14. November 2006

Machtwort

Regierung: Kein neues Verfahren

Der Bundesparteitag der NPD in Berlin vom Wochenende hat eine neue Debatte über ein Verbot der rechtsextremen Partei ausgelöst. Die Bundesregierung bekundete ihre Ablehnung. Ein neues Verbotsverfahren sei "nicht Erfolg versprechend", sagte Vize-Regierungsprecher Thomas Steg. Deshalb werde auch "an keinem neuen Verfahren gearbeitet". Innerhalb der Regierung gebe es darüber keinen Dissens.
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Bei der Aussage zu "keinem Dissenz in der Regierung" wurde schon etwas geschummelt. Denn kaum hatten die Journalisten Federkiele und Mikros betriebsbereit und das pawlowsche Sartsignal erteilt, entfleuchte dem Asozialminister ein Schwall heißer Luft. Von wegen Verbot prüfen und so.

Anonsten ist das aber soweit okay. Es impliziert allerdings auch, daß die Regierung lieber weiter den ineffizienten Verfassungsschutz für teures Geld keine Ergebnisse liefern lassen will.

Lesenswert in diesem Zusammenhang ist ein Artikel der netzeitung: "Klar, dass es mehr Aufmerksamkeit bringt, wenn Glatzen in Bomberjacken und Springerstiefeln der Kneipe «Zur deutschen Eiche» im Tal der Ahnungslosen randalieren. Politiker können angesichts des so leicht identifizierbaren Täters beruhigend schnell Therapien verordnen. Doch die FES-Studie macht zwölf in ordentlichen Verhältnissen in der Mitte der Gesellschaft lebende rechtsextreme Typen aus."

13. November 2006

Rauswurf

SPIEGEL ONLINE - 13. November 2006, 14:06
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck-448101,00.html

Börse feiert Ricke-Rauswurf

12. November 2006

ich habe es



Sie hatten es, Frau Merkel, und ich habe es.

Ostdeutsche ausrotten

Umfrage: Ostdeutsche halten Bush für gefährlicher als Bin Laden

Fast jeder zweite Ostdeutsche hält US-Präsident Bush für den gefährlichsten Politiker der Welt. Das ergab eine repräsentative Umfrage des renommierten Instituts für Marktforschung in Leipzig. Danach meinen 47 Prozent der Menschen in den neuen Bundesländern, Bush sei gegenwärtig die größte Gefahr für den Weltfrieden. Dagegen empfinden nur 20 Prozent Al-Kaida-Chef Bin Laden als schlimmste Bedrohung. Mit deutlichem Abstand folgen der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Il und der iranische Präsident Ahmadinedschad.

zuletzt aktualisiert: 12. November 2006 | 12:05
Quelle: MDR INFO
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Fürchterliches Pack, diese Ostdeutschen. Nicht nur, daß in Ostdeutschland die Nazis wohnen und die Bürger in Angst und Schrecken versetzen, nein, die halten den liebenswerten Präsident Bush auch noch für einen gemeingefährlichen Verbrecher. Igittigitt.

Frau Merkel, können sie nicht einiges von ihrem Geblubber, daß sie gepodcastet haben, also ein paar von diesen Polizisten, Spielsachen und Moneten zur Überwachung der Ostdeutschen abspenstig machen?

Diese renitenten Querulanten sollen erst mal lernen, die demokratischen Meinungsäußerungsrechte zu ehren. Mir scheint, von denen geht die wirkliche Gefahr aus.*

Und es wäre sehr nett, wenn sie die Keulung freigäben. Der Testlauf mit den Hühnervögelschwänen müßte doch eigentlich beendet sein. Somit liegen doch etliche Kapazitäten in diesen Anlagen brach.

* Sie haben die freie Wahl, auf was sich das "denen" bezieht

Gesuch

SPIEGEL ONLINE - 12. November 2006, 16:21
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck-447959,00.html

Warten auf Rickes Rücktrittsgesuch

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Ach so?

Über die Woche las sich das aber auch auf SPON so, als ob er gezwungen werden wird, zurückzutreten. Wegen Mißmanagement. Aus der Sicht der Aktionäre.

Ist wahrscheinlich das gleiche Spiel wie Schiffe versenken vor Libanons Küste: Deutsche Regierung bettelt um libanesisches Hilfeersuchen.

Im konkreten Fall sollte es also korrekterweise heißen: Es ist zurückgetreten worden. Auch wenn mir das Schicksal eines Millionärs mit properer Abfindung vollkommen am Gebläse vorbeigeht.

Religionskritik

11. November 2006, 23:52
Popstar Elton John kritisiert Religionen

«Ich denke, Religion hat immer versucht, Hass auf die homosexuellen Menschen zu richten», sagte John in einem am Samstag veröffentlichten Interview... «Religion fördert Hass und Verachtung gegen Schwule,» erklärte er weiter.

Von seinem Standpunkt aus würde er organisierte Religion komplett verbieten. «Organisierte Religion scheint nicht zu funktionieren. Sie macht aus den Menschen hasserfüllte Lemminge und ist nicht wirklich mitfühlend.»

John warf den Führern der verschiedenen Religionen vor, nichts gegen die derzeitigen Konflikte und Spannungen in der Welt zu tun. «Warum haben sie kein Konklave? Warum kommen sie nicht zusammen?»
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Hervorhebung von mir.

unter falscher Flagge

Die u.g. Webseite bietet das Produkt Easy DVDshrink für 32,28 deutsche Euro an. Schaut man etwas genauer hin, entpuppt es sich als das frühere DVDshrink 3.2, das mal Freeware war bzw. ist und eine hervorragende Arbeit leistet(e).

Wer das ganze weiter kugelt und nach der freeware sucht, kann die vielen Euro ruhigen Gewissens zum Bockwursthändler seines Vetrauens tragen. Die Freeware macht genau das gleiche für 33 Euro weniger.

Beworben wird es von einer Sandra wie folgt:*
    "This is an easy to use product!"
    It's by far the best for making backups of your precious and expensive DVD's.

    Copyright© 2006 BurnerSoft.com All Rights Reserved.
Hier könnte sich mal einer dieser große Töne spuckenden Anwälte verdient machen und die Freewarelizenz gegen diese Halsabschneider verteidigen. Aber soweit geht deren Karitativität wohl auch nicht.

* einer Sandra würden nie im Leben solche Worte über die Lippen gehen

Frauen an der Macht

Liest man den gefährlichen Stuß, den drei Frauen dieser Tage von sich gegeben haben, dann beschleicht einen das Gefühl, daß Frauen an der Macht ihren männlichen Pendants ebenbürtig sind.

Eine englische Geheimdienstchefin warnt, eine westdeutsche Generalbundesanwältin fordert und eine ostdeutsche Kanzlerin zukunftsvisioniert. Da wird einem schlecht, wenn man das Unterfangen angeht, diesen gesülzten Quark verdauen zu wollen.

Und bedenkt man, daß Frauen angeblich dreimal härter für die gleiche Leistung ranklotzen müssen, dann wird einem noch schlechter. Zumindest öffnet es einem die Augen dahingehend, daß diese Frauen saugefährlich für Volksgesundheit und persönliches Wohlbefinden sind.

Wehe dem, der nochmal behauptet, mit Frauen an der Macht wird das Leben erträglicher, weil sie sozialer, friedlicher und gemeinnütziger handeln.

Gemein ja, aber ohne Nutzen.

Kanzlerprosa

Wer sich mal fürchterliche dadaistische Lyrik reinziehen will, der wird beim deutschen Bundeskanzler fündig. Bastian Sick hätte alle Mühe, die sprachlichen Entgleisungen und die brachiale Vergewaltigung deutscher Mundart wieder gerade zu rücken. Davon abgesehen, daß es für ihn sicherlich ein Tabuthema ist. Video-Podcast der Bundeskanzlerin zur Inneren Sicherheit Textversion "Wir leben in Deutschland in einem der sichersten Länder der Welt. Glücklicherweise ist die Kriminalitätsrate leicht rückläufig. Die Zahl der aufgeklärten Straftaten ist in den letzten Jahren leicht angestiegen. Dies alles ist nur möglich, weil in Deutschland Polizistinnen und Polizisten ihren Dienst tun... Ich weiß aber auch: Das Empfinden der Bürgerinnen und Bürger, wie sicher es in unserem Lande wirklich ist, das hängt nicht von nüchternen Zahlen ab, sondern das hängt von dem persönlichen Empfinden ab. Und da ist mir klar: Vieles ist in unserem Land noch zu tun. Wir brauchen wachsame Bürgerinnen und Bürger, und wir brauchen die richtigen Mittel zur Bekämpfung von Kriminalität. Leider ist gerade die Gewalt bei Jugendlichen in den letzten Jahren wieder angewachsen, insbesondere auch bei rechtsextremistischen Straftaten. Deshalb können wir nicht einfach immer nur neue Gesetze machen, sondern wir müssen mit den entsprechenden Mitteln eingreifen. Da ist für mich zum Beispiel das Thema Video-Überwachung von Plätzen ein ganz besonderes Beispiel. Video-Überwachung alleine reicht aber nicht, um den Gefährdungen zu begegnen. Wir haben es mit völlig neuen Bedrohungen zu tun: dem internationalen Terrorismus. Niemand kann einhundertprozentige Sicherheit garantieren. Aber die Bundesregierung tut alles, um möglichst ein hohes Maß an Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. So war es ein großer Erfolg, dass Bund und Länder sich verständigt haben, in Zukunft eine gemeinsame Anti-Terror-Datei einzurichten. So können Informationen zur Verfügung gestellt werden, die bei der Verfolgung internationaler Terroristen notwendig sind. In den nächsten drei Jahren werden wir 120 Mio. Euro mehr ausgeben, um Sprengstoffanschläge vorzeitig aufklären zu können. Und wir werden die Daten von der LKW-Maut nutzen, um Terroristen auch besser verfolgen zu können. _____________ Grauenhaftes Deutsch bis zur Kotzgrenze, was uns die Regierungsverantworliche anbietet. Ein Bericht des Politbüros des ZK der SED zum 5-Jahr-Plan, gehalten von Willy Stoph, liest sich ja dagegen regelrecht flüssig und spannend. Ich versuche gar nicht erst, mir vorzustellen, wie das auf Video rüberkommt. Hitchcock würde vor Neid erblassen. Und sie wollen 120 Mio Euro mehr (!!!) ausgeben, um Sprengstoffanschläge vorzeitig aufzuklären. Eine ineffizientere Form, die Steuern rechtschaffener Bürger zum Fenster rauszuwerfen kann ich mir auch mit bestem Willen nicht ausphantasieren. Mir kommt das kalte Grausen ob der ganzen Merkelei. Aber nicht wegen ihrer grottenschlechten Artikulation, sondern wegen ihres Zukunftshorrors, den sie dem friedfertigen Bürgern im Lande aufschwatzen möchte. In einem stimme ich ihr allerdings zu: "Das Empfinden der Bürgerinnen und Bürger... hängt von dem persönlichen Empfinden ab." Genauso ist es!

Internet stärker überwachen

„Wir müssen das Internet stärker überwachen“

Monika Harms, GeneralbundesanwältinSagt Frau Harms. Und grinst dazu. Sie wird wohl wissen warum.

Hier einige Auszüge aus Harms Märchen:

Wie groß ist die Terrorbedrohung in Deutschland?

Das wissen wir nicht genau. Und das macht die Sache so gefährlich... dass die Ruhe in Deutschland trügerisch sein kann. Ich ziehe gern den Vergleich zu einem Geysir, der lange ruhig ist und plötzlich hoch kocht. Wir müssen sehr, sehr wachsam sein.

Mangelt es an Wachsamkeit?

Die Politiker sind durchaus problembewusst. Die Gefahr liegt darin, dass die Gesellschaft möglicherweise nicht wachsam genug ist.

...brauchen die Sicherheitsbehörden weitere Instrumente?

Lassen Sie uns erst einmal mit dem vorhandenen Instrumentarium arbeiten. Von zentraler Bedeutung ist sicherlich die Überwachung des Internets. Islamistische Extremisten tauschen ungeheuer viele Informationen in unterschiedlichsten Sprachen über das Internet aus. Wir müssen uns rüsten, um hier auf Augenhöhe zu kommen.
...
Grundsätzlich bin ich allerdings der Meinung, dass wir uns wichtige Instrumente, die uns auf Augenhöhe mit den Terroristen bringen, nicht aus der Hand nehmen lassen sollten.

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Erklärt haben möchte ich schon, was Frau Harms unter "gleicher Augenhöhe mit Terroristen" versteht. Und wie sie das Internet stärker überwachen will, bei ungeheuer vielen Informationen und vielen Sprachen, das bleibt wohl ihr Geheimnis.

Ansonsten empfinde ich es als saufriedlicher Bürger als Belästigung, an einem ruhigen, regenvertrieften Sonntag, die Angstvisionen einer Frau aufgedrückt zu bekommen, die nicht meine sind.

Angst kann man auch herbeireden. Man muß nur lange genug dran werkeln, Frau Harms.

Losung des Tages:

Wenn ich mal groß bin, werde ich Blockwart!

Ende der Losung.

Gewissen

SPIEGEL ONLINE - 12. November 2006, 12:15
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-447934,00.html

Blair redet Bush ins Gewissen

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Wie soll denn das gehen? Dazu müßte der ja sowas wie ein Gewissen haben.

Fazit: Wieder mal eine Falschmeldung.

11. November 2006

relativ erfolgreich

Auf RTL läuft wohl sowas wie diese Eissturzshow, die PRO7 eigentlich für sich alleine reklamierte.

Dort wurde Norbert Schramm dem spratteblöden Publikum als erfolgreichster deutscher Eiskunstläufer aller Zeiten vorgestellt.

Mein schwaches Gedächtnis grub noch Jan Hoffmann aus der hintersten Gehirnwindung aus.

Vergleicht man beide Biografien, dann relativiert sich das Wort "erfolgreichster" zu einer eher durchschnittlichen Karriere, die den sonst gewohnten Weltspitzenansprüchen deutscher Mikrofon-Maulhelden nicht mal annähernd gerecht wird.

Mompers "Möchte"

Momper, ja der, genau der, an den ihr jetzt denkt, dieser Momper funktioniert wie Pawlows Hund. Halt ihm ein Mikrofon vor die Nase und er plappert bereitwillig jeden Blödsinn hinein.
Und der wird dann auch noch gesendet und geht so: "Ich möchte nicht, daß sich die Rechten hier einschleichen als gehören sie zum Alltrag." (N-24, bei der Demo zum NPD-Parteitag in Berlin)

Lieber Herr Momper, falls sie es verpennt haben, hier noch mal zur Bekräftigung: Die Rechten und Nazis und Ausländerfeinde und asozialen Reichen gehören zum Alltag. Ob sie das möchten oder nicht, das ist denen scheißegal.

Momper ist der Vorschläfer im Berliner Landtag. Anders kann man diese schnarchnasige Verlautbarung nicht sehen.

Im übrigen standen ihm die üblichen Verdächtigen, also weitere Superdemokraten, nicht nach und bliesen ebenfalls bunte Luftballons zur Erbauung der Gutmenschen auf.

vgl. auch, was vor zwei Tagen in der Zeitung, der Berliner (!!!) stand:

(davon abgesehen, daß die Überschrift klingt wie: Nu issa endlich anjekomm!)

Berliner Zeitung

Rechtsextremismus erreicht Mitte der Gesellschaft
Studie: Antisemitische und demokratiefeindliche Einstellungen im Westen häufiger als im Osten


09.11.2006

Politik - Seite 08

Andreas Förster

BERLIN. Antisemitische sowie ausländer- und demokratiefeindliche Einstellungen durchziehen sämtliche Schichten und Altersstufen der deutschen Bevölkerung. Zu diesem Ergebnis kommt eine gestern in Berlin vorgestellte Studie im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Zwei Wissenschaftler der Leipziger Universität - Elmar Brähler und Oliver Decker - hatten bundesweit rund 5 000 Deutsche über ihre Haltung zu rechtem Gedankengut befragt. Dabei zeigte sich auch, dass der Rechtsextremismus im Westen Deutschlands, wo mit 9,1 Prozent jeder elfte ein entsprechendes Weltbild hat, deutlich weiter verbreitet ist als im Osten, wo die Quote bei 6,6 Prozent liegt. "Die rechten Parteien haben im Westen ein größeres Wählerpotenzial als im Osten", sagte Brähler.

Irreführender Begriff

In ihrer Studie kommen die Leipziger Wissenschaftler zu dem Fazit, dass rechtsextremes Gedankengut längst schon in allen Bundesländern die Gesellschaft durchdrungen hat. "Von dem einfachen Bild, dass nur im Osten die bösen Rechten sitzen, müssen wir uns verabschieden", sagte Elmar Brähler. "Bayern etwa kann, was die Verwurzelung rechtsextremer Einstellungen in der Bevölkerung anbelangt, mit den tiefsten Ostprovinzen mithalten."

keine Ahnung vom Internet

http://www.presseportal.de/story.htx?nr=898366



"Die Fotos dürfen nicht verändert, bearbeitet und nur im Ganzen verwendet werden. Sie dürfen nicht archiviert werden. Sie dürfen nicht an Dritte weitergeleitet werden."

So heißt es im Anriß der Seite.

Will man so ein Bild runterladen heißt es:

"Bilddownload

Die honorarfreie Verwendung dieses Bildes ist ausschließlich im Rahmen redaktioneller Berichterstattung erlaubt. Das Bild kann zu diesem Zweck vervielfältigt und veröffentlicht werden. Die Bearbeitung des Bildes ist nicht erlaubt, mit Ausnahme der Verkleinerung oder Vergrößerung sowie der technischen Aufbereitung zum Zweck der optimalen Vervielfältigung."

Wahrscheinlich weil erstens Elton möglicherweise kein Star ist und zweitens höchst unvorteilhaft dreinschaut.



Ahnung vom Internet haben sie jedenfalls nicht, wenn sie solchen Unfug schreiben.
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siehe auch:

Adieu Kopierschutz

Harald Taglinger 07.11.2006

Neben der Spur

Sagen wir es so. Alles was kopierbar ist, wird kopiert. Das passiert nicht zum Schutz eines Einzelnen. Aber es hilft manchmal der Allgemeinheit weiter. Unter Schmerzen.

"Es gibt keinen Datenschutz mehr, denn der Kopierschutz ist dahin. Für alle."

prosaisches Geplapper

SPIEGEL ONLINE - 11. November 2006, 11:38
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-447853,00.html
ANSCHLAGSGEFAHR
Generalbundesanwältin warnt vor möglichen Terroranschlägen

Die Terrorwarnungen werden lauter: Nach den Berichten des britischen Geheimdienstes hat nun Generalbundesanwältin Harms zu "größerer Wachsamkeit" aufgerufen. Einem Fernsehbericht zufolge plant das Terrornetzwerk al-Qaida mehrere Anschläge auf Ziele in Europa.

Hamburg - Die momentane Ruhe könne trügerisch sein, sagte Generalbundesanwältin Monika Harms der "Bild am Sonntag". Sie verglich die Terrorgefahr mit einem Geysir, der lange untätig sei und plötzlich hochkochen könne.


Sehr lyrisches Geplapper, aber ich weiß nicht, was ein Geysir ist, der lange untätig war und plötzlich hochkocht. Ich kann es mir nicht mal vorstellen.

SPIEGEL ONLINE - 10. November 2006, 07:47
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-447597,00.html

Geheimdienst warnt vor Terroranschlägen

Der britische Geheimdienst geht davon aus, dass derzeit bis zu 30 größere Terroranschläge im Land geplant werden. Der MI5 beobachtet derzeit rund 1600 Verdächtige. Viele von ihnen sollen Verbindungen zur Qaida in Pakistan haben.

London - Die künftigen Bedrohungen könnten auch den Einsatz von Chemikalien oder von Atomtechnologie umfassen, sagte die Chefin des Geheimdienstes MI5, Eliza Manningham-Buller, der BBC zufolge. Junge britische Muslime würden auf einen Einsatz als Selbstmordattentäter vorbereitet.


Naja, wenn Frauen über Terror schwätzen, dann kommen halt solche Banalitäten raus.
Dem Sinngehalt nach klingt es wie: Heute Nachmittag wird es ein scheiß Wetter geben, wie ich mit einem Blick aus dem Fenster konsterniere.

Das Beste an dem Rumgequarke sind noch die lustigen Karnevalsbilder von BTO am heutigen Tage, die das illustrieren sollen.




http://www.welt.de/data/2002/04/05/411088.html

Mangelnde Hygiene in Krankenhäusern fordert jährlich bis zu 40.000 Todesopfer

http://www.welt.de/data/2005/04/05/622054.html

Kunstfehler töten mehr Deutsche als Verkehrsunfälle

Präsident der Chirurgischen Gesellschaft beklagt "Politik des Schweigens" - internationale Studien liefern "schockierende Ergebnisse"

München - An Behandlungsfehlern sterben in deutschen Krankenhäusern mehr Menschen als im Straßenverkehr. Der Präsident der Deutschen Chirurgischen Gesellschaft, Matthias Rothmund, legte gestern in München alarmierende Zahlen vor: Demnach zählt das Risiko, an Kunst- und Behandlungsfehlern im Krankenhaus zu sterben, zu den zehn häufigsten Todesarten. Rothmund forderte seine Kollegen auf, die "Politik des Schweigens" zu beenden und Konsequenzen zu ziehen.

9. November 2006

Attacke

SPIEGEL ONLINE - 09. November 2006, 13:57
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-447454,00.html

Platzeck attackiert Vizekanzler Müntefering

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Macht er nicht!

Videotextbonbons



Pädagogisch wertvoll ist Schmidt schon lange nicht mehr. Und wenn man über Nacht erblondet... Na ja, die Musik ist ja irgendwie auch blond.

Von wegen gesenkte Handypreise. Bin ich gestern losgezogen, hab den Videotext vorgezeigt und wollte so ein verbilligtes Gerät haben. Ihrem Gesichtsausdruck nach wähnten sie sich in der Sendung "Sie verstehen kein' Spaß".



Frau Merkel braucht sowas nicht, weil... Sie findet auch ohne Navigator nicht zurecht.



Und hierzu fällt mir zu nächtlicher Stunde leider nichts mehr ein, Herr Kerner.

8. November 2006

Kofferbomber - die hundertste

SPIEGEL ONLINE - 08. November 2006, 17:42
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,druck-447295,00.html
KOFFERBOMBER VON KÖLN
"Wir wollten Furcht einflößen"

Die Bombe sollte ein Protest sein - gegen die Mohammed-Karikaturen. Jihad Hamad, einer der beiden mutmaßlichen Kofferbomber von Köln, hat in sich in einem Fernsehinterview zu den Anschlagsplänen geäußert. Mit der Bombe habe man nicht "viele Menschen töten", sondern "Furcht einflößen" wollen.

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Ach so? Das las sich aber in der Gesternheit noch anders.

alte Kamellen

fundamentaler Nährboden

Verlautung

nu hamwa den Salat

Fabulierkunst

oligophrene Schreiber

Und in den Terrorzweifeleien hieß es bereits am 31.08. d.J.: "Würde mich nicht wundern, wenn auch den Kofferträgern hierzulande attestiert werden muß, daß sie vollkommen durchgeknallte Halbwüchsige sind, die die Konsequenz ihres Tuns nicht überschauen konnten."

Borat



Ich hab mich köstlich über* diesen Film amüsiert. Und die anderen 8 Besucher auch. Ja, genau so viel haben in das große Kino reingepaßt.

* Bei diesem Film natürlich. Während er gezeigt wurde.

Trotz Juden-, Zigeuner- und Kasachenwitzen.



Tschuldigung, das ist er wohl in seiner Lieblingsbadebekleidung. Ist mir wieder mal die Maus bei der Selektion (Datei auswählen) verrutscht.



Borat for president.

[edit 11.11.]

Die Netzeitung kolportierte diesen Satz zur Sperrung des Wikipedia-Artikels über Kasachstan.

"Andere Witzbolde fügten nach Informationen der britischen Zeitung «The Sun» die fehlerhafte Information hinzu, dass Frauen in Kasachstan seit 1978 auch Busse benutzen dürfen."

Wenn diese Information fehlerhaft ist, was ist denn dann momentan Usus in Kasachstan? Dürfen sie keine Busse benutzen? Oder erst seit 1998? Oder schon seit 1917?

Was ist da los?

[/edit]

[edit 22.11.]

http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,druck-450051,00.html

Nach etlichen Protesten aus Kasachstan bekam Cohen nun zur Abwechslung auch mal wohlgelaunte Töne zu hören. "Es gibt doch diesen Spruch, wonach am Ende jedwede Publicity gute Publicity ist", scherzte Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew bei seinem derzeitigen Besuch in London...

Angesprochen auf die anfangs scharfe Kritik seiner Regierung an dem Film "Borat" sowie dem britischen Hauptdarsteller Sacha Baron Cohen, sagte der Präsident: "Dieser Film wurde als Komödie erschaffen, dann lasst uns also darüber lachen."


[/edit]

produktiv unproduktiv

Linux ist das beste, was man sich antun kann?

Szenario: Ich mache eine Fotosession und komme mit ca. 1200 Bilder zu 4 GB wieder gen Desktop. Kühnen Entschlusses lösche ich in einem ersten Ritt ca. 700. Nach dem Überschlafen der Aktion fallen noch einmal 150 der del-Taste zum Opfer. Bleiben ca. 350 mit 1GB über.

Die sind inhaltlich vorsortiert und sollen in einem ersten Arbeitsgang velustfrei von der Redundanz befreit werden.

Freundlicherweise gibt es dafür ein kryptisch zu bedienendes Kommandozeilentool namens jpegcrop.

Unter dem Fensterbetriebssystem nutze ich für diese elende Arbeit jpegcrops mit s am Ende. Ein grafisches Frontend der Merzedesferrariporsche-Klasse, dem keine zweite Software das Wasser reichen kann. Die Arbeit geht zügig und komplikationsfrei vonstatten.

Nun habe ich diesen Arbeitsaufwand unter Xubuntu nachvollziehen wollen und bin gescheitert. Die ach so geile und produktive Linuxwelt scheitert an dieser simplen Aufgabe, eine komfortabel zu bedienende GUI für diese Arbeitsgänge zu programmieren. Gerade mal ein sperriges und lächerliches TCL/TK-script habe ich gefunden, was den Versuch unternimmt, sich diesem Anliegen zu widmen. Ansonsten grandiose Fehlanzeige.

Nebenbei wollte ich auch einen Scanner in Betrieb setzen. Meinen Scanner, an meinem PC, mit meinen Festplatten und meinen Daten. Durfte ich nicht, weil mir die Rechte dazu fehlen. Meint das Linux jedenfalls. Das war allerdings binnen 5 Minuten geklärt. Gemeint waren Dateisystemrechte, die ich zu ändern hatte.

Verarschen kann ich mich allerdings alleine besser, als es die Linuxer können. Wenn ich meinen Scanner an meinem PC in Betrieb nehmen möchte, dann möchte ich das. Dann möchte ich keine Konfigurations- und Systemrechtekonflikte lösen.

Eigentlich kann ich meinen halbjährlichen x-ten Linuxanlauf schon wieder abbrechen. Die produktiven Dinge laufen unter Windows dreimal besser als mit Linux, wenn es überhaupt Software dafür gibt.
(Obiges Szenario habe ich natürlich auch mit Wine versucht, aber das raubt einem auch die letzten Nervern, so lahmarschig werkelt das vor sich hin. jpegcrops läuft zwar anstandslos, aber eben wie ein Nordicwalker durch den Stadtpark schleicht, vorsichtig und voller Hemmungen, entdeckt zu werden.)

GIMP ist ebenfalls sehr gewöhnungsbedürftig und nicht leicht im Einstieg. Audacity für Musikwerke geht einen noch eigenwilligeren Weg, der fernab von ausgeklügelter Benutzerführung ist. Usw. usf.

Ich bleib dabei. Bisher hat sich ausschließlich herausgestellt, daß Linux für Internet glotzen und Brief an Omma schreiben taugt. Alles darüber hinausgehende ist mit etlichen Hürden versehen, als da wären die vier schwierigsten:

- herauszukriegen, welche Software man installieren soll oder muß oder will, denn die Aussagekraft über die Qualität der Produkte ist in etwa annähern Null,
- fehlende Software- und Treiberbestandteile selbst ausfindig zu machen, diese zu besorgen und zu installieren, weil Paketabhängigkeiten nicht gelöst sind
- umfassende Änderungen an diversen Konfigurationsdateien vorzunehmen, wie im internet beschrieben, aber weil man sich vertippt, funktioniert natürlich nichts und
- schließlich und endlich alle Systemrechte der Bequemlichkeit halber auf lesen und schreiben dürfen alle alles setzen, damit der DVD-Schreiber, der Scanner, die Digitalkamera, der Drucker usw. auch wirklich vom heimischen Anwender genutzt werden können. Macht man das nicht, holpert man bei jedem zu installierendem Gerät wieder in die Falle der Betriebssystemrechte.

Oder zu gut deutsch. Xubuntu ist auch nur eines von vielen schlechten Betriebssystemen. Nichts besonderes.