21. April 2019

Foodporn: Kann auf dem Teller Sünde sein?

Hüftsteak Kanada

Geschmack ist immer eine Frage des Geschmacks. 17 Geschmacks­rich­tun­gen püriert, nur um am Schluß Zitronenabrieb und Spuren von Thymian auf der Zunge wahrzunehmen, das ist Kochesoterik. Geschmackvolle Nahrung ist immer reduced to the max. Maximaler Geschmack durch Reduktion auf das Wesentliche. Deswegen heißt es ja Reduktionskost.

Mein erstes Negativerlebnis hatte ich als kleiner Bub in Plauen in der Stöckigter Straße, als eine Urgroßtante oder so ihren 100. Geburtstag feierte und die ganze Sippe in der kleinen Wohnstube versammelt war. Es gab ihr Lieblingsessen, das auch meins war. Schnitzel mit Salzkartoffeln und Rotkohl. Die nicht mehr ganz so junge Dame bekam ihre Wunschmahlzeit auf Wunsch püriert.

Das hat mich nachdenklich gemacht. Schon im Kindesalter.

Im übrigen war es schon damals Usus, daß ein Vertreter der Bürgermeiste­rei das Gratulationsschreiben des Ministerpräsidenten vortrug und überreichte.

rechtsextreme Gefahr gebannt



jdl/mfh/dpa schreiben und dichten für die Verblödungsmedien nimmermüde die rechte Gefahr herbei, um sie anschließend anzuprangern oder sogar zu exorzieren. Die von der dpa für alle angeschlossenen Medien verbindliche Schreibung wird völlig unkritisch übernommen und findet sich somit in allen 8.391 Publikationen wieder, die keine Geld für Füllsel ausgeben wollten.

Im Kleingedruckstem müssen die Freunde von Relotius dann eingestehen, daß es eine solche gar nicht gibt.
Es geht vor allem um Diebstahl, Betrug und Beleidigung. ... zwölf Personen, die wegen Gewaltdelikten ...
Beim Spiegel ist ein wesentliches Einstellungskriterium, daß die Schreibsklaven dumm wie ein Faschistenbrot sind.

Wieder mal haben sie etwas ins Internet geschissen, das gleich im Titel an einer Prüfung scheitert. Wie lautet die vom Staat verbindlich genutzte Definition des Rechtsextremismus?

20. April 2019

gesunder Merksatz

Hans
Das Dumme ist nur, dass man auch als Nichtraucher und “Bestesser” bzw. “Optimalernährer” auch stirbt.

prognostischer Merksatz

Rolf Kalb
Das Dumme bei Prognosen allerdings ist, dass sie sich auf die Zukunft beziehen.
Das ist egal. Ab heute wird tiefenentspannt. Die nächsten zweieinhalb Wochen findet der Gang der Weltenläufte im Crucible statt, die Snooker-WM schreibt die Dramen, die Relotius nie beschreiben durfte.

19. April 2019

Foodporn: Kann in der Pfanne Sünde sein?

Hüftsteak Kanada

Ein sensationelles Hüftsteak, das da seine letzten Lebensminuten ver­bringen darf. Es kann keine Sünde sein, wenn die Ärzte, Don Alphonso und die Anmerkung Genußmittel unter Zuhilfenahme des eisernen Bratapparates anfertigen (lassen).

Preisfrage zu Horst Lüning



Der Chef des Unterblogs nutzt in den letzten Wochen häufiger Webcams für den Green Screen. Offensichtlich von Places to have been, die ihm gefallen haben.

Welchen bezaubernden Ort hat er als Hintergrund für sein Crash Szenario ausgewählt?

Die Lösung wurde Ende letzten Jahres hier im Blog vorgestellt.

Hier gibt es noch mehr Hintergrundinfos zu den Kanaren.

https://www.youtube.com/watch?v=0etT6zGJ9Pw --> Webcam von La Gomera mit Blick auf den Westen Teneriffas und den Teide.

https://www.youtube.com/watch?v=GP3LWrzl4gw --> Hafen mit Fred Olsen Katamaran, Webcam habe ich noch nicht gefunden.

https://www.youtube.com/watch?v=TRzQHfvh_zI --> Webcam am Parador, aber Ende des Parkplatzes Richtung Teide

[update 17:30 Uhr]

https://www.youtube.com/watch?v=OXnzyRo8DaY --> schon wieder der Teide als Green Screen

18. April 2019

Fefe kann Klimawandel nicht mehr aufhalten

fefe
Der Klimawandel kann jetzt doch nicht mehr aufgehalten werden.
Daß fefe auch mal heftig an einen Eierlikör zu viel schnüffelt, ist ja bekannt. Daß es aber gleich ein ausgelaufener Tankwagen sein muß, das betrübt. Wie will er den Klimawandel eigentlich aufhalten? Und warum ist das jetzt nicht mehr möglich?

Gläubige, Sektengurus, Predigt staat Wissenschaft allüberall.

Wenn er für die Menschheit, den Planeten oder unsere heißgeliebten Hausteire etwas tun will, dann soll sich Fefe auf den Arsch setzen und ein funktionsfähiges Klimamodell programmieren, das auch korrekte Ergebnisse auswürfelt.
Es scheint ein grundsätzliches Problem aller Modelle zu sein, die die natürliche Variabilität nicht hinreichend berücksichtigen und die Temperaturentwicklung allein mit anthropogenen Einflüssen erklären wollen. So kommt am Ende auch Golaz et al. (2019) zu dem Ergebnis: Beides, der (negative) Antrieb durch Aerosole und die Klimasensitivität gegenüber Treibhausgasen (insbesondere CO2) sind in Modellen zu senken, um die jüngere Vergangenheit ab 1960 mit der notwendigen Präzision zu simulieren.
Das Klima wandelt sich eben im Wandel der Zeiten. Warum und vor allem wie soll das aufzuhalten sein? Vor allem, was ist Klima? Es sind Jahrzehnte oder Jahrhunderte andauernde Wetterperioden unter dem Einfluß der Sonnenaktivität, des Magnetfeldes, der Anziehungskraft des Mondes und der Lavablubberei des Erdkerns bis an den Pfropfen des Vulkans heran.

Wer diesen Klimawandel aufhalten will, wozu auch immer, beweist nur, wie blöd er ist.

Foodporn: Spargel an Lachs und Orange



Mit Liebe gekocht, mit Feingefühl angerichtet und dennoch wirken die Bilder leblos. Wie Food-Fotos richtig lecker werden ...
Lecker werden sollte das, was in den Schlund geschoben wird. Alles andere ist zweitrangig.

Wenn man Geschmack pur haben möchte, dann muß man reduzieren, statt zusammenmehren. Thüringer Spargelbauern haben keine Mühe gescheut, das Edelgemüse (so ein Schmarrn) bis Berlin zu transportieren. Dazu echter Norwegischer Wildlachs, gepimpt mit den besten Antibiotika, die man für billig Geld verfüttern kann. Die Orange ist eine Mandora, also Kreuzung aus Mandarine und Orange. Der Spargel schmeckte deutlich besser als der griechische.

17. April 2019

Merksatz ohne schlechtes Gewissen

Kann ich doch nix dafür, das Dir die Bedeutung „Linksfaschismus“ nicht gefällt. Faschist ist Faschist, ob links oder rechts. Extremisten, weit weg von irgend was „sozial“istischem.

zitiert von Henryk M. Broder und von Sigi Zimmerschied stammend
Antifa ist Faschismus ohne schlechtes Gewissen.
Eben, letzte Hoffnung Fa.

[update 20:30 Uhr]

Thomas Klementa / 15.04.2019
Lieber hmb, dieses Mal irrt der schätzenswerte Zimmerschied: “Antifa ist Faschismus ohne schlechtes Gewissen” stimmt nicht. “Antifa ist Faschismus mit gutem Gewissen!”

Wiedersehen mit der Gesangslehrerin



Die Laune der Natour konnte nur Dank des heldenhaften Einsatzes der Trümmerfrauen, äh Rigger, Tonmeister, Filmemacher usw. absolviert werden. Ohne die vielen Frauen wäre das nur eine Tournee durch die Küchen das Landes statt die größten Spielstätten des Planeten geworden.

fefe
Mich ärgert ja gerade dieser ekelhafte Sexismus, mit dem alle diese Physikerin feiern, die das Foto von dem schwarzen Loch gemacht hat.
Holla die Waldfee. Was noch einmal haben die da veröffentlicht? Ein Foto? Nein. Sie haben das Ergebnis einer Computersimulation, oder derer mehrerer veröffentlicht, daß schlußendlich in eine für das menschliche Sehvermögen geeignete Computergrafik transferiert wurde. Sie haben also mitnichten ein schwarzes Loch fotografiert.

Und insofern ist jede Häme und das Lächerlichmachen vollauf gerecht­fertigt, weil die strunzdummen Schmierfinken der Medien wieder einmal auf Scharlatane hereingefallen sind. Jedes Filmstudio hätte binnen eines halben Tages eine bessere Grafik gerendert.

Also stelle ich die Frage, ob es geniale Frauen gibt?

Das hätte ich jetzt nicht vermutet, daß ich die Frau noch einmal sehe, aber manchmal muß man über seinen Schatten springen und das Ego über Bord werfen.


So manche Ärzte reden den Menschen ein, sie erkrankten von Natur aus an Leiden, die nur die Doktoren selbst heilen können. Tatsächlich sind es aber oft Ärzte selbst, die erfinden und uns für krank verkaufen.
Im Grunde muß man ja jeden "journalistischen" Artikel positiv beginnen und beenden, damit man den Leser auf dem Weg der Erkenntnis mitneh­men und ihn hin zu einem besseren Menschen beeinflussen kann. Wir leben schließlich in Gutland. Blech schreibt Blech und drückt seinen Federkiel scheinbar in den Eiterbatzen der zeitgenössischen Medizinmänner.

Es geht auch anders. Die Arztbesuche haben ein Ende, die Befunde sind erhoben, was mich freut, denn ich bin scheinbar kerngesund. So die Schriftsätze. Beim Hausarzt wurde mir klar, was Anfang März wirklich passiert ist, auf daß mich die Feuerwehr mit Blaulicht und Sirene gen UKB fahren mußte. Der letzte Arzt war dann der vom Hausarzt empfohlene Spezialist. Der hat mich nochmal durchmessen lassen. Da ist nichts klinisch Relevantes bei. Ansonsten hat er zugehört, nicht unterbrochen und mir am Schluß gesagt, Befund kann ich gleich mitnehmen.

Und was steht da drin? Seine Arbeitshypothese. Und das ist exakt das, was ich ihm vorher erzählt hatte. Ein guter Arzt zeichnet sich vor allem dadurch aus, daß er zuhört, denn der Patient erzählt ihm die Diagnose. Der Arzt muß das dann nur noch in Latein formulieren können und wissen, welche Pillen zur Heilung geeignet sind. Keine. So viel ist klar.

Also habe ich mit dem neuen Wissen eine Depesche an die Gesangs­lehrerin aufgesetzt und losgeschickt, ich bräuchte mal ihre Hilfe, weil ich da noch etwas überprüfen möchte, was ausschließlich und nur sie gegenprüfen könne. Ich will die Beste und nicht irgendeine.

Gleich anderntags habe ich den Termin wahrnehmen können. Eine Kollgin war baff erstaunt, und fragte: Sie hier? Ja, Notfall.

Im Schnelldurchlauf wurden dann die letzten anderthalb Jahre durchge­knattert, damit sie einen Überblick hat, worum ich mich so gekümmert habe. Hat sie alles nicht interessiert, sie brauche Zeit für ihre Diagnose. Gut, ich sage sowieso nicht, was ich wissen will, das löse ich erst auf, wenn ich im Sommer zum Crashkurs komme, da ich auf eine völlig vorur­teils­freie und unvoreingenommene Meinung ihrerseits Wert lege.

Ich weiß nicht mehr, ob es 5 oder 50 Sekunden, oder auch 5 Minuten gedauert hat. Da sagte sie: Sie hatten Wasserentzug.

Volltreffer, richtige Lösung, ohne daß sie überhaupt eine Ahnung hatte, um was es genau geht. In der Praxis war es etwas komplexer, aber der Kern der Sache wurde auf den Punkt getroffen. Tja, wenn man ein Gehör hat, das um den Faktor 100 besser ist als das eines Durchschnittsbürgers, dann hört man eben eine Menge und destilliert daraus das Wesentliche.

Genial.

Abschließend zeigten wir uns noch gegenseitig die an diesem Tage getragenen Schuhe. Ich war mit meinem neuen Sockwa G4 angetreten. Sie hat sich für die Übergangsjahreszeit einen Leguano aus der Businnesreihe zugelegt. Keine schlechte Wahl, wenn man nicht unbedingt auf Hardcore im Barfußlaufen aus ist oder es aus beruflichen Gründen nicht kann.

Hatte ich schon mal erwähnt, daß ich auf Teneriffa die Runde um den großen Gala mit jemanden gewandert bin, der die Leguano-Socke im perfekten Vorfußlauf bedient hat und sehr zufrieden war?

Im übrigen sind die Skinners inspired by Olsenbande schon lange ein­gelaufen. Selbst mit der Betonbodenheizung, früh am Morgen Mitte Aprile feuert die 4 Grad plus raus. Auf diesem Terrain fühlt man sich wohl, da die Socke gut isoliert. Solange man in Bewegung ist, ist alles gut. Der Patch hält.

Im Grunde geht wieder alles, Leistungssport, Radeln, Fußgängern, Thermen, wobei das schon weider allen Lebenssaft rausgesaugt hat. Vor allem aber geht, die Frühlingssonne anzublinzeln und bis zur Grenze des Erlaubten und darüber hinaus zu faulenzen. Letzteres wird ab Samstag Hauptinhalt des Daseins sein, wenn die Jagd auf Ronnie O'Sullivan eröffnet wird.

Was will ich mehr? Es flutscht sich wieder durch die Weltenläufte, das Leben. So halbwegs jedenfalls.

16. April 2019

destroy academia as we know it

Kurt Schlichter
Academia is a scam, as well as a campus gulag archipelago of hellholes of leftist oppression, and we need to tear it down and start over.
Akademien sind Dreck, so wie ein Campus ein Archipel Gulag von Dreckshunden linker Unterdrückung sind und wir müssen sie niederreißen und neu durchstarten.

Jau. Das wäre aber das Ende der akademischen Welt, wie wir sie kennen. Wobei. ich habe ja eine völlig andere akademische Welt von innen kennenlernen dürfen. Exzellente Lehrer, Dozenten, Betreuer, allerdings mit knochenharten Anforderungen. Bullshit Bingo war da nicht drin.

Jungbrunnen: Paul McCartney



Eine edle Setlist, die der Rockbarde da hat abgefeiert. In Argentinien. Der Schluß ist bei allen tonalen Problemen, die das Video hat, eine echter Konzertkracher.

Aus gleichem Grund lohnt sich sicher die Dreifach-Box der Toten Hosen, denn da ist ein Mitschnitt bzw. Ausschnitt aus dem Konzert zum 40. Jahrestag des SO36 mit bei. Die beiden anderen Scheiben sind das Finale der "Laune der Natour" (sic!) in Düsseldorf. In Berlin haben sie Mehr davon gespielt, einer der besten Bühnenkracher, den die Hosen auf der Rille hatten. Vor allem aber selten live gespielt.

Von den Beatles war nicht alles erste Sahne, sofern man jeden Titel auf die Goldwaage legt. Aber, man kann das Zeugs heute noch durchhören, ohne einen Ohrinfarkt zu bekommen. Also war doch alles feine Sahne.

Eine höchst anspruchsvolle Version eines der mächtigsten Beatles-Songs liefert Sam Haug mit seinem orchestrierten Arrangement von einem Tag aus dem Leben.
A Day In The Life with orchestra - The Beatles
Selbiges traute sich auch Neil Young vor Jahren, ließ sich dabei allerdings von Paul McCartney und dem Publikum helfen.

Noch weiter an den Rand der 1.000 Meter tiefen Schlucht wagte sich Morgan James. Sie hat sich gleich das Härteste vorgenommen, das "Weiße Album" durchzusingen. Es klingt sehr wohl ansprechend, aber es fehlt ihr bei einigen Titeln an der dafür nötigen Stimmgewalt. Die beste Leistung ist da noch Cry, Baby Cry.

Das ist allerdings Meckerei auf höchstem Niveau, die ich hier betreibe.

15. April 2019

Mietpreisbremse bekommt jetzt einen Deckel

Die immer noch nicht funktionierende Mietpreisbremse bekommt jetzt den Mietendeckel angeflanscht. Vielleicht hilft das ja?
Berliner SPD stimmt für einen Mietendeckel

früh um 3 den Arsch kopieren


Ein Goldschatz, der Thread... ich präsentiere ihn unter dem Motto: "You must be fun at parties!" Mehr geht nicht mehr, das Thema ist fertig.



stefanie ‏ @stefansargnagel

Oida ich sags ehrlich: jede Nazimorddrohung kostet mich weniger Nerven als wenn besoffenes Orschkopieren auf Kunstuniparties politisiert wird

14. April 2019

drogenhalluziniert: Was stimmt hier nicht?

Die meisten Drogentoten starben an Heroin und Morphium

höh/koe/dpa/AFP erweist sich als würdiger Vertreter der Relotius-Zunft und dichtet für den Spiegel jene Märchen, die die Leser des Verdummungsmagazins lesen möchten.

Übrigens die meisten Deutschen sterben am Konsum billigen Schweine­fleischs.

Also, was flunkert der Spiegel, das aber mit aller Relotiuskraft? Woran starben diese 1.200 Menschen wirklich? Die Antwort oder bzw. und/oder zählt nicht als richtige Lösung.

NSU-Esoterik - einfach erklärt

Der heutige Sonntagspost ist nichts für Flacherdler.

Die Mitglieder und das breite Unterstützerumfeld der Sekte der Zeugen des NSU marodieren immer noch durch den gesunden Menschen­ver­stand, um die Menschen zu verblöden und ihnen geistigen Schaden zuzufügen.


Vince Ebert

Wissenschaft ist eine Methode zur Überprüfung von Vermutungen. Also, wenn ich zum Beispiel vermute, im Kühlschrank könne noch Bier sein und ich kucke nach, dann betreibe ich schon eine Vorform von Wissenschaft. Großer Unterschied zur Theologie. In der Theologie werden Vermutungen in der Regel nicht überprüft. Wenn ich zum Beispiel nur sage, im Kühlschrank ist Bier, bin ich Theologe. Wenn ich nachkucke, bin ich Wissenschaftler. Wenn ich nachkucke, nichts finde und trotzdem behaupte, da ist Bier drin, dann bin ich Esoteriker.
Kriminalpolizeiliche Ermittlungen sind eine Methode zur Überprüfung von Tathypothesen. Also, wenn ich zum Beispiel vermute, die Täter könnten vom NSU gewesen sein, dann kucke ich nach und betreibe schon eine Vorform von kriminalpolizeilicher Ermittlung. Großer Unterschied zur Theologie. In der Theologie werden Tathypothesen in der Regel nicht überprüft. Wenn ich zum Beispiel nur sage, die Mörder waren vom NSU, dann bin ich Theologe. Wenn ich nachkucke, bin ich Kriminalist. Wenn ich nachkucke, nichts finde und trotzdem behaupte, das war der NSU, dann bin ich Esoteriker.

Und wie paßt dann der NSU-Prozeß in dieses Raster? Ganz einfach. Der NSU-Prozeß war nichts weiter als eine esoterische Exorzismus-Séance, verhüllt vom Talar des Rechtsstaates, ganz dem uralten Brauchtum verpflichtet: Bestrafe wenige, erziehe viele.

Einen schönen Sonntag auch allen Esoterikern, davon ausgenommen die Thüringer Faschisten.

13. April 2019

künstliche Intelligenz

fefe
Schlimmer als Axel Voss wäre eine KI auch nicht.

Abschied von Don Alphonso



Die Ärzte haben der werten Hörerschaft eine vegetarische als auch vegane Version ihres Abschieds zum Lauschen angeboten. Die Anmerkung zog mit der Vollkost-Version nach, eine Variante, die vor allem für Fleischesser gedacht ist.

Nun hat auch der Bayerische Don eine vegetarische Version mit stilechter Eisenpfanne im Angebot, Gemüsepflanzerl mit Tomaten und Mozarella überbacken.

Abschied (vegetarisch): 841.000 Aufrufe
Abschied (vegan): 559.365 Aufrufe
Deutschland (geklaut): 25.464.190 Aufrufe
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Die Bratpfanne im Bildschirmfoto wurde per Gradationskurve aufgebrezelt.

12. April 2019

fast richtiger Merksatz von Fleischhauer

Wie so oft, schreibt Jan Fleischhauer seinen Kommentar für das Abstell­gleis der Geschichtslokomotiven*.
Der Ostdeutsche ist der Muslim des Westens.
Hätte er Neger geschrieben, dann wäre die Ansage stimmig. So verführt sein einleitender Satz dazu, schnell wegzuklicken, da aus Falschem Belie­biges folgt.
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* Karl Marx: Die Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte.

Thüringer Faschisten blasen zur Hetzjagd: Nachtrag

Im Blog Friedensblick von Georg Lehle wurde die Eleganz Thüringer Problemlösung ebenfalls erschöpfend gewürdigt.
roger April 9, 2019 um 5:02 pm Uhr

Na ja, während wir noch theoretisch orakeln, haben uns die Thüringer unter die Arme gegriffen … :-)
http://www.pi-news.net/2019/04/der-skandaloese-staatsanwalt-von-gera/

Auch wenn der Staatsanwalt auf den ersten Blick mit Kanonen auf Spatzen schießen wollte, es waren linke Spatzen. Die stehen unter Artenschutz, und nach kurzem Knurren der Linken per Anfrage im Landesparlament, hat der Innenminister die Einstellung der Ermittlungen befohlen.

Frau König hat sich via Twitter bei ihm bedankt und verlautet, jetzt könne man die Sektkorken knallen lassen.

w.z.b.w. … 😉
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bekir April 10, 2019 um 5:58 am Uhr

In der Tat ein schönes praktisches Beispiel nach all der Theoretisiererei. Links und rechts sind übrigens austauschbar; wichtig war nur: Ermittelt wurde gegen jemand, der sich das nicht bieten lassen muss, weil seine Gesinnungsgenossen an der Macht sind.

Wer wie hier als Staatsanwalt aus der Reihe tanzt, statt vorauseilenden Gehorsam zu liefern, der wird irgendwann das dringende Bedürfnis verspüren, „auf eigenen Wunsch“ versetzt zu werden. Nicht aus Angst, Reue oder als vorweggenommene Strafe, sondern nur zum eigenen Schutz und nur vorläufig. Denn seine Vorgesetzten und deren Gesinnungsgenossen werfen ihm natürlich nichts vor – es geht nur um „medial gegen ihn erhobenen Vorwürfe“.

Das mit der Vorläufigkeit und der endgültigen Klärung ist kaum formelhaft ausgesprochen, da juckt es den Minister schon nicht mehr. Er lobt die Einigkeit mit den zwei Hierarchen, die unter ihm und über dem geschassten Staatsanwalt stehen (Stichwort vorauseilender Gehorsam!) und dass damit „dieses Verfahren endlich abgeschlossen werden“ kann. Denn die Reihen sind wieder geschlossen und gegen die „selbstgewählte Verbannung“ des Abweichlers meckert keiner seiner Kollegen.