25. November 2006

über Tote nur Gutes

SPIEGEL ONLINE - 25. November 2006, 16:07
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-450700,00.html
BEERDIGUNG VON MARKUS WOLF
Russen ehren ihren Mann in Deutschland
Von Hans Halter

Kein Wort über die Schandtaten der Stasi

Über die Schandtaten der Stasi, dessen stellvertretender Minister der Verstorbene drei Jahrzehnte lang war, wurde bei seiner Grablegung kein Wort verloren.

___________

Was hattes du denn erwartet, Hans?

Auf welcher Beerdigung hierzulande wurde jemals über Schandtaten von irgendjemandem ein Wort verloren?

Über Tote nur Gutes, das wird immer noch eingehalten.

Mensch Hans, kotz dich woanders aus, aber nicht im Internet, wo alle deinen Schwachsinn lesen können.

Passend dazu haben nämlich schon andere diese Lesart von Spiegel-Müll übernommen und verbreiten als Massenmedium folgenden grandiosen Schwachsinn:



Der Bundespräsident Horst Köhler wurde nie von Mitarbeitern des MfS bespitzelt. Für soviel geschichtliche Wahrheit sollte eigentlich auch beim ZDF Zeit sein.
Und eine Behörde kann weder bestätigen noch dementieren. Auch das sollte im ZDF bekannt sein. Eine Behörde ist nämlich ausschließlich und nur eine begriffliche Abstraktion.
Wenigstens ist dem Text zu entnehmen, daß das Spiel "teile und herrsche mit Akten" weiter geht.
Bereits heute zitieren die Medien den Unfug, den der Spiegel ab Montag am Kiosk verkauft.

S chwachsinn
P rofanes
I rrtümer
E ventualitäten
G eistlosigkeit
E rfindungen
L Lügen

Allerdings merkt die ARD dazu an :

Bundespräsidialamt: Überwachung "Routinevorgang"

Das Bundespräsidialamt widersprach jedoch der Darstellung des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", wonach Köhler jahrelang überwacht worden sei. Er sei Anfang der achtziger Jahre während eines DDR-Besuchs "beobachtet" worden, sagte Kothé der "Welt am Sonntag". Westdeutsche Politiker seien bei Besuchen im Osten regelmäßig von der Stasi ausspioniert worden, so gesehen habe es sich um einen "Routinevorgang" gehandelt. Von systematischer Spionage könne man nicht sprechen, sagte Kothe.

deutscher Wertarbeits-Schrott

Bereits am 30.09.2006 beobachtete das Auge treffsicher und formulierte:

"Kein Mensch, außer reiche Dödel, die nicht wissen, wohin mit ihrem Geld, würde sich für 4200 Mäuse solch ein unmodernes Gerät kaufen. Schon gar nicht, um damit bis ans Ende seiner Tage zu fotografieren.

Aber wer's glaubt, wird selig. Fotografieren wie zu Opas Zeiten. Aber digital. Schwachsinn."

Und nun lese ich auf heise:

Rückrufaktion für Leica M8

Der deutsche Kamerahersteller Leica empfiehlt den frühen Käufern der digitalen Sucherkamera M8, das Gerät im Werk in Solms nachbessern zu lassen. Besitzer der erst seit vier Wochen lieferbaren und 4200 Euro teuren Kamera hatten sich über Streifenbildung in den geknipsten Fotos beschwert. Andere Kunden monierten eine allzu hohe Infrarot-Empfindlichkeit des Sensors, die teilweise dazu führte, dass schwarze Kleindungsstücke mit hohem Kunstfaseranteil magentafarben erschienen.

Köpfe abgeschnitten

Verirrt man sich so wie ich zufälligerweise auf diese Seite, weil ein Blick in die Kugel offenbarte, dort seien Topinformationen vorrätig, dann packt einen das Grausen. Oder zu gut deutsch: Es zeigt sich ein schreckliches Bild.


Außer bei den beiden Vorsitzenden, wurde allen anderen bildlich dargestelten AbgeordnetenInnen ihr prachtvoller Haarschopf, die Spiegelglatze und zuweilen der anmutig wirkende Hals bildchirurgisch entfernt.

Dazu stelle ich fest: Es gibt keinen vernünftigen fotografischen Grund, einen Menschen bildtechnisch um wesentliche Körperteile zu berauben.
Es gibt zwei Ausnahmen.
1. Hin und wieder ist es in der künstlerischen Fotografie angebracht.
2. Dilletantismus oder handwerkliche Unfähigkeit.

Bei der Gelegenheit habe ich wieder mal auf die offizielle Biografieseiten zugegriffen

http://www.bundestag.de/mdb/bio/G/gysi_gr0.html
http://www.bundestag.de/mdb/bio/L/lafonos0.html

und folgendes gefunden.



Siehe dazu u.a.:

http://die-anmerkung.blogspot.com/2006/05/enteignung.html#grusel
http://die-anmerkung.blogspot.com/2006/01/bildertausch.html

befreite Namen

Der CCC kümmert sich um befreite Dokumente und prognostiziert vollkommen zurecht einen gigantischen Finanzskandal.

Auf der Seite des CCC kann man auch das entsprechende Dokument der Consultingnieten in Nadelstreifen runterladen.

Auf den letzten Seiten des Dokumentes sind etliche Namen äußerst stümperhaft ausgeschwärzt worden. Deren Befreiung war ein Klacks.

S. 281, 282, 285 Abrechnungszentrum Emmendingen
S. 287, 288 VSA
S. 289 BKK
S. 290 Herr Fnord

Vom CCC wurde ich informiert, daß sie die Schwärzungen erstens nicht vorgenommen haben (es gibt für überhaupt keinen Anlaß für Namensschwärzung) und zweitens ebensowenig wie ich Lust haben, einen Artikel über den Umgang mit Word und PDF zu verfertigen.

Streichliste



Das ZDF*, so habe ich auf deren Internetpottwal mitbekommen, hat sich wieder mal in Billigproduktion unter dem Titel
Unsere Besten - Lieblingsschauspieler
versucht.

Kann ich nur von Glück reden, daß ich erstens kein Fernsehen gucke, und es zweitens ihre Besten sind und nicht meine.

Vor der Streichliste eine vollkommen willkürliche Ergänzungsliste von mir.

Wolfgang Dehler
Horst Drinda
Martin Flörchinger
Erik S. Klein
Dietmar Richter-Reinick
Ekkehard Schall
Gunter Schoß
Gerry Wolff
Günter Simon
Rolf Herricht
Goiko Mitic
Rolf Hoppe

Weitaus mehr pesönliche Auswahlmöglichkeiten findet man im DEFA-Nachlaß.

STREICHLISTE

01 Rühmann, Heinz
02 Adorf, Mario
03 Schneider, Romy
04 Berben, Iris
05 Alexander, Peter

06 Ferres, Veronica, aber nur der Film, wo sie ihre ausladenden Titten über'n Acker schaukelt
07 Erhardt, Heinz, war blöd, aber zum Lachen, und hatte schöne Reime drauf

08 Ferch, Heino
09 Meysel, Inge
10 Strack, Günter
11 Berger, Senta

12 George, Götz, für seine Kultfigur

13 Hörbiger, Christiane
14 Fröbe, Gert
15 Vogel, Jürgen
16 Juhnke, Harald
17 Koch, Sebastian
18 Bülow, Vicco von (Loriot)

19 Furtwängler, Maria, gute Kommissarin
20 Atzorn, Robert, guter Kommissar
21 Mueller-Stahl, Armin, für seine Kundschaftertätigkeit

22 Kinski, Klaus
23 Lara, Alexandra Maria
24 Schweiger, Til
25 Schell, Maximillian
26 Albers, Hans
27 Elsner, Hannelore
28 Gedeck, Martina
29 Herbig, Michael „Bully“
30 Krug, Manfred
31 Schell, Maria
32 Makatsch, Heike
33 Mühe, Ulrich
34 Jürgens, Curd

35 Folkerts, Ulrike, gute Kommissarin

36 Knef, Hildegard
37 Ganz, Bruno
38 Hoger, Hannelore
39 Lauterbach, Heiner
40 Glas, Uschi
41 Stumph, Wolfgang
42 Wolff, Christian
43 Pulver, Liselotte
44 Dietrich, Marlene
45 Millowitsch, Mariele
46 Brandauer, Klaus Maria
47 Hörbiger, Mavie
48 Riemann, Katja
49 Millowitsch, Willy
50 Bleibtreu, Moritz
51 Hamann, Evelyn
52 Jaenicke, Hannes
53 Bleibtreu, Monica
54 Woll, Felicitas
55 Liefers, Jan Josef
56 Neubauer, Christine
57 Harfouch, Corinna
58 Black, Roy
59 Krüger, Hardy

60 Auer, Barbara, wenn sie überhaupt mal spielt, dann gut

61 Brice, Pierre
62 Buchholz, Horst
63 Neldel, Alexandra
64 Thun, Friedrich von
65 Nitsch, Jennifer
66 Künzler, Mathis
67 Sawatzki, Andrea

68 Fuchsberger, Joachim, einige gute Edgar-Wallaca-Rollen

69 Hoenig, Heinz
70 Wepper, Fritz
71 du Mont, Sky
72 Palmer, Lilli
73 Schweighöfer, Matthias
74 Wedhorn, Tanja
75 Pfaff, Dieter
76 Brühl, Daniel

77 Lingen, Theo, fand ich als kleines Kind lustig, weil: der war so doof

78 Rudnik, Barbara
79 Ochsenknecht, Uwe
80 Prochnow, Jürgen
81 Andress, Ursula
82 Kramer, Ann-Kathrin
83 Fichte, Patrik
84 Speidel, Jutta
85 Rohde, Armin
86 Kabel, Heidi
87 Leuwerik, Ruth
88 Tukur, Ulrich
89 Mendel, Michael
90 Fürmann, Benno
91 Wied, Thekla Carola
92 Król, Joachim
93 Landgrebe, Gudrun
94 Jentsch, Julia
95 Potente, Franka
96 Fischer, Ottfried
97 Böhm, Katharina
98 Carrière, Mathieu
99 Gärtner, Claus Theo
100 Fischer, O.W.

* Zipfelmützenträger und Dumpfbacken Fernsehen

auch heise.de kann irren

Ubuntu 6.10 Edgy Eft in c't

Ubuntu 6.10, Spitzenreiter der Linux-Hitparade auf DistroWatch.com, ist eine einfach zu installierende Linux-Distribution mit sehr guter Hardwareerkennung und exzellenter Vorkonfiguration... Die Ubuntu-Entwickler und Canonical, die Firma des Ubuntu-Begründers Mark Shuttleworth, empfehlen die Distribution mit dem "Just works"-Ansatz speziell für Linux-Einsteiger. Erfahrenere Linux-Anwender schätzen Ubuntu wegen des soliden Debian-Unterbaus.
__________

Ich hatte ja schon erwähnt, daß ich im Frühjahr als auch jetzt alle drei Varianten, also insgesamt 6, durchgetestet habe (neben diversen anderen Uxen). Und ich habe erwähnt, daß diese Distribution für mich eine Zumutung und nicht benutzbar ist, weil schlamperhaft zusammengestellt. Mir wurde es nach 14 Tagen Testerei xu bunt.

Deswegen nur drei Anmerkungen.

1. Leicht zu installieren ja (Note 3), sofern man weiß, wie der Partitionierer zu benutzen ist. Note drei, weil ich einen wesentlich besseren Bootmanager im Einsatz habe als grub und weil ich überhaupt keinen Linux-Bootmanager benötige. Und da er mir aufgezwungen wird, mußte ich mir die alternativen Installationsmedien besorgen, denn nur diese gestatten die Installation von grub in einer Partition, statt im MBR der ersten Festplatte.

Wwen das alles nicht schert, der kann das System durchaus leicht installieren.

2. Von der sehr guten Hardwareerkennung habe ich nichts gemerkt. Meine Hardware ist vier Jahre alt und besteht ausschließlich aus WWG (Wald- und Wiesen-Gerätschaften). Nichts exotisches dabei. Drucker nicht gefunden, Drucker geht nicht, läßt sich aber mit Hand hinzufügen, geht immer noch nicht. Ich habe zwei Brenner, was sich aber in der Systemkonfiguration so nicht wiederfindet. Usw. usf.

3. Und die excellente Vorkonfiguration war bei mir nun überhaupt nicht aufzufinden. Ich habe mehrere Tage benötigt, daß System so aufzusetzen, daß es auch von einem Menschen zügig und effizient benutzt werden kann. (Egal ob Gnome, KDE oder XFCE)

"Erfahrenere Linux-Anwender schätzen Ubuntu wegen des soliden Debian-Unterbaus." Das stimmt so nun überhaupt nicht. Erfahrene Linux-Anwender machen gleich auf debian. Und genau diese Entscheidung habe ich für mich gefällt, der ich eher unerfahren bin.
Dazu später vielleicht mehr.

Internet verbieten

Das ist nun mein hundertster Versuch, das Internet zu verbieten. Klappt aber immer noch nicht.

Der Artikel Netz-Kult um ResistantX legt anschaulich dar, welchen Schwachsinn es macht, das Internet verbieten zu wollen.

Zitat:

"Wer sich heute nämlich im Netz umschaut, der findet an den verschiedensten Orten nahezu alle irgendwie inkriminierten Dateien des Selbstmord-Amokläufers - trotz der augenscheinlich äußerst peniblen Bemühungen der Polizei und der damit zusammenhängenden Löschaktion. Oder besser gesagt: gerade wegen der Bemühungen, die Netzspuren des 18-Jährigen verschwinden zu lassen, tauchen sie überall wieder auf. Ein zwar bizarres Hase-und-Igel-Rennen, das aber schon Tradition im Netz hat und das immer dann ausgetragen wird, wenn versucht wird, online etwas zu verbieten."

Murphys Gesundheitslaw

Wenn ich mich recht entsinne, hieß das ungefähr, wenn etwas schiefgehen soll, dann geht es auch schief.

Das nächste große finanzielle Disaster hat sich bereits angekündigt. Und wieder mal sind es Nieten in Nadelstreifen, die heftigst dabei mitgewirkt haben.

Die Gesundheitskarte (??? hunderte von Fragezeichen alleine zu diesem Wort, denn mit Gesundheit hat diese Karte überhaupt nichts zu tun), diese Karte also wird ein finanzielles Disaster.

Nachlesbar in "Elektronische Gesundheitskarte: "Befreites Dokument" wirft Fragen auf".

Zusammenfassend heißt es bei fefe: "Kurz gesagt: das Papier liest sich wie ein einziges Desaster. Sie haben da mit teilweise deutlich unseriösen Methoden an den Zahlen geschraubt, und selbst mit derartigen Methoden kommen sie nur gerade so auf einen Break Even. Und ihr habt ja gesehen, wie sie die Kosten hier kleinzurechnen versucht haben, und trotzdem ist das schon das dreifache dessen, was sie dem Gesundheitsministerium initial versprochen hatten. Wenn dieses Papier das Projekt nicht kippt, dann weiß ich auch nicht."

Und der CCC (download der PDF), dem das Dokument zugespielt wurde, kommentiert:

"Eine erste Sichtung der Daten deutet auf eine massive Kostenexplosion bei der Einführung der Gesundheitskarte und ein weiteres Technologie-Desaster hin.

Die Sicherheits- und Zuverlässigkeitsauslegung der Software-Architektur der elektronischen Gesundheitskarte genügen den Anforderungen an ein bundesweit ganztägig im Einsatz befindliches System in keiner Weise. Im Ernstfall droht ein Totalausfall des Systems zu kritischen Zeiten, wie z. B. im Fall einer Grippeepidemie."

24. November 2006

frauliche Gewalt

RBB - Gewalt von Frau gegen Mann

Blechredner



Das bietet uns SPON heute als Blechredner an. Sicherheitshalber von einer Agentur und fernab der Heimat abgelichtet.

Dabei ist es von der Hauptstadtredaktion des Hamburger Magazins nicht allzuweit, um gleich eine ganze Galerie von Blechrednern besichtigen zu können.

Ein guter Ausgangspunkt ist z.B.:
http://www.bundestag.de/mdb/bio/index.html

Mir fallen allerdings noch etliche andere Galerien ein.

hängt die Boten

SPIEGEL ONLINE - 24. November 2006, 18:07
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck450628,00.html
BRIEF AN SIEMENS-MITARBEITER
"Schlimme Nachrichten richten großen Schaden an"

Zusammen mit Vorstandschef Klaus Kleinfeld schrieb Pierer in einem Brief an die Mitarbeiter: "Die schlimmen Nachrichten über immer neue Einzelheiten, die sich aus den bisherigen Ermittlungen ergeben, richten großen Schaden an."

____________

Vollkommen überfordert die beiden Topmanager. Also doch Nieten in Nadelstreifen.

Dabei ist es so einfach: Hängt die Boten! Dann gibt es auch keine schlimmen Nachrichten mehr, die Schaden anrichten können.

genial

SPIEGEL ONLINE - 23. November 2006, 15:14
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-450361,00.html

Wowereit bei Bürgermeister-Wahl durchgefallen

______________
    ND 24.11.2006, S. 6

345 Euro reichen fürs Leben



Ergänzend heißt es dazu im Internet:

345 Euro reichen fürs Leben

Müntefering begrüßt Urteil

Bundesarbeitsminister Franz Müntefering hat die Bestätigung der Hartz-IV-Regelsätze begrüßt. "Ich finde es natürlich gut, dass das Urteil so ausgegangen ist", sagte der SPD-Politiker in Berlin. Die Entscheidung der Kasseler Richter habe ihn nicht überrascht, da der Regelsatz von 345 Euro monatlich plus Wohngeld sorgfältig berechnet worden sei.

"Das ist ja keine willkürliche Festsetzung, sondern das gründet sich auf eine Einkommens- und Verbrauchsstatistik", sagte er zur Begründung. "Da wird genau festgestellt, was ist die Basis für ein Existenzminimum."

___________

Kann durchaus sein, daß das rechtens ist, wie die Richter feststellten. Gerecht ist es trotzdem nicht. Diese hochbezahlten Robe tragenden Quacksalber haben wieder einmal nachgewiesen, daß sie zwar von Tuten (oder eher Tröten) Ahnung haben. Blasen kennen sie allerdings auch nur aus den Polizeiprotokollen, weil da oftmals drin steht "die Polizei hat einen blasen lassen".

Hartz-IV führt zur sozialen Ausgrenzung. Und das sogar vollautomatisch. Wegen der 345 Euro.

Und wenn sich das ZDF dann erdreistet, genau das als behauptende Überschrift auf eine ihrer vielen Internetseiten zu setzen, dann zeugt das nur davon, wie staatstragend und -nah das Zipfelmützen- und Dumpfbacken Fernsehen ist.

Daß der Asozialminister das Urteil begrüßt und beklatscht, bedarf eigentlich keiner herausgehobenen Erwähnung. Das ist nunmal sein Job. Alles andere würde ihn machtpolitisch untragbar machen.

Eines sei ihm noch mit auf den Weg gegeben. Sorgfalt ist beim Rechnen schlichtweg impliziert, sonst wäre es nicht Rechnen sondern Zahlenrätseln.

Mit der zitierten Aussage tritt er also zum wiederholten Male den Nachweis seiner Überforderung an. Der Mann ist und bleibt eine intellektuelle Niete, denn erforderlich wäre eine am durchschnittlichen Bedarf orientierte Berechnung. Die von ihm als Behauptung angeführte "Einkommens- und Verbrauchsstatistik", bezogen auf Hartz-IV, ist bereits in ihren mathematischen und statistischen Grundlagen fehlerhaft angelgt. Das kann er sich bei Gelegenheit mal von einem Mathematiker oder Statistiker erklären lassen. Ich bezweifle allerdings, daß er das versteht.*

Ein Aspekt verdient allerdings Beachtung. Der Asozialminster steht für ein Rechenwesen, das als Ergebnis gerade mal die "Basis für ein Existenzminimum" ausweist.
Das ist eine glasklare Ansage.

Auch an ihn geht deswegen der Vorschlag, daß er doch sehr wohl bittschön eine parlamentarische "Intitiative zur Keulung Langzeitarbeitsloser" einbringt. Damit auch das rechtens ist. Man könnte ja ein Zeitfenster festlegen. 3 Jahre Hartz-IV, also Existenzminimum+Mite-Warmwasser, das ist noch tragbar. Ab viertem Jahr wird gekeult, zuzüglich einer Widerspruchsfrist von 4 Wochen.

Müntefering ist nichts weiter als ein menschenverachtendes machtbesessenes Politmonster.
___________

* Am Beispiel der PISA-Studie mal deutlich gemacht:


24.11.06 | Bildungssplitter
PISA-Daten doch nicht ganz falsch

"(ND-Meyerhöfer) Vergangene Woche sorgte die massive Kritik des Münchener Physikers Joachim Wuttke an der PISA-Studie für Furore. Der Datenspezialist hatte unter anderem behauptet, alle Aufgabenschwierigkeiten bei PISA seien fehlerhaft berechnet worden. Dies nahm Wuttke jetzt zurück...
Der Befund richtig gerechneter Daten ist beruhigend. Zwar erfahren wir aus PISA nichts Neues, ...zwar testet der Test nicht, was er testen soll und die Theorie drumherum ist nur Fassade, aber immerhin sind die fehlerhaft erhobenen Daten richtig zusammengerechnet."

Soweit zum Thema sorgfältige Berechnung.

Ergänzungen

    ND 24.11.2006, S.6
---------
SPIEGEL ONLINE - 23. November 2006, 09:14
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,druck-450226,00.html
NEUER GEFÄNGNISSKANDAL
Häftling zwang Mitgefangenen, sich die Pulsadern aufzuschlitzen


Das ist kein neuer Gefängnisskandal. Das ist Gefängnis. Zur Erinnerung an SPON noch einmal in ihrer eigenen Schreibe. Wie bereits in dieser Anmerkung erwähnt.
-----------
Und weil sich ein ganzes Land, also vor allem die Medien und die Politiker, die einen Kuli oder ein Mikro vor ihrer Nase sehen, weil vor allem die sich dieser Tage wundern, allen voran der Wunderknabe Stoiber, hier einige ergänzende Informationen:

Ein echter Loser

"Dass der Täter nicht nur ein emotional verwirrter Geist (wie unter Pubertierenden in diesem Alter üblich), sondern obendrein auch ein "echter Loser" war, hat er selbst auf eindrucksvolle Weise demonstriert. Nicht einmal seine Tat hat er, anders als sein prominenter Vorgänger, "ordentlich" hingekriegt - trotz großmäuliger Ankündigung im Netz. Zum Glück für jene, die seine Opfer gewesen sind oder hätten sein können."

"Ich will R.A.C.H.E" - der vollständige Abschiedsbrief
---------
SPIEGEL ONLINE - 23. November 2006, 13:21
URL: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,450221,00.html

Amokläufer verschickte Video mit Tatankündigung an Freunde

Internet-Kontrolleure sollen versagt haben

Nach Informationen der "Neuen Presse" soll Sebastian B. in einem Internet-Forum seinen Amoklauf angekündigt haben. Dieses Forum soll von jugendschutz.net kontrolliert werden. Jugendschutz.net hat dem Bericht zufolge am 27. Oktober in einem Brief den Betreiber des Suizidforums, auf dem sich Sebastian B. drei Wochen vor der Tat ausgelassen haben soll, wegen jugendgefährdender Inhalte abgemahnt.

Am 2. November habe der 18-Jährige im Internet-Forum waytodeath.com auf die Frage, was er jetzt am liebsten tun würde, angekündigt: "Mir SP (Sprengstoff) besorgen, meine 45 und 12er Vorderlader laden, und Leute umlegen." Laut Forumsregeln wird sofort die Polizei informiert, sobald konkrete Taten angekündigt werden. Der Betreiber habe aber nicht reagiert, berichtet das Blatt
---------
SPIEGEL ONLINE - 23. November 2006, 17:44
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,druck-450400,00.html

Schüler stellten "Todesliste" ins Internet

Zwei Schüler in Osnabrück haben sich einen geschmacklosen Scherz zu einem schlechten Zeitpunkt erlaubt: Sie sollen eine Todesliste ihrer Lehrer erstellt und als Bild auf die Webseite eines Mitschülers geladen haben. Nun ermittelt die Polizei.


Soviel zu den Themen Jugendschutz bzw. Internetkontrolle.
---------
SPIEGEL ONLINE - 23. November 2006, 19:19
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,druck-450421,00.html
TERROR-ERMITTLUNGEN
Verdächtiger nennt Frankfurter Anschlagsplan "Spaß" und "Action"

Einer der sechs Terror-Verdächtigen von Frankfurt hat sich erstmals öffentlich geäußert - und bestritten, dass die vorige Woche gefasste Gruppe einen Anschlag auf ein Flugzeug plante. Alles sei nur "Spaß" gewesen. Die "Süddeutsche" berichtet, die Bundesanwaltschaft habe den Fall aufgebauscht.
---------
SPIEGEL ONLINE - 23. November 2006, 17:37
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,druck-450370,00.html
KNAST IN DEUTSCHLAND
Foltern, raufen, randalieren

Von Julia Jüttner

Ein Jugendlicher zu Tode gefoltert, ein weiterer Mann nur knapp vor einem erzwungenen Selbstmord gerettet - trauriger Gefängnisalltag? Die Zustände in deutschen Haftanstalten haben sich nach Einschätzung von Kriminologen in den vergangenen 20 Jahren dramatisch verschlechtert.

voll daneben

DER SPIEGEL 47/2006 - 20. November 2006
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,druck-449840,00.html
KULTURKAMPF
Der Fehlbare

Von Alexander Smoltczyk

Mit seiner Regensburger Rede hat Papst Benedikt XVI. fast eine globale Krise ausgelöst. Die Geschichte des Konflikts erzählt viel über die Hilflosigkeit des Vatikans gegenüber der Gegenwart.

________

Es handelt sich hier mitnichten um einen Kulturkampf. Der findet täglich an den Kassen der Kulturtempel bzw. auf den Brettern, die Kultur bedeuten, statt. Oder bereits im Vorfeld beim Blick in die eigene Geldbörse.

Und mitnichten handelt es sich um Fehbarkeit oder gar Hilflosigkeit gegenüber der Gegenwart.

Es handelt sich bei der Regensburger Rede des deutschen Oberhirten um knallharte Machtfragen.

Zitat: "Er hat gesagt, was er und die von ihm abhängigen Heiligkeiten denken. Danke für die klare Botschaft. Ach ja, es war eben keine Panne, auch wenn für deren Begründung etliche Bytes auf SPON vollkommen sinnlos verkleckert werden."

Deswegen zur Wiederholung: Vollkommen sinnlos haben SPON und Spiegel hier Arbeitszeit verkleckert.

Beziehungen aufs Spiel setzen

SPIEGEL ONLINE - 24. November 2006, 00:21
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-450433,00.html

Russischer Ex-Spion nach Vergiftung gestorben

"Litwinenko ist nicht die Art Person, für die wir bilaterale Beziehungen aufs Spiel setzen würden", sagte SWR-Sprecher Sergej Iwanow.

__________

Das impliziert ja, daß es durchaus Personen geben könnte, wegen derer man bilaterale Beziehungen aufs Spiel setzt.

Oder zu gut deutsch. Ich traue jeder Regierung dieser Welt jedwede Schweinerei zu.

Halbwissen

SPIEGEL ONLINE - 23. November 2006, 23:17
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-450419,00.html

Kloeppel und Engelke an Sintflut und Hausratten gescheitert

Wenn man sich unsicher sei, "tuschelt man lieber erst und tauscht sich mit jemandem aus, der ähnliches Halbwissen hat", sagte Anke Engelke.

___________

Genauso ist es.

23. November 2006

Humor ist wenn Mann/Frau trotzdem lacht

Nachstehend eine email, die ich heute über einen fetten Veteiler zugestellt bekam. Der Absendername ist mir bekannt. Der Text wurde aus einer PDF-Datei extrahiert und weitestgehend layoutkonform in dieses Blog eingepaßt.

Die Erlaubnis zur Veröffentlichung wurde mir erteilt. Fehler in der Rechtschreibung und Grammatik wurden beibehalten. Aber nun gehts los.
-----------
Liebe Mitstreiterinnen, liebe Mitstreiter,

während Ihr alle zwei Tage lang die berühmte Oppositionsbank gedrückt habt, hat unsere Stellv. Bundesvorsitzende wieder mal das Bedürfnis verspürt, die interessierte oder sollte ich besser schreiben die amüsierte Medienwelt mit einer Presseerklärung beglückt. Dazu einige Anmerkungen und Fragen.

Viel Spaß und herzliche Grüße
----------------
Nachstehende kritische Randglossen zu einer Presseerklärung. Sind Sie wohl so gut, nach Durchlesung, zur Einsicht andere mitzuteilen. Ich bin überbeschäftigt und muß schon weit über das Arbeitsmaß hinausschießen, das mir ärztlich vorgeschrieben ist. Es war mir daher keineswegs ein "Genuß", solch langen Wisch zu schreiben. Doch es war notwendig, damit später meinerseits zu tuende Schritte von den Parteifreunden, für welche diese Mitteilung bestimmt ist, nicht mißdeutet werden.*
______________

In der Presseerklärung** "Gemeinsam für das Recht auf Selbstbestimmung und gegen jegliche Art von Gewalt an Frauen" der stellvertretenden Vorsitzenden der Linkspartei.PDS, Katja Kippimg, vom 23.11.2006 heißt es u.a.:

Die schlimmen Tatsachen zeigen jedoch, dass Frauen und Mädchen in aller Welt nach wie vor unter den bestehenden, männlich geprägten Strukturen zu leiden haben.
Was will sie mir damit sagen? Unter männlich geprägten Strukturen leiden neben Frauen und Mädchen des weiteren Greise, Jugendliche, Arbeitslose, Latinos, Schwarzafrikaner, Asiaten, Muslime, Christen, Atheisten, Kleinkinder sowie Wale, Delphine und der Thunfisch.

Die Mehrheit der zivilen Opfer in kriegerischen Auseinandersetzungen sind Frauen.
Dese Behauptung ist genau das, was sie ist, eine Behauptung, der jede Beweiskraft fehlt. Das Behauptungsniveau dagegen ist schon sehr hoch.
Soweit ich das auf Grund meiner begrenzten Möglichkeiten verfolgen kann, dann besteht die Mehrheit der zivilen Opfer in kriegerischen Auseinandersetzung vor allem aus Kindern, Frauen, Alten und Jugendlichen. Ohne eine mengenmäßige Aufschlüsselung.
Ansonsten hätte ich den Satz gerne mit Zahlen belegt, damit er zitierfähig belastbar ist.

Die Linke will nicht nur ökonomische, sondern alle Unterdrückungsverhältnisse überwinden, dazu gehört an vorderster Stelle die geschlechtsspezifische Ungleichheit.
Dazu fallen mir gleich zwei verwirrte Gedankenstränge ein.
a) Ach so? Wußte ich noch gar nicht. Und wieso hat die Linke das nicht gleich beschlossen? Oder hat sie es? Vor? Und könnte sie, wenn sie dann am Beschließen ist, nicht gleich noch verbindlich festlegen, daß ab sofort wieder, sagen wir mal, um die 23-27 Grad Celsius Tagestemperatur, höchstens schwacher Wind aus West bis Nordwest und viel Sonne, möglichst bis abends 21:23 eingeführt werden? Das käme mir sehr gelegen. Mir ist nämlich arschkalt. Und wenn ich auf den Monitor schaue, oder aus dem Fenster, kommt mir das kalte Grausen.
b) Ach du großer Schreck! Dann werd' ich mir mal sogleich meinen Pullermann abschneiden. Oder ich lasse mir eine Möse wachsen.
Die Trainingseinheiten im Fitneßstudio habe ich schon gebucht, damit ich statt meiner Hühnerbrust alsbald veritable Melonen vor mich her trage.

..., weil oft sexuelle Ausbeutung das Ziel des Frauenhandels ist.
Und was sind die anderen Ziele?

Wir fordern für Männer und Frauen die gleiche soziale Sicherheit, gleichen Lohn, gleichen Zugang zu Bildung und Einkommen, selbstständige Erwerbsarbeit für alle Menschen, Gleichstellung in der Politik sowie in allen Bereichen des sozialen und wirtschaftlichen Lebens.
Nur ganz nebenbei, ich habe keine Lust, selbständig erwerbstätig zu sein.

Ansonsten fällt mir dazu nichts mehr ein. Nur ein Spruch:
"Beim Lesen muss man sich was vorstellen können…" (Quelle: http://www.bibel.de)

Und ein ellenlanges Zitat aus der Bibel***:

"Doch "alle Gesellschaftsglieder" und "das gleiche Recht" sind offenbar nur Redensarten.

Ich bin weitläufiger auf den "unverkürzten Arbeitsertrag" einerseits, "das gleiche Recht", "die gerechte Verteilung" andrerseits eingegangen, um zu zeigen, wie sehr man frevelt, wenn man einerseits Vorstellungen, die zu einer gewissen Zeit einen Sinn hatten, jetzt aber zu veraltetem Phrasenkram geworden, unsrer Partei wieder als Dogmen aufdrängen will, andrerseits aber die realistische Auffassung, die der Partei so mühvoll beigebracht worden, aber Wurzeln in ihr geschlagen, wieder durch ideologische Rechts- und andre, den Demokraten und französischen Sozialisten so geläufige Flausen verdreht.

"Von diesen Grundsätzen ausgehend, erstrebt die deutsche Arbeiterpartei mit allen gesetzlichen Mitteln den FREIEN STAAT - UND - die sozialistische Gesellschaft; die Aufhebung des Lohnsystems MIT dem EHERNEN LOHNGESETZ - und - der Ausbeutung in jeder Gestalt; die Beseitigung aller sozialen und politischen Ungleichheit."

Anstatt der unbestimmten Schlußphrase des Paragraphen, "die Beseitigung aller sozialen und politischen Ungleichheit", war zu sagen, daß mit der Abschaffung der Klassenunterschiede von selbst alle aus ihnen entspringende soziale und politische Ungleichheit verschwindet.

Dixi et salvavi animam meam. (Ich habe gesprochen und meine Seele gerettet.)

----------------
Ich kann nur meiner Hoffnung Ausdruck verleihen, daß die verantwortlichen RedakteurInnen in deutschen Medien diese Presseerklärung genauso behandeln, wie 99% aller anderen, die den Parteivorstand oder die Linksfraktion verlassen, indem sie diese mit generöser Geste im Papierkorb versenken.
___________
* frei nach: Karl Marx, Kritik des Gothaer Programms
http://www.ml-werke.de/marxengels/me19_013.htm

** vollständiger Text
http://sozialisten.de/presse/presseerklaerungen/view_html?zid=34585

*** Karl Marx, Kritik des Gothaer Programms
http://www.ml-werke.de/marxengels/me19_013.htm

schon wieder falsch

SPIEGEL ONLINE - 23. November 2006, 13:34
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-450338,00.html

Union und SPD einig über Stasi-Unterlagengesetz

...Ab kommendem Jahr sollen nur noch höhere Beamte, Politiker und Richter auf eine frühere Tätigkeit bei der Stasi überprüft werden.

Die Koalitionsfraktionen einigten sich ferner darauf, den im ursprünglichen Gesetz aus dem Jahr 1991 verankerten Verjährungsgrundsatz zu streichen...

Vaatz und Thierse betonten, dass mit der Neuregelung kein Schlussstrich unter die Aufarbeitung der SED-Diktatur gezogen werde.

___________

Es geht also nicht um Unterlagen, sondern um Personen. Das sind vollkommen verschiedene Dinge. Das eine ist Literatur, das andere das Leben.

Und bezüglich Vaatz und Thierse habe ich eine Frage, um meine Unkenntnis etwas aufzuhellen: Welche SED-Diktatur? Und was hat das mit Arbeit zu tun?

kein Geständnis

Janet Jackson - Sex im Flugzeug

Das ist kein Geständnis sondern eine Offenbarung.

Oder wieder mal absoluter Schwachsinn, den SPON bereitwillig weitergereicht hat.

Oder einfach nur Neid. Und Anerkennung zugleich. Wie bei mir.