Vorfuß, um eine stabile Position auf dem Brett zu gewährleisten, erzeugen genügend Abrieb, der auch sichtbar war.

Fahrradflickzeug als solches funktioniert dann doch nicht, weil die Flicken viel zu klein sind. Der Kleber funzte auch nicht. Da habe ich das Spiel umgedreht, den bewährten Sekundenkleber genommen und einen ausreichend großen Flicken aus einem Fahrradschlauch gepatcht. Die Skinners sind viel zu gut, als daß man sie schon wegschmeißt. Eine Saison müssen sie noch halten, denn anderthalb Jahre Haltbarkeit für Schuhe, die als Higtech beworben werden, ist dann doch unter aller Sau.



Die Sockwa sind ähnlich ramponiert. Da tut es mir nur Leid, daß ich mich nicht eingedeckt habe, denn es gibt kaum einen Schuh, der diesem Treter das Wasser reichen kann.

Allerdings ist bei den Sockwa die Grundsohle noch tiptop in Ordnung, kaum Abrieb. Die haben um die 250 Kilomter in härtester Lavawüstenei überstanden, wo die Korngröße von Staub über scharfkantige Kiesel, das ist der Standard, bis hin zu Wackersteinen reicht. Hinzu kommen noch etwa 100 Stadtkilometer auf Asphalt und Beton. Das ist ordentlich.



Im Foto sind die Fehler der Ingenieure deutlich zu erkennen. Sie haben keinerlei Überlegung darüber angestellt, wie man drei Schichten Material miteinander verbindet. Fürs Hallenturnen werden sie noch reichen, eine Saison noch machen. Ersatz kann man sich nur aus den USA von Sockwa selber ordern, denn in Europa dealt keiner mehr mit den Dingern.

31. Dezember 2018

vietnamesischer Straßenhändler und deutscher Gewerkschafter

Horst Lüning
Ein vietnamesischer Straßenhändler ist mir näher als ein deutscher Gewerkschafter.

Heimat Germania

Dröge: „Menschen brauchen eine Heimat“


Ich will mal ein Loblied auf die Germania anstimmen. Ich will jetzt nicht zwingend einen Relotius geben, aber meines Wissens war der Rückflug von Teneriffa der erste in meinem Leben, der auf die Minute pünktlich sowohl gestartet als auch gelandet ist, obwohl es am ende einen keinerlei Zeitverzug verursachenden Feuerwehreinsatz gab. Die Rettungssanitäter haben die leicht angeschlagene Person als erstes aus dem Flugzeug begleitet, eher der ganze Rest hinterherzuckelte.

Der Ingwershot (100 ml) an Bord kostet schlappe 3 Euro, also doppelt so viel wie in ausgesuchten Filialen von Rewe. Das geht deutlich preiswerter. 200 ml 97%iger Ingwersaft aus der Drogerie 4,50 Euro, ein Liter Apfelsaft für 1,50 Euro. Das sind schon mal nur noch 50 Cent pro 100 Mililiter. Das füllt man aber sicher noch mit Wasser auf, um die Schärfe den persönlichen Geschmacksrichtlinien anzupassen.

Inzwischen habe ich eine zweite Variante ausprobiert, die genauso tauglich ist. Frische Ingwerwurzeln aus dem Kaufmannsladen der Wahl, davon mehrere hundert Gramm. Das alles in einen Hochleistungsmixer zu Mus verarbeiten, in Gläser abfüllen, die ins Frostfach dürfen. Eines der Gläser normal in den Kühlschrank, das man Stück für Stück vertilgt. Für einen Bottich Tee der Größe Kumpelbetrüger reicht dann ein gehäufter Teelöffel Ingwermus. Zu Ingwer gehört immer Knoblauch, heißt es, da der die Wirkung verstärkt. Knoblauchtee ist etwas gewöhnungsbedürftig, läßt sich aber trinken.

Im Grunde reicht das auch, denn man benötigt für gewöhnlich nur einen einzigen Entzündungshemmer, so wie man ja auch nur ein Schmerz­mittel benötigt, statt derer drei oder sieben. Also müssen Pfeffer, Meerrettich usw. nicht, sondern können. Mit drin sein.

Für mich ist ja nur wichtig, das die Nasennebenhölen frei sind. Mit Ingwer als Familienpackung sind sie das. Ergo brauche ich auch nicht mehr, da das Ziel erreicht ist.

Das, was an der Germania jedoch am verblüffendsten war, ist der an Bord gebotene Service. Es wurde dreimal eingeschenkt und einmal Essen ausgeteilt. Gumminudeln mit Pappkäse oder umgekehrt, aber immerhin.

30. Dezember 2018

von Drogen loskommen



Ich schon, Herr Wendt. Andere offenbar nicht.

Konstantin Wecker: Nationalisten und Patrioten sind Idioten
Michael Hinz / 26.12.2018

“All diesen alten Erzählungen ist eins gemeinsam, nämlich die nirgends infrage gestellte Bedingung, dass jemand zahlen muss, wenn er über seine Grenze hinauskommen will.” Dem können wir jetzt eine neue Erzählung hinzufügen, nämlich daß niemand zahlen muß, der über unsere Grenze hereinkommt. Mitausnahme derer, die die gewählt (oder auch nicht gewählt) haben, die sie hineingelassen haben.

ich lese keine FAZ


... es gibt nach wie vor Qualitätszeitungen wie die FAZ oder die NZZ. *
Norbert Bolz
Ab und zu verlinkt jemand einen Artikel auf der Internetseite der FAZ, der angeblich äußerst lesenswert und wichtig für das Verständnis der Weltenläufte sei. Zweiteres ist anzuzweifeln, denn davon hätte ich gehört.

Da ich ohne Javascript surfe, also Noscript installiert habe, verweigert mir die FAZ die Anzeige des Seiteninhaltes und labert mich stattdessen mit diesem Spruch voll.
Warum sehe ich FAZ.NET nicht?

Sie haben Javascript für Ihren Browser deaktiviert.
Aktivieren Sie Javascript jetzt, um unsere Artikel wieder lesen zu können.
Bla bla bla.

Die Ursache ist simpel. Über CSS-Eigenschaften wird die Anzeige des Seiteninhaltes unterbunden. Man kann das jedesmal händisch unterdrücken, indem man via Webinspektor das verursachende Tag abschaltet. Das wäre in unserem Fall display:none !important;. Dann wird die Seite problemlos angezeigt. Navigieren muß ich nicht, denn auf den Seiten der FAZ interessiert mich rein gar nichts.

Nun habe ich versucht, dieses eklige Problem der Webstörung mit Hilfe der userstyle.css zu lösen, bin aber gescheitert. Via reddit.com kam dann der Hinweis rein, daß die Erweiterung scriptsafe das Problem bereinigt, denn die kann HTML-Tags in Gänze filtern, also das Konstrukt unwirksam machen, indem es weggefiltert wird. Alternativ wäre ein Proxyfilter zu installieren oder via Ghostscript eine rewrite-Rule zu schreiben.

Bequem geht vor Vergeudung von Restlebenszeit. Ich habe Noscript runtergeworfen und auch für den Firefox scriptsafe installiert. Jetzt müssen zwar alle Seiten neu gepuzzlet werden, bis sie korrekt zur Anzeige kommen. Dafür kann ich in den Einstellungen anklicken, daß >noscript>weggefiltert wird. Et voila. Der eine Artikel der FAZ, auf den ich ab und zu raufklicke, wird nun angezeigt.

Leckt mich, ihr Loser.
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* Durch vergleichendes Lesen kann der geneigte Leser ganz alleine herausfinden, was in den sogenannten Qualitätsmedien grundsätzlich schief läuft.

29. Dezember 2018

Täter hinterlassen DNA am Tatort?



Und nur die BILD schlagzeilt, daß der Mörder wegen eines DNA-Treffers identifiziert und festgenommen werden konnte.

Wieso hat man man diese einfache Methode kriminalpolizeilicher Ermittlungen nicht auch im Fall der ermordeten Uwes angewandt? DNA-Pröbchen wurden zuhauf genommen und eingetütet. Gerlach-Sippe mit Kindern wurde nicht weiter verfolgt, die Emingers ebenfalls nicht.

Dabei sollte das DNA-Profil der Mörders, oder derer zwei, doch in dem Gesamtmaterial angefallen sein.

Ach, die Aufklärung als Doppelmord paßt nicht in die politische Land­schaft, weil denn der Krampf gägen Rächts als das entlarvt werden würde, was er ist, eine gepamperte Comicveranstaltung für Arbeitsverweigerer?

Wenn man darf, klärt man auch in Thüringen Doppelmorde auf. Aber eben nur dann. Beim NSU ist eben alles etwas anders, abweichend vom kriminalpolizeilichen Standard.

Perlen der Arbeiterfotografie: Bootsfahrt Los Gigantes



Ich hatte am Punta de Teno ja jede Menge Zeit, um ein erfrischendes Bad zu nehmen, was mich allerdings den lecker hausgemachten Mojo kostete, denn den haben die anderen auf mein Wohl verschlungen.

Dann kam das Indianerkanu und wir gingen zum Anleger rüber. Das sollte ein eine recht sportliche Angelegenheit ausarten, denn man mußte im passenden Augenblick von der schmalen Treppe am Kai auf den Steg des Bootes hüpfen und die Reling zum Festhalten erwischen. Da hieß es Geduld haben, denn der Wellengang ließ das Boot heftig nach oben und unten schaukeln.

Als dann alle drin waren, gab es von den Schaulustigen Beifall auf offener Szene. Noch sportlicher erwischte es den Bootsmann, denn der wollte nach Hause, da er wohl eher in Buena Vista del Norte wohnt, was von hier gerade mal 5 km zu Fuß sind, oder eine Anhaltertour. Der konnte sich nicht festhalten.



Wir sind dann kurz in die Bucht von Masca reingefahren. Der Anleger ist bereits repariert, sie haben in der Mitte des Steges eine zusätzliche Stütze eingearbeitet. Im Foto ist gerade noch so zu erkennen, daß die Finca bewohnt ist, denn in der Tür steht jemand.



Dann kommt Los Gigantes in Sicht. Die Hütten können sich Normal­sterbliche nicht leisten. Wer da wohnt, kann sich am Abend auf den Balkon setzen und bei lecker Grillsteak heftig schöne Sonnenuntergänge genießen. Das hat seinen Preis.



Einen Preis haben sich auch die Wanderführerinnen verdient, die den Bootsführern und Taxinunternehmen durch alternative Wandertouren die Stange halten, so daß sie wenigstens etwas verdienen können. Mit dem Speedboot bin ich schon mal gefahren, als es die Mascaschlucht bergauf ging. Langjährige Treue wird belohnt. Dieses Jahr gab es für die beiden Damen einen Flachbildfernseher aus Massivgold. So schwer jedenfalls waren die Kartons. Es kann allerdings auch der Weinvorrat für ein Jahr oder ein halbes Schwein in Form von Edelschinken gewesen sein. Oder von allem etwas.



Und weil mich die Truppe wegen meiner Bummelei unweit des Hafens von Los Gigantes einfach hatte stehen lassen, schaute ich mir nochmal das Tagesziel aus der anderen Richtung an. Die Landzunge im linken Bilddrittel ist bei Sonnenuntergang zu erkennen. Der Calima hatte deutlich an Sandstrahlkraft verloren.

28. Dezember 2018

Relotius lebt



Ganz Deutschland lacht über den Spiegel. Die Vollhonks aus Hamburg haben ihren Stardichter nur hausintern versetzt. Er heißt jetzt Felix Bohr Anna Clauß und dichtet sich die Welt munter weiter, wie sie dem Chefredakteur gefällt.

Perlen der Arbeiterfotografie: Teno-Gebirge



Heute sei der früher wichtigste Teil des Teno-Gebirges erklärt, der Jobmotor und Goldesel im Nordwesten Teneriffas. Pro Tag sind um die 400 Leute 600 Meter die Mascaschlucht runtergeknattert, einige bergauf. Ich zum Beispiel auch zwei Mal. Dazu muß man sich ein Boot mieten, denn runter und hoch, das machen auch welche, aber die sind verrückt. Die zählen nicht für die Statistik.

All das kostet Geld, Transfer, Boote, Taxifahrten, Kaffee, Softdrinks, essen blablabla.

Die Mascaschlucht war dieses Jahr gesperrt. Warum oder wozu liegt im Dunkeln. Wegen der Totenruhe, heißt es. Kann man glauben. Muß man aber nicht.
Vor einer erneuten Öffnung der Masca-Schlucht sollen eine Sicherheitsregelung ausgearbeitet und die entsprechenden Maßnahmen umgesetzt worden sein.
Desweiteren sind im Bild drei weiter Wanderungen aufgezeigt. Einmal um den Montana Gala rum, mit 1.345 Metern die höchste Erhebung in der dortigen Gegend. Die Arenas Negras liegen irgendwo da hinten. Der Volcano Negro hat einmal kräftig gerülpst und so fast Garachico hinwegradiert.

Dann kann man sich noch auf einer sehr schönen runde von Arguayo nach Santiago del Teide abstrampeln. Das sind alles Touren für's Auge, so die Wolken einem da keinen Strich durch die Rechnung machen. Einmal bin ich die Gala-Runde z.B. im Nebel gelaufen, also durch die Passatwolken. Sichtweite bis zu 100 Meter. Das ist dann nur für die Beine, nicht für den Fotoapparat und die Sinne.


Masca-Schließung ruiniert Fremdenverkehrsbetriebe
Dies richtet unter den Firmen von Buenavista del Norte und Santiago del Teide, die vom Tourismus leben – Fährschiffern, Taxifahrern und den Veranstaltern von Exkursionen –, einen gewaltigen Flurschaden an. Wie die „Plattform der durch die Masca-Schließung Betroffenen“ vermeldet, haben diese Betriebe 60% ihrer Einnahmen eingebüßt. Rund 300 Familien der Region seien von den Folgen betroffen. Beispielsweise sollen von den 34 Taxilizenznehmern in Santiago del Teide schon über die Hälfte aufgegeben haben. Im Bereich des Fährdienstes soll es bisher zu 14 Entlassungen gekommen sein.

27. Dezember 2018

Helene Fischer

Hadmut Danisch
Helene Fischer – die Angela Merkel des Gesangs, man wird sie nicht mehr los, man kann ihr keine spezifischen einzelnen Fehler nachweisen, sie schreckt vor nichts zurück, kann nichts wirklich gut und hat keinen Stil, ihr ist alles egal, sie nimmt alles, die Hausfrauen stehen auf sie ...

Le Penseur hat gesagt…

Manche lernen's halt nur auf die gaaanz harte Tour ...

2. zynisch ist nicht, darauf hinzuweisen, daß — getreu dem Zitat von Ayn Rand "we can ignore reality, but we cannot ignore the consequences of ignoring reality." — zwei gutmenschlich gehirngewaschene Mädels aus dem Norden offenbar auf die harte Tour lernen mußten, daß das Kopfabschneiden (und derlei muselmanische Folklore mehr) nicht bloß die Erfindung pöhser "Islamophober" ist, sondern unschöne Realität. Zynisch ist vielmehr, wenn nach wie vor von unseren Politruks, allen voran IM Erika, in die Gutmenschentröte gepustet wird, weil sie zu feig und zu geil auf die Annehmlichkeiten ihrer jeweiligen Positionen sind, daß sie durch entschlossenes Handeln auch nur irgendwelche Schwierigkeit riskieren wollten, und daher lieber die Bevölkerung der allmählichen, schleichenden Unterwerfung durch primitive Invasoren aussetzen. Das ist zynisch!

26. Dezember 2018

die etwas andere saubere Energie

Michael Shellenberger
Aber wenn man französischen und deutschen Strom vergleicht, bezieht Frankreich 93 Prozent seines Stroms aus sauberen Quellen, vor allem Wasserkraft und Atomenergie, während Deutschland gerade einmal 46 Prozent, also ungefähr halb so viel, aus sauberer Energie bezieht.

„Die Anti-Atom-Bewegung, der ich einst angehörte, hat die Welt über die Auswirkungen von Strahlung auf die menschliche Gesundheit getäuscht.“*
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* George Monbiot

Perlen der Arbeiterfotografie: Wanderung Punta de Teno

Heute gibt es keine Arbeiter, auch keine fotografischen Perlen, dafür eine Sternstunde der Wandererklärung.



Wir sind also von Los Gigantes mit zwei Taxen via Santiago del Teide und Masca hinauf auf 850 Meter gefahren und haben uns von der Wander­führerin auf einer Karte die Tour erörtern lassen. Ich natürlich nicht, denn als ich an dem kleinen Parklatz ausstieg, wußte ich ja, daß ich den ersten Teil der Tour schon einmal gegangen war. Ich wußte auch, welches u.a. Foto da enstand. Die Wanderführerin wußte das auch, bemerke aber korrekt, daß wir an der Stelle an diesem Tag nicht vorbeikommen.

Hier machte ich den ersten Fehler, denn ich hörte mir den Tourverlauf nicht an. Hätte ich mal.

Los geht es bei 796 Meter. Der höchste Punkt liegt auf 956 Metern Höhe. Von da aus geht es nur noch bergab, fast 1000 Meter.

Das Höhenprofil kann man sich bei den GPSies anschauen. Unsere Tour ging aber erst auf ca. der Hälfte von der verlinkten los.


In Google Maps ist der Trampelpfad aus Lavagestein von Kieselgröße bis Wackerstein gut zu erkennen.

Die letzten 300 Meter runter zur Plantage waren die Hölle für Waden und Oberschenkel, denn das Terrain hat jeden Muskel gefordert. Gutes Schuhwerk ist Pflicht.


In Teno (750 Meter) stand ein Schild, es seien noch 6,5 Kilometer bis zum Leuchtturm.

Nun, das war erst mal nichts besonderes. Die Besonderheit bei der Wanderung bestand darin, daß kurz vor der höchsten Stelle einen katastrophalem Denkfehler erlegen bin, der sich kurz vorher durch mein Gehirn schlich.

Als Bummelletzter bin ich es gewohnt, gemütlich durch die Landschaft zu schleichen, um mich beim Fotografieren statt Wandern zu verausgaben. Das führt für gewöhnlich dazu, daß mich nicht kennende Mitwanderer sich zurückhängen lassen, weil sie meinen, ich bräuchte Aufmunterung auf dem steilen Weg nach oben. Die Wanderführerin ist da gelassener und fügt ab und zu Erklärbärpausen ein, in denen die Pflanzen- und Bergwelt von den Anfängen vor 5 Millionen Jahren bis heute referiert wird. In der Zeit habe ich längst wieder aufgeschlossen.

Und für gewöhnlich ist es bei jeder Wanderung irgendwann mal so, daß sich die Wanderführerin zurückfallen läßt, weil sie mal in Ruhe telefonieren möchte. Ich komme also an dem Kreis obnen vorbei, sitzen da zwei Damen und schwätzen. Aha, dachte ich, Telefonierzeit. Die warten nur, bis du weite genug weg bist. Frauen gehen manchmal auch zu zweit hinterm Busch telefonieren, oder jede alleine und eine hält Wache. Ich bin dann eh binnen 5 Minuten eingeholt. Die Telefonate sind ja kurz.

Die Gruppe wähnte ich voraus, einen schönen Picknickplatz suchen, auch wenn die Zeit dafür noch gar nicht erreicht war. Also bin ich losgeknattert, um die Gruppe einzuholen, was mir leider bis zum Wanderziel am Leuchtturm nicht gelang. Denn dort traf ich mit anderthalb Stunden Vorsprung ein. Ich hatte die Wanderung mit mir alleine durchgeführt. Die entscheidende Information war mir entgangen, denn am Anfang wurde erklärt, daß in Teno lecker Café Solo oder anderes getrunken wird, so die Restauration geöffnet ist.

500 Meter hinter Teno traf ich aber einen einsamen Wanderer, der die gut 4 Kilometer von der Plantage in anderthalb Stunden bergauf gelaufen war. Dem sagte ich, er möge zwei Damen sagen, so er sie trifft, ich sei schon vorgelaufen, um die Gruppe einzuholen.


Badestelle am Punta de Teno. Und Los Gigantes sieht man nicht. (oben Bildmitte)

Letztlich hatte ich von dem Mißgeschick nur einen einzigen Nachteil. Ich bin um lecker Knusperbrot mit hausgemachtem Mojo betrogen worden, denn das war alle, als die Truppe mit den Verpflegungsrucksäcken am Endpunkt ankam, um schnell noch mal ins Wasser zu springen, bevor das Speedboot kam. Das Mojoglas war de facto ausgeleckt, so gut schmeckte der.

Im Grunde war es für mich also eine fotomeditative Alleinwanderung mit mir selbst. Nimmt man es genau, dann ist Wandern in stiller Bergwelt und bezaubernder Natur ja sowieso eher innere Einkehr und Muße. Das lauteste sind da noch die Rufe der Bussarde.

Siehe hierzu auch die Themensammlung Am Berg:

am Berg

Montana Guajara - Aus und vorbei

Egotrip am Parador: Los Roques de Garcia

aus dem künstlerischen Volksschaffen: Pico del Teide

aus dem künstlerischen Volksschaffen: Sonnenblende

25. Dezember 2018

der kleine Trommler reloaded

So wie der Horrorfilm für kleine Kinder, Das singenden, klingende Bäumchen, die Schmonzette für die ganze Familie, Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, oder die Handlungsanleitungen für frustrierte Mitbürger, Tatort, regelmäßige Begleiter der Deutschen hin zum nächsten Jahr sind,
An Weihnachten ist „Tatort“-Zeit: Rund um die Festtage kommen Krimi-Fans in der ARD voll auf ihre Kosten ...
so hin und wieder die Klassiker hingeklampfter und getrommelter Arbeiterhymnen hier im Blog.

PPQ kommt der Verdienst zu, die langsamste und jenseits von Bob Dylan hingenuschelste Version vom kleinen Trommler aus der Nische des Vergessens zu zerren und einem breiten depressiven Publikum als Stimmungsaufheller lobzupreisen. Sie paßt auch prima zu den weihnachtlichen Lichtverhältnissen, die uns derzeit frustrieren.

Brian Fallon: Little Drummer Boy
Version für Psychiatrie, Station 3, Oberarzt Dr. Gert Postel *



Wer sich mal gertenschlanke Frauen mit Beinen bis zum Himmel rein­zie­hen will, der kommt an der Version des Amadeus Electric Quartet nicht vorbei. Eine Augenweide. Ob auch für die Ohren, mag jeder für sich ent­scheiden
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* Gert Postel @PostelGert
Jens Spahn hat Sparkassen-Kaufmann gelernt. Diese Lehre qualifziert ihn nach Auffassung seiner Partei für das Amt des Bundesministers für Gesundheit. Ich weiß nicht, weshalb mir, examinierter Postbote, dann die Tätigkeit als Oberarzt einer psychiatrischen Klinik untersagt ist.

Perlen der Arbeiterfotografie: Anflug Teneriffa

Seit fast 20 Jahren fliege ich regel- und manchmal auch mäßig gen Kanaren. Diesmal waren jedoch erstmalig alle Umstände günstig, ein paar Fotos anzufertigen. Mehrere der hinteren Reihen im Flugzeug waren nicht besetzt, so daß kurz vor der Angst entschieden werden konnte, auf welcher Seite ich mich für die Landung anschnallen muß.



Die Flugroute war wie immer. Berlin, Nancy, Lissabon, Madeira und dann irgendwie Teneriffa. Manchmal geht sie auch via Madrid und Tarifa in die Richtung, wahlweise via Madeira oder die anderen Inseln, also Gran Canaria.

Oder man macht es wie die im August. Der Hinflug ging über die Alpen, am spanischen Teil des Mittelmeeres entlang über Marokko und Fuerteventura und Gran Canaria über die Südseite zur Insel, wobei Gran Canaria im Norden oder Süden umflogen wird.

So einen Rückflug hatte ich auch erstmalig. Normaler Start gen Osten, alos Gran Canaria, dann aber eine scharfe Kurve zurück nach Teneriffa, über San Andres dann das Anaga-Gebirge überflogen, dann wieder eine scharfe Kurve, um nach Norden einzuschwenken. Gut, daß der Fotoapparat in der Ablage lag, denn über dem Anaga waren Wolken aufgezogen, so daß die Bilder nichts sehenswertes enthalten hätten. Die Insel als solche war wolkenfrei.

Das ist alles egal. Ich sitze fast immer rechts, habe aber diesmal zum ersten Mal Madeira gesehen, den Ostteil mit dem Flughafen Funchal. Der Rest der Insel blieb unter Wolken verborgen. Als ich dann die beiden Huckel von La Palma sah, enterte ich noch schnell die linke Seite des Flugzeugs, da klar war, daß der Anflug über die Nordseite und den Westen erfolgen würde.

Und schon tauchte eine Reihe vor mir der Teide auf.



Fotografische Perlen sind das alles nicht, da die Reinigungscrew vor dem Abflug vergessen hatte, die Bullaugen blitzeblank zu putzen. Aber! Ich habe die Bilder, die ich schon immer mal haben wollte, doch wegen der Umstände nie bekam. Für den Deutschen Fotopreis in der Kategorie Luftbildfotografie reichen sie somit allemal.



Hier sehen wir den Norden der Insel mit dem Orotava-Tal, links, das Humboldt vor Entzücken jauchzen ließ, und weiter im Nordwesten, rechts im Bild, die letzten vereinzelten Gehöfte und Gemeinden, wie Los Realejos, Garachico und Los Silos.



Das Flugzeug wäre fast umgekippt, als es eine scharfe Kurfe gen Süden flog. Das war die beste Gelegenheit, den westlichsten Punkt der Insel zu fotografieren, da ich vorhatte, eines Tages genau dorthin zu wandern, was auch auf den letzten Drücker geklappt hat. Der Muskelkater ist seit gestern Abend rausgeeitert.



Sekunden später eine andere Sicht auf das Wanderziel. Diese beiden Fotos benötige ich, um in einem der nächsten Teile diese Wanderung zu besprechen.



Dann ging es am Teno-Gebirge vorbei. Auch dieses Foto wird noch einmal besprochen. Mittig ist die Masca-Schlucht zu sehen, die für den Besucher­verkehr immer noch gesperrt ist. Zitat: Eine Frechheit, was man sich hier erlaubt und die Öffentlichkeit völlig im Unklaren läßt, was passiert oder geplant ist.

Der Montana Gala, die Arenas Negras und der Guergues-Steig sind ebenfalls zu sehen.



Seine Majestät, der Teide. Unten, in der Bildmitte, das müßte Costa Adeje sein bzw. das Winglet.



Und so endete der Einmarsch auf der Insel. Über ganz Teneriffa blauer Himmel. Daran sollte sich in den nächsten drei Wochen auch nichts ändern, zumindest im Süden, von den Schüben des Calima mal abgesehen, der die Sahara gen Brasilien transportierte und einen hauchzarten ockergelbbraunen Farbfilm in der Luft hinterließ.

Diese wolkenfreie Sicht auf den Teide-Nationalpark hat man für gewöhnlich mal zwei oder drei Tage, aber nie mehrere Wochen am Stück. Im Gegenzug gab es einen vorzüglichen Sommerurlaub bei Temepratruen um die 22-24 Grad. Das Wasser umschwallte einen bei lauschigen 20 bis 22 Grad.

24. Dezember 2018

Relotius nicht erreichbar

Sagen, was ist. In eigener Sache: Was wir schreiben, das stimmt.
Claas Relotius hat womöglich auch Spendengelder veruntreut.
Relotius ist derzeit für aktuelle Stellungnahmen nicht erreichbar.

red
PPQ (Zitat leicht gekürzt)
Relotius werden die meisten Leser mit Spekulatius verwechseln.
Ja.