9. August 2010

Petzen! - im Fäkalienesumpf deutschen Qualitätsjournalismus



Zum Petzen animiert die Sueddeutsche ihre kommentierende Leserschaft. Der tief in der Mitte der Gesellschaft angekommene Faschismus feiert fröhliche Urständ. Der Blockwart ist tot, es lebe der Blockwart. Scheiß deinen Nachbarn an, wo es nur geht.

Und es zeigt Wirkung.



Machen wir doch mal einen kleinen Ausflug zu den besten der besten Meinungsverbreiter die der deutsche Kleingeist aufzubieten hat und schauen uns an, wie Zensur und Anscheißerei landläufig bezeichnet werden.

Bei der Welt heißt knackig militärisch "Melden". So gehört sich das auch in einer militärisch verfaßten Gesellschaft.



Für die Bedenkenträger des Landes bietet die Zeit das Richtige. Man kann seine bedenken zu Markte tragen und einen Nachbarn verpfeifen.



Der Spiegel verzichtet auf eine solche Arbeitserleichterung und zensiert wohl anders, indem er nur unwichtiges Zeug auf seinen Servern deponiert.

Der stern hat erst gar keine Kommentarfunktion zugelassen, ich hab da auf die Schnelle jedenfalls nichts gefunden, was kommentiert worden wäre.

Selbst beim focus entdecke ich eine solche Entscheidungshilfe erst mal nicht.

Bei der Jungen Welt kann man sicherheitshalber nur Leserbriefe schreiben.

Bei der FAZ kann man zumindest jemanden anschwärzen, in dem man ihn eine schlechte Note erteilt, ihn bewertet.



Bei heise hat jemand die Zensur verwissenschaftenglischt und liberalisiert, denn dort heißt das bürokratische Verfahren "Leser-Feedback zum Beitrag".

Muß man sich selber etwas Anschwärzerlyrik ausdenken, damit die angenommen wird. Viel zu anstrengend, finde ich.

Petzen muss sich wieder lohnen, wie es der Spiegel treffend zusammenfaßte. Besser hätte ich es auch nicht zum Ausdruck bringen können.

Sehr geehrter Herr Stefan Kornelius

Entwicklungshilfe ist keine gute Tat.

Statt ihrer Anstaltungspackung Moralin, die sie auf dem Internetserver der Sueddeutschen abtropfen ließen, hätten sie gnädigerweise erklären sollen, was sie entwickeln wollen. Z.B. in Afghanistan. Mit 100.000 Soldaten der westlichen Welt.

Außerdem ist bis justament eben immer noch nicht geklärt, ob die Taliban außer der Reklamierung des Massenmordes für ihre Propaganda überhaupt etwas mit der Angelegenheit zu tun haben, so wie sie es in ihrem Artikel behaupten.

Vielleicht ist es ja ein schnöder Raubüberfall gewesen?

Sicherheitsverwahrung

Wer sich mal ausführlich mit den faschistoiden Gedankenspielen, Träumereien und Praktiken der jetzt durch die Medien hechelnden Politiker und Justiziare beschäftigen möchte, darf nicht den Artikel von Heribert Prantl lesen, denn auch wenn es Prantl einmal jährlich zu einem großen journalistischen Wurf bringt, ist er diesmal schon beim Anlauf ausgerutscht.

Sie ist das schärfste Schwert des Staates - und geht zurück auf das Gewohnheitsverbrechergesetz von 1933.

Und schon hat Prantl alle seine Argumente aufgebraucht. Koma.

Schlüssige Antworten erhält man da eher von Udo Vetter im lawblog.

Wenn Menschenrechte nicht gefallen

Vorfahrt für Menschrechte

Innenminster verschiebt Einführung von Blackberrys

Wie das Handelsblatt zu berichten weiß, hat sich der Innenminister, Thomas de Maizière, dafür entschieden, den Einsatz von Blackberrys durch Regierungsmitglieder vorerst zu verschieben. Ein Einsatz komme für ihn erst dann in Frage, wenn die ihm unterstellten Behörden, den Datenfluß dieser Geräte abfangen und entschlüsseln können.

Die Verhandlungen mit der Firma RIM über den Kauf und die Installation der notwendigen Infrastruktur seien bereits weit fortgeschritten aber noch nicht beendet, erklärte der Minister dem Handelsblatt nicht.

Man werde, so der Minister, ebenfalls nicht im Handelsblatt abgedruckt, schnellstens mit Arabien in Konsultationen treten, um zu eruieren, wieso die Muselmänner derart zügig eine Blackberrysperre verhindern konnten.

Der Sicherheitsexperte der SPD (Handelsblatt), Sebastian Edathy, plädierte für eine generelle Sperre der Blackberrys. Man kommuniziere eh nicht mit dem schwarzen Block, dann brauche man solche Geräte auch gar nicht erst einführen.

Stattdessen solle auf die bewährte Praxis des staatlichen Telefoniekonzerns und dessen Gerätepark zurückgegriffen werden. Dessen Technologie ist beherrschbar, da man jederzeit Zugriff auf die Infrastruktur hat als auch die Verbindungsdaten auf dem kurzen Dienstweg anfordern kann.

Außerdem habe, so verschwieg der Sicherheitsexperte (Handelsblatt) der berichtenden Qualitätszeitung, außerdem habe Deutschland das email-System noch einmal vollkommen neu erfunden und es so zum weltführenden gemacht, das allerhöchsten Sicherheitsansprüchen einer Regierung genügt. Das kleine Zeitfenster, in dem jede email auf von der Regierung als vertrauenswürdig eingestuften Servern kurz mal entschlüsselt wird, sei groß genug, um allergrößte Informationsbedürfnisse befriedigen zu können.
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Das Handelsblatt vergaß zu erwähnen, was diesen Edathy zu einem Sicherheitsexperten qualifiziert. Bei einer quick and dirty Suche im Internet waren dazu bisher 0 (Null) Treffer gelistet. Das legt den Schluß nahe, daß der Handelsblatt-Artikel Edathys Einstieg in eine Sicherheits-Karriere erleichtern soll.

8. August 2010

Manfrotto Notebook reconnect

Das Problem mit dem reconnect des Kabelmodems via Fritzbox habe ich inzwischen auch zufriedenstellend gelöst. Ein Batchdatei, die ich via google-Suche gefunden hatte nebst einigen Erklärungen zu dem Modem habe ich so lange befummelt, bis es in meiner vorhanden Kombination hinhaut.

Schön.

Mein neues und erstes Manfrotto steht seit zwei Tagen mit voll ausgezogenem Tele in Wackelposition. Die Wasserwaage hat sich nur um einen Tausendstel Millimeter verändert. Kann ich also weitere Elefantenfilme drehen. Oder was mir sonst so gefällt.



Nur ganz nebenbei. Canon hat sich da was total bekacktes für Filmchen auf der Spiegeflex einfallen lassen, einen mov-Container, der im Prinzip ein MP4-Container ist, aber eben auch nicht, da sie den mit einem beknackten Tag und dem Ton in PCM-Stereo befüllen.

Am PC wird das einwandfrei abgespielt. Auf anderen Geräten entweder gar nicht oder mit Rucklern. Die Datenrate ist allerdings ziemlich heftig. Nach gestriger und sehr später dreistündiger Recherche bin ich zu zwei Lösungsmöglichkeiten gekommen. Mit avidemux nach echtem MP4-Container konvertieren und dabei die Tonspur in höchster Bitrate (384) nach aac umrechnen lassen. Die Videospur bleibt unangetastet. Dann habe ich eine regelkonforme MP4-Datei. Die wird auch von anderen (externen) Geräten gefressen. Zuweilen durch ruckeln, weil die Videodatenrate echt zu hoch ist. (1 Minute ca. 300MB)

Oder ich konvertiere es via ffmpeg zu einem AVI-Container mit xvid als Videospur und Ton zu ac3, denn das versteht fast jedes Abspielgerät. Ich schleppe morgen Abend beide Varianten mal zu jemanden mit einem HD-Fernseher und USB-Buchse. Mal sehen, was der macht. Der Fernseher.

Ach ja. Es fing ja alles damit an, daß ich mich mit meinem Kumpel im Café Ehrenburg traf, er scheinheilig nachfragte, ob ich mir mal sein Notebook anschauen könnte, da er ja 4 Wochen im Land der Griechen sei und ich somit alle Zeit der Welt hätte, da was rauszukriegen. Einen Tag später brachte er mir das Teil nebst seinem Manfrotto. Zweiteres wollte ich ausprobieren, um rauszukriegen, was ich eigentlich benötige.

Nun denn. Das Notebook hatte ca. 24 Maschinenstunden Laufzeit bei mir und ist längst mit in den Urlaub gefahren.

Vorigen Samstag hab ich es erst mal unter Linux gebootet und mir die Platten angeschaut. Alle Daten waren noch da. Dann habe ich die Datei mit dem letzten Zeitstempel gesucht, denn das war die letzte Schreibaktivität auf der Platte. Diese Datei befand sich im Temp-Verzeichnis und war eine PDF-Datei. Nur hatte sie keinen Inhalt, sondern erwies sich als ausführbares Programm.

Oha, des Morgens um 01:52 will sich mein Kumpel eine PDF anschauen, die keine ist. Damit war die Vermutung schon mal klar. Mit bleischweren Augen und fast zugeklebten Lidern ist er auf irgendwelchen obskuren Internetseiten gewesen, die ihm die dicksten Titten offerierten. Erhalten hat er einen Trojaner. Das Notebook benahm sich auf einmal ungewöhnlich, so daß er panikartig den Netzstecker zog. Da der Akku ohne jede Funktion und nur aus Gewichtsgründen verbaut war, schaltet das Teil sofort ab. Ohne Strom nix los. Da Schreibvorgänge stattfanden, hat's die Platte zerwichst.

Stand ich vor der Entscheidung, was zu tun sei. Entweder alle Daten sichern oder Operation am offenen Herzen, beides sehr zeitraubend. Habe mich für zweite Variante entschieden.

Ergo ein Windows gebootet, eine recovery-Konsole aufgerufen und den Reperaturlauf über die gesamte Platte laufen lassen. Hat mehrere Stunden gedauert. Neustart und siehe da, Windows lebte wieder.

Am Sonntag dann gleich eine Linux-Antivurs-CD gebootet und einen kompletten scan der gesamten HD aller Dateien durchführen lassen. Das hat sage und schreibe 8 Stunden gedauert, dafür aber zutage gefördert, daß eine GEZ-Rechnung.pdf.exe und eine IKEA-Rechnung.pdf.exe gefunden und eliminiert wurden.

Aus Gründen, die nur ich verstehe, habe ich dann am Montag noch einiges umkonfiguriert, das Teil etwas deppensicherer gemacht, das Service-Pack 3 für XP raufgedröselt, was ein Fehler war, denn erstens hat das bei dem betagten Gerät drei Stunden gedauert und zweitens hat er irgendwas bei den Diensten geändert, was ich nicht verstand. Also auch da wieder spät abends Recherchen und eine suboptimale Lösung gefunden. Suboptimal, weil man jetzt wieder arbeiten kann, aber wer weiß, was alles im Laufe der Zeit nicht funktioniert.

Zone-Alarm, Avast und noch andere Sicherheitssoftware habe ich deinstalliert. Das versteht er eh nicht und dieses Zeugs gaukelt ihm Sicherheit vor, die gar nicht vorhanden ist. Die Programme haben ja auch zuverlässig versagt.

Montag Abend kam er und wollte es abholen. Hab ich ihm erst mal meine Vermutung an den Kopf gehauen, die vollinhaltlich und in jedem Detail bestätigt wurde. Titten glotzen, Panikabschaltung, Notebook putt.

Er konnte das Gerät aber nicht mitnehmen, denn einiges war noch abzuarbeiten.

So wurde es erst am Mittwoch fünf Minuten vor Urlaubsbeginn etwas. Er brachte noch einen UMTS-WLAN-Adapter mit, mit dem er von den Griechen Nachricht funken will, so er funktionsfähig zu kriegen sei. Stand nach einiger Zeit die frage, ob ich ihm das so einrichten soll, daß es funktioniert oder sicher machen. Beides zusammen geht nicht, da sein Notebook höchstens WEP-Verschlüsselung kann. Er war der Meinung, daß es doch viel sicherer gehe, sein PALM und iPod können doch dieses WPA. Kann ja sein, aber dann funzt das Notebook nicht. Habe ich also noch drei Geräte auf dieses neue UMTS-WLAN-Gadget eingepegelt, und mein Kumpel zog auf einmal eiligst vondannen.

Von wegen er brauche das nicht im Urlaub.

24 Maschinenstunden und ca. 8 Menschenstunden wurden an dem Notebook vertrödelt. Nun geht es wieder und ist in Griechenland.

Merke. Vielleicht ist die komfortablere Lösung, sich nächstens um 01:52 die Titten (s)einer Frau anzuschauen. Dann bleibt einem (manchmal) viel Unmut erspart.

Und, liebe Redakteure der Computer-BILD, für solche Spielereien hatte ich weder die Muße, noch die nötige Zeit oder notwendige Ruhe.

Das ist nicht (m)dein Ernst

Von Thomas Vitzthum



Noch hat er es in der Hand, mit geschickter Geldpolitik seinen Ruf zu verbessern.
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08.08.2010, 16:53 Uhr
schäubele sagt:

Fußball ist etwas für einfach gestrickte Menschen und dabei sollten sie auch bleiben, beim Fußball meine ich!

Klimaschutz ganz einfach

BILD: Was kann jeder Einzelne gegen diese Klimaveränderung tun?
Latif:
(nach einem umfassenden politischen Rundumschlag und Vorwort von ca. 1 Stunde kommt er endlich zum konkreten Vorschlag) Zum Beispiel einfach mal das Auto stehen lassen und mit dem Fahrrad fahren.

Sie sind mir aber auch ein Spaßvogel, Herr Latif. Ich habe gar kein Auto. Radeln tu ich. Muß ich mir jetzt einen Kraftwagen zulegen, damit ich ihre Idee in die revolutionäre Tat umsetzen kann?

Ach ja, da ist noch was zur Wiedervorlage in 90 Jahren, denn überprüfen kann's ja momentan niemand.

So sind in Konstanz bis Ende des Jahrhunderts sogar 50 Grad möglich, während Sylt teilweise überflutet wird.

hille27 schrieb:vor 27 Minuten

Wenn die Experten es schaffen, das Wetter für 5 Tage präzise vorherzusagen, dann kann man auch mal wieder hinhören, wie das Klima in 50 Jahren wird. Immer die selben "Experten", die aus dem Knick springen, wenn irgendwo mal ein Lüftchen weht.
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hille1904 schrieb:vor 29 Minuten

immer diese schwarzmalerei damit dieser achso anerkannte experte mal wieder im vordergrund steht ....schwachsinn
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vesuvia schrieb:vor 30 Minuten

Hier redet ein Wissenschafter,..jemand, der Ahnung hat und ganz nebenbei ein kluger Mensch ist.
Also haltet Ihr dämlichen Dumpfbacken, die ständig gegen diese Tasachen wettern, die Klappe.

Bürger fordern Internet-Pranger für Prügelpolizisten

Bürgervertreter Rainer Wendt zu BILD am SONNTAG: „Die Bevölkerung hat ein Recht darauf, zu erfahren, wo sich Prügelbullen befinden. Ich will wissen, wenn ein gewalttätiger Polizist in der Nachbarschaft meiner Enkelin wohnt. Deshalb muss der Aufenthaltsort von im Dienst der Polizei stehenden Verbrechern der Öffentlichkeit auf einer allen zugänglichen Bürgerhomepage bekannt gemacht werden.“ Wendt weiter: „Es müssen der komplette Name, ein Foto, Wohnort, Straße und Hausnummer des Prügelbullen für jeden einsehbar sein. Schließlich wollen die Bürger genau wissen, mit wem sie es zu tun haben.“

7. August 2010

zur Metamorphose eines Mediengerüchtes

Mehr muß man über Qualitätsmedien gar nicht wissen. Das Beste kommt wie immer zum Schluß.

Unterm Strich ist es wohl so, daß die Taliban recht behalten werden. Da waren welche eifrigst auf einem Missionierungstrip in unwirtlicher Gegend und haben den Preis bezahlt, der für Missionierung üblich ist.

Ich habe keine Lust, mir selber alles zusammenzusuchen, was die Hintergründe der Geschichte beleuchtet, weiß aber aus meinem reader, daß sie durch die Bank bei Spiegel, Sueddeutscher, BILD, Welt und Zeit nicht benannt werden.

dpa

Die Afghanistan-Expertin Citha Maaß von der Stiftung Wissenschaft und Politik sagte am Samstag im Deutschlandfunk über IAM, zumindest 2002 sei man davon ausgegangen, «dass wirklich durchaus auch aggressiv missioniert wurde». Aus ihrer Gesinnung machen die Mitarbeiter von IAM jedenfalls auch heute keinen Hehl. Die Helfer dienen den meist streng muslimischen Afghanen, so steht es einleitend im Jahresbericht 2009, «im Namen und Geiste von Jesus Christus».

IAM

IAM is an international charitable, non-profit, Christian organisation, serving the people of Afghanistan, through capacity building in the sectors of Health and Economic Development.

IAM’s core values are:

Dependency on God
Love for All
Teamwork
Accountability
Learning
Quality Work


innovative Ideen für die Demokratie der Zukunft

BILD stellt neue Ideen für die Ausgestaltung des demokratischen Kaptalismus vor.

Heute: Gerichtsurteil per Umfrage

Eine knappe Mehrheit von 38 Prozent der vom Emnid-Institut befragten Bundesbürger geht von Kachelmanns Unschuld aus. 37 Prozent misstrauen seinen Unschuldsbeteuerungen. Ein Viertel ist sich unsicher und machte keine Angaben.

6. August 2010

Technik, die begeistert

Radel ich zum Telefonladen, wo es geschätzt an die 300 verschieden Modelle oder so gibt, ich aber nur eines für 10 Euro benötige und zahle am Schluß schlappe 75. Denn statt genau das zu machen, was mir vorschwebte, bin ich zuerst in die Stativabteilung gegangen. Da lümmelten einige mit Kugelkopf rum, die man ausprobieren konnte. Da mir jener nicht zusagte, den ich vorigen Freitag ausprobieren durfte, ich aber durch das Probieren ziemlich genau rausbekam, was ich brauche, spielte ich eine Weile mit den Dingern im Laden rum und blieb bei einem hängen.

Nach kurzer Abklärung im Kassen-PC, wieviel mein schwerstes Objektiv wiegt und der Addition des einpfündigen Fotoapparates kamen wir auf gut ein Kilo, was nur unbedeutend über der Herstellergrenze von einem Kilo liegt. Da es das letzte war, hab ich es mir einwickeln lassen und mitgenommen.

Jetzt hab ich ein Manfrotto Modo 785B mit 1,50 m Auszuglänge und einen wunderschönen Foto-/Videokopf. Habe bereits alle erdenklichen Situationen durchgespielt und bin begeistert.

Ausnahmsweise mal eine technisch sehr durchdachte Lösung, wo sogar die Ikeabilder für mich verständlich und notwendig (!) waren. Denn es waren alle Feinheiten erklärt.

Hat einen kleinen Makel, der Schwenk in der Horizontalen (oder Vertikalen? - also, der von links nach rechts und vice versa) läßt sich nicht arretieren, aber das scheint mir Übungssache zu sein. Ist eh nur für Videoaufnahmen interessant, denn Full-HD braucht eine ruhige Hand bzw. saubere Schwenkführung, sonst sieht es scheiße aus. Im übrigen kriege ich das bei Auszuglänge 1,30 m hin, denn da liegt der Kopf flach auf dem Teller auf. Nur nicht bei voller Höhe, denn dazu wird noch ein Mittelfuß ausgezogen, der leider arretiert werden muß.

Telefon geht auch, rauscht allerdings ganz schön über Kabelinternet. Naja, 10 Euro, mehr wollte ich nicht ausgeben. Soll ja nur telefonieren können. Und das kann es.

grottenschlechte Poplyrik

Wer mal einen grottenschlechten Text über die Beatles lesen möchte, der zieht sich die 7 Seiten von Thomas Groß rein.

Das Weiße Album ist bereits das Dokument einer heillos zerstrittenen Truppe, die ihr Seelenheil bei einem indischen Scharlatan suchte...

Den Satz kannte ich schon 1972, als ich von der Schule stiften ging und mit dem sauer verdienten Feriengeld in der Karl-Marx-Buchhandlung zu Berlin, schräg gegenüber dem Café Ehrenburg, für 16,10 EVP "A Collection of Beatles Oldies" erstand, mit denen ich dann meine Eltern nervte.

Das weiße Album ging übrigens für 300 Mark der DDR über den Tisch, eigentlich unter dem Tisch, was außerhalb meiner damaligen Kreditlinie lag, die im wesentlichen von meinen Eltern und durch Wochenend-/Ferienjobs bestritten wurde.

Seit über 40 Jahren retten die also diesen blödsinnigen Satz das Leben. Arm dran, wer nicht mehr über das Album zu berichten weiß.

man lernt nie aus

Ich hatte bis heute nicht gewußt, daß sich vor 65 Jahren in Hiroshima eine Atomkatastrophe ereignete.

Und gebrannt hat's auch noch. Ei der Daus.

BILD lesen bildet also doch. Ein!

Das neue Gesicht unserer Soldatinnen

Nach den Wikileaks-Enthüllungen heizt ein einzelnes Bild derzeit in den USA die Debatte um den Krieg in Afghanistan an: Das "Time Magazine" macht mit den voluminösen Brüsten einer amerikanischen Soldatin auf. Schonungslose Aufklärung oder Kriegspornographie?

Das Bild erinnert nicht zufällig an das berühmte Bild "Afghan Girl" des Fotografen Steve McCurry. Dessen Foto eines afghanischen Mädchens mit Kopftuch und geweiteten Augen zierte 1985 den Titel des US-Magazins National Geographic - und wurde damit Symbol für den grausamen Krieg der Sowjetunion am Hindukusch.

Inzwischen sind es die Amerikaner selbst, die dort Krieg führen und die jetzt abgebildete Soldatin ist nicht nur schön und verzweifelt - sie droht uns offenbar damit, sich die Brustwarzen abzuschießen. Daneben druckte das Time Magazine die Überschrift: "Was passiert, wenn wir Afghanistan verlassen."

Nun ist auch BILD auf den Abschreibezug aufgesprungen und wir können heute exklusiv diesen Schlafmützen mitteilen: Das Schicksal dieses Mädchens erfreut die ganze Welt, denn alsbald werden wir wieder knackige Actionfilme zu sehen bekommen.

Auf dem cover steht übrigens eine Frage oder einen fragende Behauptung, keine Behauptung in Reinform. Was passiert? - nicht "Das passiert". Dies als kleine Übersetzungshilfe für den BILD-Praktikanten am späten Freitag Abend.

Und zur Beruhigung der aufgeregten BILD-Redakteure sei ebenfalls nachhilfig mitgeteilt, daß das Schicksal des Mädchens kein Sau interessiert. Nur eine Handvoll Redaktionen aus dem politischen Feuilleton schreiben sich die Finger im Sommerloch wund. Mithin, das Schicksal schockt niemanden, schon gar nicht die Welt, und das Schicksal wird auch nicht von der ganzen Welt beweint. Im übrigen strunzdummes Deutsch, das ihr da verwendet. Es gilt wie immer, unter der ganzen Welt macht ihr's ja nicht.

Dear Mr. President

With kindly respect of your dirty hard work I would ask you to which adress I have to send the downloaded wikileaks files missed by your administration.

Feel free to offer more than one recipient to ensure that those files would never lost again. It's no problem for me to send the files through a very high secure service, the germail (Deppenmail), because files will be decoded once and there are only a few seconds to have a look at them, then they will enrypted again to send them in the highest possible encryption standard.

TGIF
The Remark

wie in alten Zeiten

Als hätte es eine Finanzkrise nie gegeben, agieren die Banker schon wieder so, als drehe sich die Welt um ihren Geldtresor respektive Trading-Computer.

Titten und Boni für Banker (boobs & bonuses for bankers)

George Fernandez said: "We're back to our old ways. City bonuses, going out, champagne."

5. August 2010

scheiß AVM

So, mit fast drei Stunden Verspätung kam heute der Kabelmann und hat mir ein Kabelmodem installiert und eingerichtet. Nach 10 Minuten war er wieder weg und ließ mich in meinem Elend allein. So wie AVM. Und google. Fast.

Stöpsel ich das Netzwerkkabel direkt in den PC, dann geht alles, außer die anderen Netzwerkgeräte. Stöpsel ich das Kabel in die Fritzbox, geht alles andere außer die Verbindung zum Kabelmodem.

Also gegoogelt (wie schreibt man das eigentlich korrekt). Ich habe zuhauf Seiten gefunden, da wird man angepöbelt, das stehe alles in der Bedieneranleitung der Fritzbox 3170. Es ist insofern Pöbelei, weil es da nicht drin steht.

Zweite Quellen berichtet zuverlässig, daß nur die 7er Modelle von AVM einen reinrassigen IP-Uplink bieten, bei allen anderen muß man entweder eine höherwertige Box kaufen oder auf Netzwerkfunktionen wie Drucker, Notebook und Gäste-PC verzichten, weil man die Box in den Schrank legen kann, da sie mit Kabelmodem nicht funktioniert. Geht halt immer nur eines. Entweder Fritzbox mit anderen Geräten ohne Internet oder PC mit Internet ohne andere Geräte.

Neukauf fällt aus monetären Gründen aus, zumal das Kabelmodem zwei analoge Telefonanschlüsse bietet. Kauf ich mir im Baumarkt für 9,90 ein billiges Analog-Telefon, bin ich doch besser bedient.

Dritte wiederum behaupten stur und steif, das gehe definitiv.

Wo liegt das Problem?

Das Problem liegt darin, daß der Uplink-Port der Fritzbox definitv als Modem-Port geschaltet ist und damit keinen TCP-Traffic anbietet, sondern TCP over PPPoE, was das Kabelmodem wiederum überhaupt nicht versteht, denn das erwartet Ethernet-Pakete, die es dann selber moduliert. Die Modem-Funktion läßt sich aber nicht abschalten.

Inzwischen hatte ich mir die Box zerschossen und mußte schnell das recover-Image überbügeln, damit ich überhaupt wieder rauf konnte.

2 Stunden wertvoller Lebenszeit habe ich vertrödelt, weil AVM einfach technischen Mist auf den Markt wirft. Ich hatte insofern Glück, daß ich der Vorletzte mit diesem Problem bin und es bereits von anderen gelöst wurde.

Rauf auf die Box

Einstellungen --> System --> Ansicht --> Expertenansicht aktivieren ankreuzen.

Das war die leichteste Übung.

Dann im Firefox, und nur da geht es,

Menü Ansicht --> Webseiten-Stil --> kein Stil

Oha, auf einmal verändet sich die Anzeige und man bekommt Menüs zu Gesicht, die in der Normalen Ansicht verborgen sind.

Dann geht man auf

Einstellungen --> Erweiterte Einstellungen --> Internet --> Zugangsdaten

et voila.



So anklicken, wie im Bild abgebildet, ganz unten, nicht im Bild, auf Übernehmen drücken. Nun ist der Uplink-Port stillgelegt und nutzlos, dafür aber der LAN-Port 1 als TCP-Forwarder verfügbar. Bleiben noch drei Ports für Geräte.

(Traffic-Shaping könnte man auch abwählen, ist wohl nur für das torrent-Protokoll wichtig. Ich weiß auch nicht, wie Traffic-shaping in der Firmware der Fritzbox umgesetzt wird, d.h. welche Protokolle mit welcher Austariertheit priorisiert werden. Könnte sein, das ist eh nutzlos.)

Das Kabelmodemkabel wird nun in den Port 1 gestöpselt und ca. 1 Minute später sollte man eine höchst wohlfeile Internetverbindung haben. Habe ich jetzt auch. Sowas wie einen linken Arbeiterführerporsche. Mit 32 km/h habe ich das Ding geordert, aber wenn keiner zuschaut, komme ich auch mal auf satte 40 km/h. Das macht Spaß.

Und rausbekommen hab ich es nur, weil es doch ein paar Seiten im google-Index gab, die die korrekte Lösung angeboten haben. Ohne zu pöbeln.

Bleibt ein zweites Problem. Wie kann ich vom PC aus das Kabelmodem resetten, um eine neue IP-Adresse zu erhalten? Ab und zu brauche ich das. Der Kabelanbieter macht keine Zwangstrennung, Internet ist immer an, ergo habe ich auch ewig die gleiche IP-Adresse, rein theoretisch zumindest.

Auch da habe ich nochmal zwei Stunden lang die einschlägigen Gulli-Seiten studiert und letztlich eine hoffentlich funktionierende Lösung gefunden. Werde ich erst in den nächsten Tagen sehen. Das hat was mit der MAC-Adresse der Fritzbox zu tun, die man freundlicherweise ändern kann. Im Original steht da auch die Mac-Adresse drin. Die habe ich für den screenshot rausgelöscht.

Leute, ich bin einfach nur pappesatt, was sich dieser Industriepöbel bei uns einfachen Leuten so herausnimmt. Eine Frechheit, wie die uns behandeln.

Mein nächster Router ist jedenfalls keiner mehr von AVM, sondern einer für 20 Euro der genau das macht, was er auch sagt. Routen.

Bis es soweit ist, funktioniert das Routing doch mit der Fritzbox 3170 und einem Kabelmodem.

das walte Hugo, daß Hitler in staatlicher Obhut bleibt

Sehr geehrter kgp

Zum Schicksal des Mädchens auf dem aktuellen Cover der Time hatte ich mich umfassend geäußert.

Sehr geehrter Herr Neuber

Bereits gestern mahnte ich an, daß uns Westerwelle die Rechtsgründe und damit die Eindeutigkeit gezielter politischer Morde in Afghanistan schuldig geblieben ist. Ich klagte ebenfalls darüber, daß Journalisten ihrer eigentlichen Arbeit, dem Recherchieren des Sachverhaltes im Original-Dokument zum ISAF-Mandat, nicht nachkommen.

Es hilft also nicht wirklich weiter, wenn sie unter der Überschrift

Bundesregierung bleibt ungenau bei gezielten Tötungen

eine Umfrage starten.

Verteidigungsministerium und Außenminister Westerwelle sehen Todeslisten und gezielte Tötungen als völkerrechtlich legal im Isaf-Mandat an. Darf die Bundeswehr dies unterstützen oder gar aktiv mitwirken?

Die nächste Umfrage lautet doch dann sicherlich:

Nazis, Volk und Bürger sehen die Todesstrafe für Kinderschänder als legal an. Darf die Bundesregierung dies unterstützen und durch die Bereitstellung von Henkern aktiv unterstützen?