12. November 2006

Internet stärker überwachen

„Wir müssen das Internet stärker überwachen“

Monika Harms, GeneralbundesanwältinSagt Frau Harms. Und grinst dazu. Sie wird wohl wissen warum.

Hier einige Auszüge aus Harms Märchen:

Wie groß ist die Terrorbedrohung in Deutschland?

Das wissen wir nicht genau. Und das macht die Sache so gefährlich... dass die Ruhe in Deutschland trügerisch sein kann. Ich ziehe gern den Vergleich zu einem Geysir, der lange ruhig ist und plötzlich hoch kocht. Wir müssen sehr, sehr wachsam sein.

Mangelt es an Wachsamkeit?

Die Politiker sind durchaus problembewusst. Die Gefahr liegt darin, dass die Gesellschaft möglicherweise nicht wachsam genug ist.

...brauchen die Sicherheitsbehörden weitere Instrumente?

Lassen Sie uns erst einmal mit dem vorhandenen Instrumentarium arbeiten. Von zentraler Bedeutung ist sicherlich die Überwachung des Internets. Islamistische Extremisten tauschen ungeheuer viele Informationen in unterschiedlichsten Sprachen über das Internet aus. Wir müssen uns rüsten, um hier auf Augenhöhe zu kommen.
...
Grundsätzlich bin ich allerdings der Meinung, dass wir uns wichtige Instrumente, die uns auf Augenhöhe mit den Terroristen bringen, nicht aus der Hand nehmen lassen sollten.

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Erklärt haben möchte ich schon, was Frau Harms unter "gleicher Augenhöhe mit Terroristen" versteht. Und wie sie das Internet stärker überwachen will, bei ungeheuer vielen Informationen und vielen Sprachen, das bleibt wohl ihr Geheimnis.

Ansonsten empfinde ich es als saufriedlicher Bürger als Belästigung, an einem ruhigen, regenvertrieften Sonntag, die Angstvisionen einer Frau aufgedrückt zu bekommen, die nicht meine sind.

Angst kann man auch herbeireden. Man muß nur lange genug dran werkeln, Frau Harms.

Losung des Tages:

Wenn ich mal groß bin, werde ich Blockwart!

Ende der Losung.

Gewissen

SPIEGEL ONLINE - 12. November 2006, 12:15
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-447934,00.html

Blair redet Bush ins Gewissen

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Wie soll denn das gehen? Dazu müßte der ja sowas wie ein Gewissen haben.

Fazit: Wieder mal eine Falschmeldung.

11. November 2006

relativ erfolgreich

Auf RTL läuft wohl sowas wie diese Eissturzshow, die PRO7 eigentlich für sich alleine reklamierte.

Dort wurde Norbert Schramm dem spratteblöden Publikum als erfolgreichster deutscher Eiskunstläufer aller Zeiten vorgestellt.

Mein schwaches Gedächtnis grub noch Jan Hoffmann aus der hintersten Gehirnwindung aus.

Vergleicht man beide Biografien, dann relativiert sich das Wort "erfolgreichster" zu einer eher durchschnittlichen Karriere, die den sonst gewohnten Weltspitzenansprüchen deutscher Mikrofon-Maulhelden nicht mal annähernd gerecht wird.

Mompers "Möchte"

Momper, ja der, genau der, an den ihr jetzt denkt, dieser Momper funktioniert wie Pawlows Hund. Halt ihm ein Mikrofon vor die Nase und er plappert bereitwillig jeden Blödsinn hinein.
Und der wird dann auch noch gesendet und geht so: "Ich möchte nicht, daß sich die Rechten hier einschleichen als gehören sie zum Alltrag." (N-24, bei der Demo zum NPD-Parteitag in Berlin)

Lieber Herr Momper, falls sie es verpennt haben, hier noch mal zur Bekräftigung: Die Rechten und Nazis und Ausländerfeinde und asozialen Reichen gehören zum Alltag. Ob sie das möchten oder nicht, das ist denen scheißegal.

Momper ist der Vorschläfer im Berliner Landtag. Anders kann man diese schnarchnasige Verlautbarung nicht sehen.

Im übrigen standen ihm die üblichen Verdächtigen, also weitere Superdemokraten, nicht nach und bliesen ebenfalls bunte Luftballons zur Erbauung der Gutmenschen auf.

vgl. auch, was vor zwei Tagen in der Zeitung, der Berliner (!!!) stand:

(davon abgesehen, daß die Überschrift klingt wie: Nu issa endlich anjekomm!)

Berliner Zeitung

Rechtsextremismus erreicht Mitte der Gesellschaft
Studie: Antisemitische und demokratiefeindliche Einstellungen im Westen häufiger als im Osten


09.11.2006

Politik - Seite 08

Andreas Förster

BERLIN. Antisemitische sowie ausländer- und demokratiefeindliche Einstellungen durchziehen sämtliche Schichten und Altersstufen der deutschen Bevölkerung. Zu diesem Ergebnis kommt eine gestern in Berlin vorgestellte Studie im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Zwei Wissenschaftler der Leipziger Universität - Elmar Brähler und Oliver Decker - hatten bundesweit rund 5 000 Deutsche über ihre Haltung zu rechtem Gedankengut befragt. Dabei zeigte sich auch, dass der Rechtsextremismus im Westen Deutschlands, wo mit 9,1 Prozent jeder elfte ein entsprechendes Weltbild hat, deutlich weiter verbreitet ist als im Osten, wo die Quote bei 6,6 Prozent liegt. "Die rechten Parteien haben im Westen ein größeres Wählerpotenzial als im Osten", sagte Brähler.

Irreführender Begriff

In ihrer Studie kommen die Leipziger Wissenschaftler zu dem Fazit, dass rechtsextremes Gedankengut längst schon in allen Bundesländern die Gesellschaft durchdrungen hat. "Von dem einfachen Bild, dass nur im Osten die bösen Rechten sitzen, müssen wir uns verabschieden", sagte Elmar Brähler. "Bayern etwa kann, was die Verwurzelung rechtsextremer Einstellungen in der Bevölkerung anbelangt, mit den tiefsten Ostprovinzen mithalten."

keine Ahnung vom Internet

http://www.presseportal.de/story.htx?nr=898366



"Die Fotos dürfen nicht verändert, bearbeitet und nur im Ganzen verwendet werden. Sie dürfen nicht archiviert werden. Sie dürfen nicht an Dritte weitergeleitet werden."

So heißt es im Anriß der Seite.

Will man so ein Bild runterladen heißt es:

"Bilddownload

Die honorarfreie Verwendung dieses Bildes ist ausschließlich im Rahmen redaktioneller Berichterstattung erlaubt. Das Bild kann zu diesem Zweck vervielfältigt und veröffentlicht werden. Die Bearbeitung des Bildes ist nicht erlaubt, mit Ausnahme der Verkleinerung oder Vergrößerung sowie der technischen Aufbereitung zum Zweck der optimalen Vervielfältigung."

Wahrscheinlich weil erstens Elton möglicherweise kein Star ist und zweitens höchst unvorteilhaft dreinschaut.



Ahnung vom Internet haben sie jedenfalls nicht, wenn sie solchen Unfug schreiben.
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siehe auch:

Adieu Kopierschutz

Harald Taglinger 07.11.2006

Neben der Spur

Sagen wir es so. Alles was kopierbar ist, wird kopiert. Das passiert nicht zum Schutz eines Einzelnen. Aber es hilft manchmal der Allgemeinheit weiter. Unter Schmerzen.

"Es gibt keinen Datenschutz mehr, denn der Kopierschutz ist dahin. Für alle."

prosaisches Geplapper

SPIEGEL ONLINE - 11. November 2006, 11:38
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-447853,00.html
ANSCHLAGSGEFAHR
Generalbundesanwältin warnt vor möglichen Terroranschlägen

Die Terrorwarnungen werden lauter: Nach den Berichten des britischen Geheimdienstes hat nun Generalbundesanwältin Harms zu "größerer Wachsamkeit" aufgerufen. Einem Fernsehbericht zufolge plant das Terrornetzwerk al-Qaida mehrere Anschläge auf Ziele in Europa.

Hamburg - Die momentane Ruhe könne trügerisch sein, sagte Generalbundesanwältin Monika Harms der "Bild am Sonntag". Sie verglich die Terrorgefahr mit einem Geysir, der lange untätig sei und plötzlich hochkochen könne.


Sehr lyrisches Geplapper, aber ich weiß nicht, was ein Geysir ist, der lange untätig war und plötzlich hochkocht. Ich kann es mir nicht mal vorstellen.

SPIEGEL ONLINE - 10. November 2006, 07:47
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-447597,00.html

Geheimdienst warnt vor Terroranschlägen

Der britische Geheimdienst geht davon aus, dass derzeit bis zu 30 größere Terroranschläge im Land geplant werden. Der MI5 beobachtet derzeit rund 1600 Verdächtige. Viele von ihnen sollen Verbindungen zur Qaida in Pakistan haben.

London - Die künftigen Bedrohungen könnten auch den Einsatz von Chemikalien oder von Atomtechnologie umfassen, sagte die Chefin des Geheimdienstes MI5, Eliza Manningham-Buller, der BBC zufolge. Junge britische Muslime würden auf einen Einsatz als Selbstmordattentäter vorbereitet.


Naja, wenn Frauen über Terror schwätzen, dann kommen halt solche Banalitäten raus.
Dem Sinngehalt nach klingt es wie: Heute Nachmittag wird es ein scheiß Wetter geben, wie ich mit einem Blick aus dem Fenster konsterniere.

Das Beste an dem Rumgequarke sind noch die lustigen Karnevalsbilder von BTO am heutigen Tage, die das illustrieren sollen.




http://www.welt.de/data/2002/04/05/411088.html

Mangelnde Hygiene in Krankenhäusern fordert jährlich bis zu 40.000 Todesopfer

http://www.welt.de/data/2005/04/05/622054.html

Kunstfehler töten mehr Deutsche als Verkehrsunfälle

Präsident der Chirurgischen Gesellschaft beklagt "Politik des Schweigens" - internationale Studien liefern "schockierende Ergebnisse"

München - An Behandlungsfehlern sterben in deutschen Krankenhäusern mehr Menschen als im Straßenverkehr. Der Präsident der Deutschen Chirurgischen Gesellschaft, Matthias Rothmund, legte gestern in München alarmierende Zahlen vor: Demnach zählt das Risiko, an Kunst- und Behandlungsfehlern im Krankenhaus zu sterben, zu den zehn häufigsten Todesarten. Rothmund forderte seine Kollegen auf, die "Politik des Schweigens" zu beenden und Konsequenzen zu ziehen.

9. November 2006

Attacke

SPIEGEL ONLINE - 09. November 2006, 13:57
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-447454,00.html

Platzeck attackiert Vizekanzler Müntefering

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Macht er nicht!

Videotextbonbons



Pädagogisch wertvoll ist Schmidt schon lange nicht mehr. Und wenn man über Nacht erblondet... Na ja, die Musik ist ja irgendwie auch blond.

Von wegen gesenkte Handypreise. Bin ich gestern losgezogen, hab den Videotext vorgezeigt und wollte so ein verbilligtes Gerät haben. Ihrem Gesichtsausdruck nach wähnten sie sich in der Sendung "Sie verstehen kein' Spaß".



Frau Merkel braucht sowas nicht, weil... Sie findet auch ohne Navigator nicht zurecht.



Und hierzu fällt mir zu nächtlicher Stunde leider nichts mehr ein, Herr Kerner.

8. November 2006

Kofferbomber - die hundertste

SPIEGEL ONLINE - 08. November 2006, 17:42
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,druck-447295,00.html
KOFFERBOMBER VON KÖLN
"Wir wollten Furcht einflößen"

Die Bombe sollte ein Protest sein - gegen die Mohammed-Karikaturen. Jihad Hamad, einer der beiden mutmaßlichen Kofferbomber von Köln, hat in sich in einem Fernsehinterview zu den Anschlagsplänen geäußert. Mit der Bombe habe man nicht "viele Menschen töten", sondern "Furcht einflößen" wollen.

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Ach so? Das las sich aber in der Gesternheit noch anders.

alte Kamellen

fundamentaler Nährboden

Verlautung

nu hamwa den Salat

Fabulierkunst

oligophrene Schreiber

Und in den Terrorzweifeleien hieß es bereits am 31.08. d.J.: "Würde mich nicht wundern, wenn auch den Kofferträgern hierzulande attestiert werden muß, daß sie vollkommen durchgeknallte Halbwüchsige sind, die die Konsequenz ihres Tuns nicht überschauen konnten."

Borat



Ich hab mich köstlich über* diesen Film amüsiert. Und die anderen 8 Besucher auch. Ja, genau so viel haben in das große Kino reingepaßt.

* Bei diesem Film natürlich. Während er gezeigt wurde.

Trotz Juden-, Zigeuner- und Kasachenwitzen.



Tschuldigung, das ist er wohl in seiner Lieblingsbadebekleidung. Ist mir wieder mal die Maus bei der Selektion (Datei auswählen) verrutscht.



Borat for president.

[edit 11.11.]

Die Netzeitung kolportierte diesen Satz zur Sperrung des Wikipedia-Artikels über Kasachstan.

"Andere Witzbolde fügten nach Informationen der britischen Zeitung «The Sun» die fehlerhafte Information hinzu, dass Frauen in Kasachstan seit 1978 auch Busse benutzen dürfen."

Wenn diese Information fehlerhaft ist, was ist denn dann momentan Usus in Kasachstan? Dürfen sie keine Busse benutzen? Oder erst seit 1998? Oder schon seit 1917?

Was ist da los?

[/edit]

[edit 22.11.]

http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,druck-450051,00.html

Nach etlichen Protesten aus Kasachstan bekam Cohen nun zur Abwechslung auch mal wohlgelaunte Töne zu hören. "Es gibt doch diesen Spruch, wonach am Ende jedwede Publicity gute Publicity ist", scherzte Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew bei seinem derzeitigen Besuch in London...

Angesprochen auf die anfangs scharfe Kritik seiner Regierung an dem Film "Borat" sowie dem britischen Hauptdarsteller Sacha Baron Cohen, sagte der Präsident: "Dieser Film wurde als Komödie erschaffen, dann lasst uns also darüber lachen."


[/edit]

produktiv unproduktiv

Linux ist das beste, was man sich antun kann?

Szenario: Ich mache eine Fotosession und komme mit ca. 1200 Bilder zu 4 GB wieder gen Desktop. Kühnen Entschlusses lösche ich in einem ersten Ritt ca. 700. Nach dem Überschlafen der Aktion fallen noch einmal 150 der del-Taste zum Opfer. Bleiben ca. 350 mit 1GB über.

Die sind inhaltlich vorsortiert und sollen in einem ersten Arbeitsgang velustfrei von der Redundanz befreit werden.

Freundlicherweise gibt es dafür ein kryptisch zu bedienendes Kommandozeilentool namens jpegcrop.

Unter dem Fensterbetriebssystem nutze ich für diese elende Arbeit jpegcrops mit s am Ende. Ein grafisches Frontend der Merzedesferrariporsche-Klasse, dem keine zweite Software das Wasser reichen kann. Die Arbeit geht zügig und komplikationsfrei vonstatten.

Nun habe ich diesen Arbeitsaufwand unter Xubuntu nachvollziehen wollen und bin gescheitert. Die ach so geile und produktive Linuxwelt scheitert an dieser simplen Aufgabe, eine komfortabel zu bedienende GUI für diese Arbeitsgänge zu programmieren. Gerade mal ein sperriges und lächerliches TCL/TK-script habe ich gefunden, was den Versuch unternimmt, sich diesem Anliegen zu widmen. Ansonsten grandiose Fehlanzeige.

Nebenbei wollte ich auch einen Scanner in Betrieb setzen. Meinen Scanner, an meinem PC, mit meinen Festplatten und meinen Daten. Durfte ich nicht, weil mir die Rechte dazu fehlen. Meint das Linux jedenfalls. Das war allerdings binnen 5 Minuten geklärt. Gemeint waren Dateisystemrechte, die ich zu ändern hatte.

Verarschen kann ich mich allerdings alleine besser, als es die Linuxer können. Wenn ich meinen Scanner an meinem PC in Betrieb nehmen möchte, dann möchte ich das. Dann möchte ich keine Konfigurations- und Systemrechtekonflikte lösen.

Eigentlich kann ich meinen halbjährlichen x-ten Linuxanlauf schon wieder abbrechen. Die produktiven Dinge laufen unter Windows dreimal besser als mit Linux, wenn es überhaupt Software dafür gibt.
(Obiges Szenario habe ich natürlich auch mit Wine versucht, aber das raubt einem auch die letzten Nervern, so lahmarschig werkelt das vor sich hin. jpegcrops läuft zwar anstandslos, aber eben wie ein Nordicwalker durch den Stadtpark schleicht, vorsichtig und voller Hemmungen, entdeckt zu werden.)

GIMP ist ebenfalls sehr gewöhnungsbedürftig und nicht leicht im Einstieg. Audacity für Musikwerke geht einen noch eigenwilligeren Weg, der fernab von ausgeklügelter Benutzerführung ist. Usw. usf.

Ich bleib dabei. Bisher hat sich ausschließlich herausgestellt, daß Linux für Internet glotzen und Brief an Omma schreiben taugt. Alles darüber hinausgehende ist mit etlichen Hürden versehen, als da wären die vier schwierigsten:

- herauszukriegen, welche Software man installieren soll oder muß oder will, denn die Aussagekraft über die Qualität der Produkte ist in etwa annähern Null,
- fehlende Software- und Treiberbestandteile selbst ausfindig zu machen, diese zu besorgen und zu installieren, weil Paketabhängigkeiten nicht gelöst sind
- umfassende Änderungen an diversen Konfigurationsdateien vorzunehmen, wie im internet beschrieben, aber weil man sich vertippt, funktioniert natürlich nichts und
- schließlich und endlich alle Systemrechte der Bequemlichkeit halber auf lesen und schreiben dürfen alle alles setzen, damit der DVD-Schreiber, der Scanner, die Digitalkamera, der Drucker usw. auch wirklich vom heimischen Anwender genutzt werden können. Macht man das nicht, holpert man bei jedem zu installierendem Gerät wieder in die Falle der Betriebssystemrechte.

Oder zu gut deutsch. Xubuntu ist auch nur eines von vielen schlechten Betriebssystemen. Nichts besonderes.

Rechtsmitte

SPIEGEL ONLINE - 08. November 2006, 12:36
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-446805,00.html
RECHTSEXTREMISMUS
In der Mitte angekommen

Von Philipp Wittrock

Rechtsextremismus ein Randphänomen? Mitnichten. Einer Studie zufolge finden sich rechtsradikale Einstellungen quer durch alle Bevölkerungsschichten, Bundesländer und Generationen. Der "Einstiegsdroge" Ausländerfeindlichkeit ist bereits mehr als ein Viertel aller Deutschen verfallen.

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Ach so? Bisher waren von SPON die Nazis doch immer in den ostdeutschen Randbezirken (Marzahn, Köpenick und Pirna) lokalisiert worden. Auf einmal tauchen sie mitten unter uns allen auf, in der Straßenbahn, in der Kaufhalle, beim Joggen usw.

Mal sehen, ob SPON diese publizistische Linie durchhält.

Ich wage ja gar nicht zu fragen, ob die im Artikel genannten 25% auch auf die Redaktion oder z.B. den Bundestag zutreffen.

Stromausfall 2

SPIEGEL ONLINE - 08. November 2006, 08:03
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck-447113,00.html

Experte befürchtet weitere Stromausfälle

Der Stromausfall vom Wochenende ist nach Überzeugung des Spannungstechnikers Armin Schnettler nur das Indiz für eine chronische Überbelastung des gesamten Netzes. Europas Stromkunden könnten künftig öfter als bisher ohne Elektrizität bleiben.

5. November 2006

Stromausfall

Da hamse mal eine Leitung für 'nen Dampfer dichtgemacht und dann sitzt halb Europa im Dunkeln.
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Zur Erinnerung:

http://www.3sat.de/nano/astuecke/14752/index.html

Den Verbraucher im Regen stehen lassen - in Deutschland und den anderen EU-Staaten kann das nicht passieren. Hier gibt es überreiche Auswahl: Wasser oder Wind, Atom oder Kohle, gelb oder grün. Zehn bis 15 Prozent Überkapazität selbst in den Spitzenzeiten - davon kann Kalifornien derzeit nur träumen. Und wenn Not am Markt ist, stehen außerdem noch Reservekraftwerke im Stand-by-Betrieb. Die Liberalisierung des Strommarkts vor knapp drei Jahren hat den Wettbewerb angekurbelt.
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http://www.energie-fakten.de/html/stromausfall.html

Besorgte Bürger fragen deshalb, ob denn auch in Deutschland solche Blackouts passieren könnten.

Die Voraussetzungen dafür, dass bei uns so etwas nicht passiert sind relativ günstig. Unsere Netze sind grundsätzlich vermascht, das heiß, dass der Strom von zwei Seiten her zu einem Verbrauchsschwerpunkt fließen kann. Fällt eine Leitung aus, so fließt er eben über die andere herbei. Es sind ausreichend Reserven sowohl in den Netzen als auch in den Kraftwerken vorhanden. Die Kraftwerke stehen in der Nähe der Verbrauchsschwerpunkte so daß der Strom nicht über weite Entfernungen transportiert werden muss; das ist günstig für die Versorgungssicherheit.

Trotzdem ist auch bei uns bei einem Zusammentreffen von mehreren unglücklichen Umständen ein großflächiger Stromausfall möglich, jedoch sehr unwahrscheinlich. So hat es zum Beispiel in den letzten 30 Jahren in (West-) Deutschland keinen großflächigen Blackout mehr gegeben.
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http://www.winfuture.de/news,10422.html
Freitag, 15. August 2003

Stromausfall wie in USA in BRD nicht zu befürchten
von maltiBRD für WinFuture.de

Ein Stromausfall wie in den USA und Kanada ist nach Einschätzung von Experten in Deutschland nicht zu befürchten. Zum einen sei nicht zu erwarten, dass in Deutschland mehr Strom verbraucht als erzeugt werde, sagte der Vorsitzende des Bundes der Energieverbraucher, Aribert Peters, am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Es gebe "erhebliche Reserven bei der Erzeugungskapazität". Aber auch ein möglicher Kraftwerksausfall durch Blitzeinschlag oder eine sonstige Panne würde nach Angaben des Leiters des Energie Instituts an der Universität Bremen, Wolfgang Pfaffenberger, in Deutschland sofort ausgeglichen. Das Problem in den USA sei offenbar, dass es nicht genug Stromleitungen gebe. In Deutschland seien die Netze aber eher überdimensioniert, sagte er AFP.
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http://www.heise.de/bin/tp/issue/r4/dl-artikel2.cgi?artikelnr=15527&mode=print

Blackout in Großbritannien

Twister (Bettina Jodda) 30.08.2003

Erst vor zwei Wochen hatte eine Sprecherin des Stromversorgungsunternehmens National Grid den Stromausfall in den USA mit den Worten kommentiert, ein solches Vorkommnis sei in Großbritannien höchst unwahrscheinlich...

usw. usf.
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Ergänzende Informationen

Kommt bald die Apokalypse? - Die großen Blackouts der letzten Zeit decken die Achillesferse der Informationsgesellschaft auf
http://www.heise.de/bin/tp/issue/r4/dl-artikel2.cgi?artikelnr=15745&mode=print

Wenn es Nacht wird - Stromausfall: Betriebskosten der Zivilisation oder Terrorismus?
http://www.heise.de/bin/tp/issue/r4/dl-artikel2.cgi?artikelnr=15754&mode=print

Nie wieder Stromausfälle
http://www.heise.de/bin/tp/issue/r4/dl-artikel2.cgi?artikelnr=15748&mode=print

4. November 2006

Ox oder Ux

Als da sind vor kurzem erschienen: Fedora Core 6 (Linuxdistribution ausschließlich auf opensource-Basis) und Ubuntu 6.10 in verschiedenen Derivaten.

Hab ich also wieder mal den Versuch unternommen, einen Ersatz für mein anderes Fenstermanagement zu finden.

Die heikelste Angelegenheit habe beide gut bewältigt, die Installation bei Beibehaltung der Partitionierung und der auf den Partitionen befindlichen Daten. Auch das Anlegen der Linuxpartition ging diesmal ohne Murren vonstatten. Bei meinem letzten Test sind dreimal die Daten abgeraucht. Sie waren allerdings mit testdisk wieder rekonstruierbar. Für den extremen Notfall hatte ich damals wie jetzt alles extern gesichert.

Fedora installierte den Gnome-Desktop und ansonsten nur spartanische Anwendungen für den ersten Gebrauch. Das war mir nichts.

Also Ubuntu rauf. Auch Gnome und ein bißchen Klickersoftware. Vorrangig für Internet glotzen und Brief an Omma schreiben. Sah ich was im Internet, wollte es ausdrucken. Ende.
Drucker druckt nicht. Andere Fenstersoftware. Drucker druckt. Zurück zu den Pinguinen. Drucker will immer noch nicht.

Hab ich mir noch ein zweites Problem gesucht. Packetwriting auf DVD-RAM bzw. DVD+RW. Hatte ich nach ca. 2 Stunden am laufen. Geht, aber anderes Fenstersystem kann die Scheiben nicht lesen.

Dann wollte ich eine Empehdrei abspielen, sagt mir Herr Linux: geht nicht, soll was installieren.
Aber was ich installieren soll und wie, das hat er mir nicht gesagt. Hier war die Hilfe genauso auskunftsfreudig wie bei Windows. Der Wissende schweigt höflich. Er weiß ja wie es geht.

Um ein funktionsfähiges Alternativsystem mein eigen zu nennen, wäre noch etliches an Arbeit zu reinzustecken, die die Linuxmaintainer nicht vollbracht haben.

Also Kubuntu besorgt, der KDE kann dann wohl doch etwas mehr. Dachte ich. "Installscript crashed, please inform the team". Oder so ähnlich.
Hab ich es wieder in die Ecke gehauen. Dritter Versuch, aber diesmal die Xubuntu-alternate-CD für die Installation genutzt. XFCE als Desktop soll wohl der sparsamste sein.

Drucker druckt auf Anhieb und komischerweise geht auch Packetwriting auf Anhieb, wobei ich nicht sagen kann ob absichtlich oder zufällig.
Ich habe nur eine Stunde gebraucht, um das Schreiben auf DVD auch für einen eingeschränkten Nutzer zu ermöglichen. Da stimmt etliches an Zugriffsrechten im System nicht.
(Davon abgesehen ist der von mir angelegte Nutzer Administrator im System, hier ist also Linux auch nicht besser als Windows. Höchstens in der konsequenteren Umsetzung der Mehrfachbestätigung von administrativen Aufgaben.)

Sicherheitshalber habe ich noch einmal recherchiert, wie das mit dem Packetwriting eigentlich zu sein hat und nötiger- oder unnötigerweise die Software nachinstalliert.

Dann hab ich mich der Empehdreigeschichte unter Xubuntu noch einmal angenommen. Nach etlicher Stocherei im Heuhaufen von Kugel hab ich was gefunden. Die Dinger spielen jetzt.

Hab ich als nächstes versucht, ein shell-script zu verfertigen, das mir genau das macht, was es mir auch in Windows macht, nämlich in einem Rutsch etliche Dateien konvertieren. Daran hab ich zwei Stunden gesessen. Nun geht das auch.

Nach etlichen Stunden rumluxen gehen gerade mal drei Dinge: Internet glotzen und Drucken, Brief an Omma schreiben und Empehdrei hören bzw. konvertieren, um sie auf DVD-RW zu kopieren, die unter Windows nicht lesbar sind.

Das ist egentlich ein bißchen dünn. Scanner, Farbdrucker, Digitalkamera, ISDN-Karte oder Fernsehen sind noch gar nicht aufgelistet, ganz zu schweigen von etlichen Dingen, die ich mit einem PC zu bewerkstelligen gedenke.

Die von mir installierten Uxe kranken durchweg an einem grundlegendem Symptom: Die Linuxgemeinde hat schlichtweg immer noch nicht verstanden, daß es mein PC, meine Festplatten, meine Daten und meine Arbeit ist, die 50 cm vor meinen Glubschen platziert sind.
Ich habe keine Lust, mir irgendwelche kryptischen man-Pages durchzulesen, welche akrobatischen Veränderungen in welchen Dateien nötig sind, damit ich meine Daten lesen, verändern und schreiben kann.

Ich kann es noch viel drastischer ausdrücken. Solange in einer Linuxinstallation auf dem heimischen Privat-PC der VI oder VIM installiert wird, genau solange haben die Linuxer nicht begriffen, was ein heimischer Privat-PC ist und soll.

Die von mir getesteten Installationen des Jahres 2006 haben für einen Privat-PC einen außerordentlich schlechten Anwenderindex. Die Ursache besteht darin, daß die Linuxentwickler keine Philosophie haben, was ein privater PC-Nutzer ist und was er eigentlich machen können soll will. Die Software ist aller Wahrscheinlichkeit nach für alle Belange vorhanden. Es mangelt aber an der nötigen Sorgfalt bei der Zusammenstellung eines dementsprechenden Installationssystems.

Oder: Wer mehr als Internet glotzen und Brief an Omma schreiben will, der muß eine Menge Freizeit investieren, um ein Ux seiner Wahl zu bekommen und etliche wenig hilfreiche Seiten lesen, um die Nadeln im Heuhaufen zu finden. Oder er bleibt bei dem was er hat. Das ist einem aktuellen Ux um ca. 5 bis 10 Jahre in der Benutzerfreundlichkeit voraus. Bill braucht sich also nicht ängstigen. Linux stellt keine Gefahr für sein Firmenimperium dar.

Und die Antwort der Uxe kenn ich schon: Der Ox sitzt vor dem Ux.

Geld darf nicht

SPIEGEL ONLINE - 04. November 2006, 14:43
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck-446465,00.html
MÜNTEFERINGS GENERALANKLAGE
"Geld darf nicht die Welt bestimmen"


Genau. Deswegen ist er schon vor Tagen vehement dafür eingetreten.

SPIEGEL ONLINE - 01. November 2006, 14:29
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-445895,00.html
ARBEITSLOSENGELD-PLÄNE
Müntefering kanzelt Rüttgers ab

...Der SPD-Politiker lässt den neuen CDU-Sozialvorkämpfer mit seinem Plan auflaufen, Älteren länger Arbeitslosengeld I zu zahlen. Er hält davon "wenig bis nichts".

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Davon abgesehen, Geld regiert die Welt nicht. Genausowenig wie das Ozonloch oder der Klimawandel Schuld tragen.

Geld kann nicht, ist nichts tut nichts. Geld lungert einfach nur so rum, in der Geldbörse oder virtuell auf einem Konto. Mehr macht Geld nicht. Zuweilen zerbröselt es in den Fingern der Leute, aber das kennt wohl dann doch jeder mehr oder weniger.

Und nicht zu vergessen: Geld stinkt nicht mal.

3. November 2006

Praktikantenjournalismus

Daß die Inernetseite SPON Journalismus auf tiefstmöglichem Praktikantenniveau betreibt, das ist ein Allgemeinplatz, der hier nicht weiter aufgedröselt werden soll.


Bildschirmfoto von heute 22:20 Uhr

So sollte man es eigentlich nicht machen. Aber sowas kommt, wenn eine Seite auf Automatik denn readaktioneller Einsicht baut.

Daß es noch tiefer geht, hab ich nur per Zufall entdeckt, weil ich für gewöhnlich ausschlielich die Schlagzeilenseite lese.



Verbleibt mir nur zu wünschen übrig, daß die Ankündigung auch eingehalten wird. Je begrenzter dieser Zeitraum desto besser.

Ansichtssache


Helmut Schmidt-Journalistenpreis 2006: Bronzebüste des Altbundeskanzlers vorgestellt
03.11.2006 - 13:00 Uhr

Hamburg (ots) -

Verbrauchernah und kritisch sind sie, die Gewinnerbeiträge des diesjährigen Helmut Schmidt-Journalistenpreises...

Auch in diesem Jahr war der frühere Bundeskanzler und Namenspatron Helmut Schmidt bei der Verleihung anwesend. Der frühere Politiker traf erstmalig auf sein bronzenes Ebenbild, eine im Auftrag der ING-DiBa angefertigte Büste. Die Porträtplastik wurde von Bildhauer Rainer Fetting aus Berlin geschaffen. Zu den bekanntesten Arbeiten des Künstlers gehört die imposante Willy-Brandt-Skulptur, die seit 1997 in der Berliner SPD-Zentrale aufgestellt ist.


Also, die sieht genauso kacke aus, wie dieser Unglücksrabe Willy Brandt. (Der kann sich ja nicht mehr wehren.)
Tja, eine Bank müßte man sein. Dann kann sogar Metallschrott als Kunst verkauft werden.

wen interessiert das?

SPIEGEL ONLINE - 03. November 2006, 19:35
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-446261,00.html
SELBSTVERBRENNUNG EINES PFARRERS
Das Fanal, das keiner versteht

Von Sonja Pohlmann, Erfurt

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Hey Sonja, das interessiert kein Schwein. Ist nur einer von tausenden jährlich.

Atombombenbastelei

SPIEGEL ONLINE - 03. November 2006, 14:49
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,druck-446336,00.html
RISKANTE PANNE
US-Regierung veröffentlichte versehentlich Atombomben-Baupläne

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Das ist ja sowas von bedauerlich. Ich habe mich in den letzten Monaten mit vollkommen anderen Dingen beschäftigt und meine Atombombenbauplanungen darüber ganz vergessen. Und nun veröffentlichen die das und ich kriege es nicht mit.