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9. Dezember 2011

Leyendecker auf konspirologischem Trampelpfad



Ei der Daus, dachte ich vor ein paar Tagen, jetzt hat dir der Leyendecker aber eine hübsche Lektion erteilt, indem er mich der Konspirologie zichtigte und mir ein paar Zitate aus dem Buch der Leviten an den Kopf warf.

Die Unübersichtlichkeit des Monstrums, das sich "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) nannte, ziehe die Konspirologen an, meint ein Fahnder. Kern ... sei die Vermutung, dass einer der Nachrichtendienste doch stärker involviert gewesen sein müsse... Um die vorgebliche Komplizenschaft mit den Killern nicht auffliegen zu lassen, seien die beiden Mörder womöglich erschossen worden...

Große Fälle wie der Fall NSU üben eine magische Anziehungskraft aus - dabei schreibt in aller Regel die Realität die schlichteren Drehbücher.


Stellen wir uns als erstes die Frage, was an dem Aufmacher von Leyendecker unstimmig ist und beantworten sie ausnahmsweise auch gleich. Nach dem letzten Stand der Veröffentlichungen zur NSU soll der eine Uwe den anderen Uwe erschossen haben, um sich dann zu suizidieren. Genaugenommen haben wir es also mit einem Mord und einem Selbstmord zu tun. So viel journalistische Sorgfalt sollte dann doch walten, wenn man sich der magischen Anziehungskraft der BAFNSU stellt.

Die Realität mit ihren schlichten Drehbüchern sieht dann so aus. Kehren wir kurz nach Bad Kleinen zurück, jenem tristen Ort in der norddeutschen Tiefebene, an dem Leyendecker seine Meriten als investigativer Journalist erwarb, indem er nach einer Schießerei zwischen einem RAF-Mitglied und Polizisten der GSG-9 einen offenbar verstörten Polizisten aufgabelte und ihm Gelegenheit gab, sich sein Herz an seinem Schreibtisch auszuschütten, damit dieser derart seelengereinigt wieder seinem polizeilichen Handwerk nachkommen konnte.

So sah die schnöde Realität damals aus, wie sie Leyendecker uns hinterließ, der kaltblütige Mord an einem unbescholtetenen Berufsrevolutionär durch aufgesetzten polizeilichen Kopfschuß.

Nun schlage ich heute das Internet auf und blätter etwas drin rum, doch ich finde nichts, was von Interesse ist, denn mein reader wurde von einer Meldung zugekleistert, die alle abschreibenden Qualitätsmedien gleichermaßen aufgriffen und mit großer Begeisterung auswalzten. Ich klickerte mich also den konspirologischen Trampelpfad entlang und landete schlußendlich bei der Sueddeutschen, im Schreibbüro von Leyendecker.

Der hatte seit seiner Abwatsche für alle Verschwörungstheoretiker Tag und Nacht recherchiert, um der deutschen Medienlandschaft doch noch die Sensation zur NSU schlechthin präsentieren zu können. Er ist es schließlich Pulitzer, Grimme und seinem investigativen Ruf schuldig.

Der Fahnder, der Leyendecker schon etwas Nachhilfe in Konspirologie gab, siehe oben, der hat noch viel weiter in der Büchse aktuellem Ermittlungsstandes gewühlt und ein paar richtig fette Würmer rausgepopelt, auf die ein Fisch namens Leyendecker natürlich sofort ansprang. Solch fetten Happen läßt der sich kaum entgehen. Und womit überaschte er mich heute, auf daß ich förchterlich erschruk? Mit einem Kapitel in Solltologie*.

sueddeutsche 09.12.2011, 06:09
Ermittlungen gegen die Zwickauer Zelle

Nazis im Westen sollen Terror-Trio geholfen haben

Von Hans Leyendecker

Die mutmaßlichen Mörder der Zwickauer Terrorzelle sollen im Westen Unterstützer gehabt haben.




Ist das nicht ein echter Hammer? Vor drei Tagen verteufelt er noch alles Konspirologische, um nun selber das Pferd von der Ermordung der Zwickauer Terrorzelle zu reiten, ohne uns mitzuteilen, wer diese mutmaßlichen Mörder sind. Doch das hatte er ja bereits vor drei Tagen. Laut Theorie waren es die Geheimdienste, die ihre Komplizen ermordeten. Siehe oben.

Welche Unterstützer im Westen die Zwickauer Terrorzelle ermorden ließen, kann in diesem konspirologischen post nachgelesen werden.

Den Rest des neuesten konspirologischen Meisterwerkes, das dem edlen Füllfederhalter Leyendeckers enttröpfelte, in dem die Ermittler manchmal Ermittler und manchmal Fahnder heißen, den lest euch bitte selber durch, denn

Der Zeuge habe nur über den Zeitraum gesprochen, der für ihn strafrechtlich ohne Konsequenzen bleibe.

Ich geh jetzt in den Buchladen und kauf mir einen guten Krimi.
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* Solltologie - Wissenschaftsabkömmling, der sich mit der Anreicherung journalistischer Texte mit Konjunktiven, Vermutungen und nebulösen Aussagen beschäftigt

11. November 2020

RAF-Leyendecker - die endgültige Zertrümmerung eines Mythos

Motiv: Baron von Münchhausen reitet den Arsch des Trojanischen Pferdes, Sandskulpturen Ahlbeck 2020

Alexander Wendt macht in Leichenschändung und trampelt nach Her­zenslust auf dem Mythos Leyendecker rum. Ohne Reibungsverluste geht das nicht. Diese hat fatalist im Teil 1 behandelt. Sie behandeln das Mär­chen vom einwandfrei nachgewiesenen Selbstmord Grams'.

BAD KLEINEN 1993 UND DAS "SPIEGEL"-DESASTER

Hans Leyendecker bleibt sein eigener Zeuge

Der "Spiegel" versuchte, eines der größten journalistischen Desaster aufzuklären: Seine Geschichte zum vermeintlichen Mord in Bad Kleinen 1993. Die Recherche führt zur Demontage der Reporterlegende Hans Leyendecker. Es bleiben Fragen: Vor allem nach der Rolle einer Links­partei-Politikerin.

Das Beste, was seit x Jahren zur RAF geschrieben wurde. Nicht ganz, wenn man sich präzise mit dem Thema von Wendt beschäftigt. Das Thema war die Selbstinszenierung Leyendeckers als Intensivtäter, äh Intensiv­reporter. Als einer der intensivsten deutscher Zunge käute er jahrzehntelang wider, was ihm seine Kontakte aus dem Sicherheitsapparat in den Schlund gestopft haben.

Mithin, die RAF war gar nicht das Thema von Wendt, sondern der schleimige und miese Reporter, der sich 1993 einen weinenden GSG-9-Polizisten aus dem Arsch zog, damit sich dieser, nicht der Arsch, an seiner breiten Schriftstel­lerbrust ausweinen kann. Der Tod vom Grams ist nur der Aufhänger, um anhand der Berichterstattung darüber erstens die auch 1993 immer noch unverhohlene Sympathie von deutschen Schmierfinken und Politikern mit der RAF abzuhandeln, denn nichts anderes war Leyendeckers Schmon­zet­te. Dabei geht der zweite wesentliche Aspekt jedoch etwas unter, daß im Schatten diesese Medinegeschreis von Dienern des Staates alles unternommen wurde, den Tof von Grams unaufklärbar zu machen.

Wer sich das Interview von Ken Jebsen mit Michael Buback reingezogen hat, wird es gehört haben (min. 43). Nur einer der Morde, die der RAF ange­dichtet werden, ist aufgeklärt, der an Ponto. Da gab es eine Zeugin, die die Tat gesehen hat und die Täterin deswegen auch sofort namhaft machen konnte. Alle anderen Verbrechen müssen als unaufgeklärt bezeichnet werden, regardless of the deutsche Märchendichtung.

Zurück zum zweiten Aspekt, den Wendt stiefmütterlich und deswegen falsch behandelt. Das Thema ist ja Leichenschändung am Mythos der Legende Leyendecker als intensiver Reporter oder wie die heißen, nicht so sehr Widerlegung des staatlichen Pfuschs und Narrativs.

Die Schmauchspuren an Grams Händen und an Grams Kopf wurden beseitigt.

Der Schmauch am Kopf war der entscheidende, und seine Beseitigung kommt gar nicht vor...

Könnte mich tierisch über diesen Tichy-Artikel aufregen.

Das ist Pseudo-Opposition was die da machen, und kein einziger der Kommentare bemerkt das.

Lucius de Geer
Antworten an Judith Panther

Hübsche Geschichte, danke! Mir genügte bereits das romanhaft Ausschweifende vieler Spiegel-Stories, um als Abiturient in den 1980ern zur Erkenntnis zu gelangen, dass dieses Blatt nichts anderes als der Groschenroman frustrierter Akademiker war.

Uraufnahme
„Dazu kam der Fehler, dass Grams später die Hand gewaschen worden war, um ihn Anhand von Fingerabdrücken sicher zu identifizieren. Damit wurde die Schmauchspur an der Schusshand beseitigt.“

„Der GSG-9-Beamte, der auf dem Stellwerksturm des Bahnhofs eigentlich die gesamte Szene im Blick hatte, schaute in dem Moment, als Grams auf dem Gleis lag, kurz in eine andere Richtung.“

Und dass auch noch der Grams zufällig vorbei kommt, hat die Polizei doch tatsächlich voll überrascht!

Ist klar! Wieso auch diese „Fakten“ in Zweifel ziehen?

„Die Polizei hat die Wahrheit bereits herausgefunden. Die Beweise sind durch eine unglückliche Verwechslung aber leider vernichtet worden. Tut uns leid, aber das kommt vor.“

Tut mir auch leid, aber nicht mit mir. Hier wird ja alles in Zweifel gezogen, bis auf die Pressemitteilungen der Polizei. Ist auf dem Niveau der „Ungefälschte Personalausweisverlierer am Tatort“. Üblich im professionell-terroristischen Milieu der Islamisten.

Herr Wendt, nach meiner Meinung sind sie einer der zwei, drei Besten auf diesem Portal, wenn nicht der Beste. Hier aber habe ich den Eindruck, die Gelegenheit zur Jagd auf die bösen „Linken“ hat sie doch ein kleines aber feines Stückchen die Aufmerksamkeit gekostet.

Ich mag diese lächerlichen Äußerungen der Polizei überhaupt nicht. Diese sind zur Ermittlung, Aufarbeitung oder Recherche nicht geeignet. Höchstens zur Volksverdummung. Der Fall ist nicht klärbar. Und eine Aussage von dem Journalisten-Gockel Leyendecker würde daran auch nichts ändern. Die lächerliche „Beweisführung“ der Polizei macht jede Aufklärung unmöglich. Selbst wenn noch ein echter Augenzeuge auftauchen würde, dieses Durcheinander ist Geschichte.

Was interessiert mich der kleine Fisch Grams. Ich will die Täter vom Herrhausen und vom Rohwedder Mord. Da waren es nämlich diesmal böse Rechte, aus dem konservativen Milieu, die die Profiteure sind

Zum letzteren Kommentar eine Bemerkung, der ja nur die großen Fische an der Angel sehen will:

Wenn es eine Übersprunghandlung eines Polizisten war, der sich der Sünde eines Mordes im Dienst hingab, dann ist das kein kleiner Fisch, sondern staatlicher Mord oder Staatsterrorismus oder Totschlag oder Notwehr in Amtsausübung usw. Ich selber traue Beamten in diesem Staat alles zu. Auch einen Uwe-Mord. Nein, nicht den an Barschel.

Und da das härteste Verbrechen, das ein bewaffneter Staatsdiener begehen kann, offenbar die Weiterleitung von Hitlerparodien über WhatsUp ist, wundert mich nicht, daß es seit dem Tod von Grams nichts schwerwiegendes mehr aus Polizistenkreisen zu vernehmen gab. Dabei ist die Polizei groß genug, ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung zu sein.

Ergo laufen auch bei denen Mörder zuhauf herum. So simpel ist es manchmal.

Der Tod von Grams wurde nicht ausermittelt und gehört in die Rubrik ungeklärt. Das allerdings war Absicht und mit Ansage.

Halten wir abschließend fest, daß Leyendecker im Sinne von Wendts Recherche all die Jahre nichts weiter als das trojanische Pferd der deutschen Sicherheitsbehörden in Fleischwerdung eines Lügenbarons gewesen ist. So wie BND-Mascolo (fefe) oder Ramelsberger als Marionette des BND (Schmidt-Ehnboom).

Was immer mit diesem Post über die Tools der Sicherheitsdienste bewiesen werden sollte, q.e.d.

11. Juli 2011

er lebt und investigiert

Ich weiß auch nicht so genau, ob Leyendecker der einzige oder letzte investigative Journalist des Landes ist, da er ein neuerliches Lebenszeichen von sich schrieb.

Er hat einen ungeheuerlichen Geheimdienstskandal aufgedeckt. Das wird sich jetzt wie ein Lauffeuer durch die Rudelmedien fressen. Angeblich, so seine Recherche, seien Baupläne der neuen BND-Liegenschaft in Berlin abhanden gekommen. So seine erste Enthüllung, die wir erschrocken zur Kenntnis nehmen.

Die zweite brisante Nachricht, die uns tief erschüttert.

Der Leiter eines der wichtigsten Abteilungen des Hauses hat im Dienst eine Seite mit Pornos angeklickt.

Das mit den Pornos hat den Leyendecker so angefixt, daß er nicht mal Korrektur lesen konnte. Macht er vielleicht noch, deswegen der Rechtschreibfehler inklusive.

So. Wie hat der Leyendecker das nun rausgekriegt und wieso brauchte er so lange?

Erforscht hat er das Thema wie alle Abschreiber auf dem Internetserver des focus. So lange hat es deswegen gedauert, weil er den Text vom Bildschirm abschreiben, umdichten und neu eintippen mußte.

Unterschlagen hat er dabei die wesentliche Aussage des focus.

Abteilungsleiter soll Pornos bestellt haben.

Oha, welch wundersamen Wandel das Original beim focus über die schriftstellerische Phantasie von Leyendecker doch genommen hat. War es wirklich nur eine Seite Herr Leyendecker? Warum haben sie da nicht weiter nachgeforscht? Im focus heißt es dann nämlich weiterführend:

Ein wichtiger Abteilungsleiter soll sich aus dem Internet Pornofilme auf seinen Dienstcomputer heruntergeladen haben.

Haben wir inzwischen drei verschieden Versionen, eine Pornoseite angeklickt, Pornos bestellt und Pornofilme runtergeladen.

Herr Leyendecker, übernehmen sie. Wir harren der Aufklärung dieses Skandals. Bis dahin schließen wir uns ihrem Motto an:

Ein Abgrund von Landesverrat?

So ist es.

24. Juli 2011

Qualität hat ihren Preis

Auch wenn ich es schon in der Sammlung dümmster Sprüche unterbrachte, sei es wegen der zeitlosen Schönheit herausgestellt.



Qualität hat ihren Preis, in diesem Falle ist es die deutsche Sprache, die geopfert wurde.

Erstens hat er bisher nichts begründet und zweitens wenn, dann bestimmt nicht mit krudem Menschhass.

Aber weil's so ist wie es ist, läßt sich die Sueddeutsche nicht lumpen und eruierte in persona von Hans Leyendecker, dem einzigen Investigator deutscher Journalistenschule, die Motive des "skandinavisch aussehenden Einzeltäters" (N24). Kommt ihr nie drauf, was der Leyendecker in den Tiefen von Spiegel-Online herausgefunden hat.



Für die vorbildliche Zusammenfassung des mehr als 1500 Seiten dickes Manifest (Leyendecker) auf einer DIN-A4-Seite bekommt Herr Leyendecker selbstverständlich eine Verlinkung spendiert. Der Spiegel bleibt wegen seines unverständlichen Gefasels außen vor.

Ich hatte leider noch nicht die Zeit, die über 1500 Seiten zu studieren. Habe am Nachmittag erst mal den Standort echter schottischer Hochlandrinder um die Ecke finden müssen, die es angeblich hier geben soll, diesen auch gefunden und bin jetzt am Überlegen, wie man die passabel genug abgelichtet bekommt, denn die grasen in mannshohem Gesträuch, so daß nur ab und zu das ganze Tier zu sehen ist.

Außerdem schaffe ich maximal 50 Seiten pro Stunde, bin also kein Faststußjournalist wie Leyendecker.

18. Dezember 2011

Hans Leyendecker recherchiert in der BILD

Herr Leyendecker nebst assistierender Praktikantin haben den gesamten Sonntag damit vertrödelt, in der BILD nachzulesen, daß der Verfassungsschutz das Spiel "Pogromy" gekauft hat. Die erschütternde Schlußfolgerung, die der begnadete Mathematiker Leyendecker gleich in der Einleitung daraus zieht:

Mit dem Spiel hat die Gruppe ihr Leben im Untergrund finanziert.

Das erspart mir das weitere Lesen. Herr Leyendecker soll erst mal Rechnen lernen, bevor er solch kühne These postuliert.

23. Dezember 2011

wie Leyendecker mal in der Welt recherchierte

Ich meine die Zeitung. Und in der hat Leyendecker nicht recherchiert, sondern nachgelesen. Wenn es stimmt, was die Welt überschrieb, machte früher halb Nazideutschland auf Fehmarn Ferien.

Wäre als erstes also die Frage zu klären: Was stimmt hier nicht?

Ostsee-Urlauber schwärmen vom Thüringer Nazi-Trio

Daß da was nicht stimmt, das hat diesmal sogar Leyendecker kapiert. Deswegen zauberte er den Titel

Die netten Camper von Fehmarn

aus seinem Füllfederhalter. Den Text selber habe ich nicht gelesen. Somit kann ich nicht gerichtsfest notieren, was Leyendecker aus der Welt abgeschrieben oder als Idee gekupfert hat. So wichtig kann's nicht sein, da es inzwischen nur noch um Zündelei geht. Zündelei ist in den deutschen Medien aber nur dann ein Thema, wenn die in Berlin stattfindet, von Linken veranstaltet wird und dabei Edelmarken deutscher Autoproduzenten zu Schrott gezündelt werden.

21. Februar 2010

Vorsicht - Leyendecker liest mit

Wo sind die Steuer-CDs?

Das fragt Herr Leyendecker an einem sonnigen Sonntagvormittag das deutsche Volk, nachdem er vor zehn Tagen noch zur Jagd vermittels der CDs geblasen hatte.

Ich selber befand mich am selbigen Tage auf falscher Fährte, als ich ausnahmsweise mal die Lesart des Spiegel lobte, der vom angekündigten Kauf der CD schrieb. Gleichzeitig setzte ich die Hypothese in die Welt, wir hätten es mit einem genialen Propaganda-Coup zu tun. Der deutsche Chefaufklärer greift diesen Gedanken nun auf und referiert ihn kurz und knapp in seinem Qualitätsmedium.

Drei Tage später definierte ich den ganzen Hickhack als Ankündigungskrieg, dem keine belastbaren Fakten zugrunde liegen, um am 16.02. eine Vermißtenanzeige zu veröffentlichen. Kenner der Szene, die über den Verbleib von Peter B. Kenntnis haben, sollten ihre sachdienlichen Hinweise an Herrn Leyendecker schicken. Haben wohl einige gemacht, denn exclusiv verfügt der journalistische Steuerfahnder nun über die brisante Information, auf die der noch zögerliche Steursparer wartet. Lohnt sich abwarten und Sonntagstee trinken? Oder reiht man sich in die Schlange stehenden Selbstanzeiger ein?

Zwar hocken im Finanzamt Wuppertal-Barmen, das die Zentrale für die Aufarbeitung des Falles sein soll, schon Finanzbeamte mehrerer Steuerfahndungen aus NRW beisammen, doch der Kauf hat sich noch einmal verzögert. 2,5 Millionen Euro will der Unbekannte kassieren. Das Geld ist bewilligt, aber die Übergabe braucht noch Zeit.

Genial, wie der letzte investigative deutsche Journalist wieder mal zugeschlagen und seine gesamte Branche düpiert hat. Nur die Sueddeutsche ist noch so aufklärerisch.

Herr Leyendecker, das mit dem Propaganda-Coup war doch nur ein Spaß von mir. Sie müssen nicht alles so tierisch ernst nehmen, was in diesem Blog geschrieben steht.

8. Januar 2012

NSU: Leyendeckers Schlüsse aus dem Nichts

Ja, da ist er wieder, der großer Erfinder großer Märchen. Niemand kann dermaßen schlüssig Schlüsse aus dem Nichts ziehen, wie Leyendecker, die Lichtgestalt exklusiver Enthüllungen. Here we go.

sueddeutsche.de 08.01.2012, 17:11

Zwickauer Neonazi-Terrorzelle

Schüsse aus dem Nichts

Von Hans Leyendecker

Nun überprüfen die Duisburger Staatsanwaltschaft und das Düsseldorfer Landeskriminalamt auch, ob ein bislang ungeklärter Mordanschlag in Duisburg im Jahr 2003 auf das Konto der Neonazis gehen könnte.


Und wie immer, wenn Leyendecker nach dem Sonntagskaffee abschreibt, was die anderen längst zu den Akten gelegt haben, liest er ob des gemütlichen Wochenendes keine Korrektur. Hätte er seinen Text noch einmal überflogen, wäre ihm möglicherweise die folgende Passage aufgefallen.

Eine Verbindung der Terroristen Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe zum Duisburger Mordanschlag ist laut Aussagen eines Fahnders der Ermittlungseinheit "Trio" als "eher unwahrscheinlich" anzusehen.

Herr Leyendecker, was gibt es denn so bei der Sueddeutschen an Zeilenhonorar, wenn man sich an einem Sonntag Märchen erschwitzt? Ich melde bei oppulenter Bezahlung schon mal vorab mein Interesse für einen solchen Job an.

6. Januar 2012

NSU: Rätselfrage zum Wochenende

Was ist zwischen zwischen Abu Ghraib und Guantanamo angesiedelt?

Richtig. Die JVA Köln-Ossendorf.

Ergänzungsfrage.

Was ist, nehmen wir mal ein Beispiel heraus, eine dort inhaftierte Frau mutmaßlich?

Schon wieder richtig. Möglicherweise eine Brandstifterin.

SPIEGEL ONLINE 06. Januar 2012, 19:01 Uhr
Mutmaßliche Terroristin

Spuckattacken auf Beate Zschäpe

Von Jörg Diehl

... mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe ...


Tja, Herr Diehl, diesmal haben sie beide Fragen falsch beantwortet und somit keinen Preis gewonnen.
-----
Siehe dazu auch den empathischen Zwischenruf von Deutschlands Top-Enthüller Hans Leyendecker, der in der Hektik der Enthüllung einige Wörter abzuschreiben vergaß*: Ein bißchen Folter ist erlaubt.

sueddeutsche.de 06.01.2012, 19:02
Zwickauer Neonazi-Zelle

"Zschäpes Zustand hat sich rapide verschlechtert"

Von Hans Leyendecker


Was lehren uns beide Artikel? Die BRD, ein moderner Rechtsstaat der Neuzeit, benötigt ein UHRG, eine Gesetz zur Regelung der Untersuchungshaft. Das wäre das publizistische Thema deutscher Edelfedern gewesen.
_____
* Es ist Herrn HL anzuraten, sich für den einleitenden Satz ein sich zu kaufen oder es in der Überschrift auszuleihen, damit der erste Satz in korrekt verfaßtem Deutsch durch die Leitungen geschliddert kommt.

[update 21:15]

Herr Leyendecker hat sich das sich gekauft. Nun muß er uns noch über zwei Dinge aufklären.

1. Was ist eine Zwickauer Neonazi-Zelle? Ist das die, wo Frau Zschäpe drinsitzt? Mir deucht, sie wird in einer Einzelzelle aufbewahrt.
2. Wie ist es gelungen, gleich im ersten Satz die per Überschrift zitierte Tatsachenfeststellung in einen solltologischen Nebel zu hüllen? In der Überschrift wird behauptet, es ist so. Im ersten Satz heißt es dann nur noch, es soll wohl so sein. Oder eben auch nicht.

[/update]

27. Dezember 2011

NSU: die Intelligenten und die Doofen

Das macht eben den Unterschied. Die Sympathischen und Intelligenten sitzen im Knast und die Doofen am Schreibtisch. Heute schreiben wieder alle mit ausgeschaltetem Gehirn, so sie eins haben, den unausgegorenen Mist vom Leyendecker ab. Der Spiegel rätselt um 17:19 Uhr zusammen mit Leyendecker um den vorletzten Schuß. Die BILD kann wenigstens noch bis 17:52 das Wasser halten und pinkelt erst dann auf den Boulevard. Rätselhaftes Ende der Killer-Nazis nennt sie ihren Seitentitel, der so nur im TAB-Titel und Quelltext der Seite auffindbar ist.

Nur der Welt ist ein Licht aufgegangen, denn die verbreiten um 18:16 Uhr für alle tölpelhaften Schreibstifte draußen im Lande die medialhysterisch untaugleiche Auffassung:

Unterdessen gibt es nach Angaben der Bundesanwaltschaft keine neuen Erkenntnisse zum Tod der beiden mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Wohnmobil.

Nach dem bisherigen Befund habe Mundlos zunächst Böhnhardt erschossen, und zwar „aus nächster Nähe“, sagte der Sprecher Marcus Köhler auf Anfrage.


Aber erst mal schön auf der (Sch)leimspur lang kriechen, die der Leyendecker gelegt hat.

Das geht einen inzwischen auf den Sack. Mann, seid ihr doof. Merkt ihr überhaupt, daß das niemanden mehr interessiert?

31. Januar 2012

NSU: Leyendecker enteckt die Systematik des Zufalls

Seit Jahrtausenden tüfteln die findigsten Menschen des Planeten an der Beschreibung, Definition und Faßbarkeit des Zufalls, bisher vergeblich. Zufall ist Zufall. Nie Absicht, entzieht sich der Vorhersage, Beschreibung, Folgerichtigkeit und Logik.

Es konnte nur Leyendecker sein, kein anderer, dem nun der große Durchbruch in der Zufallsforschung gelang, denn nur einem gewissenhaft recherchierenden Journalisten bleibt letztlich keine Quelle verborgen.

sueddeutsche.de 31.01.2012, 09:24
Erkenntnisse zu Zwickauer Terrorzelle

Systematische Tötungen nach dem Zufallsprinzip

Von Hans Leyendecker


Seit dem heutigen Tag ist die Menschheit um eine Erkenntnis reicher, schreitet nun mutig in die Zukunft, da sich der Zufall systematisieren läßt. Da freue ich mich auf Leyendeckers nächste Enthüllung.

Systematische Ziehung der Lottozahlen nach Zufallsprinzip

Denn der Zufall hat System. Deswegen: Spiel den Systemtipp. Gewinn garantiert. Rein zufällig.

Forsch' auch du zur NSU, erfind' 'nen Textbaustein hinzu.

17. November 2011

geordneter Rückzuzg - Hans Leyendecker lebt

Das kurze Leben der Braunen-Armee-Fraktion

Ein Nachruf

Die BAF ist längst schon wieder in der Versenkung verschwunden. So schnell, wie sie die BILD erfand und von den abschreibenden Qualitätsmedien schwammartig aufgesogen wurde, so schnell verdunstete dieses Gespenst und ward nie mehr gelesen, weil nicht geschrieben.

Langsam beginnt der geordnete Rückzug, der sich sicher noch einige Tage hinziehen wird, da aus zuverlässiger Quelle berichtet wird, richtig kalt wird's noch nicht. Der Winter klemmt über Russland fest.

Wenn der seine Verklemmung ablegt, dann aber Hallo. Das Geschrei in den Medien, daß der Winter überraschend und mit Schnee usw...

Solange kann jedoch genüßlich am Rückzug gedichtet werden, was die Federkiele hergeben. Zwei brüderlich verbundene Schriftkammern schreiben schon mal voraus. Die anderen folgen alsbald, indem sie abschreiben.

BILD ist da noch etwas vorsichtig, fragt sicherheitshalber erst mal an, um uns schon mal auf serienmordende Knallköpfe vorzubereiten, mit denen in den nächsten Tagen medial zu rechnen ist.

Rechter Terror oder pure Mordlust?

Herr Leyendecker ist da schon deutlich weiter, nachdem er verschiedene Blogartikel ausgewertet hat.

Die Serienmörder von Zwickau waren Fanatiker, Wirrköpfe - und Selbstmörder waren sie am Ende auch. Das immerhin steht fest.

... nun folgt ein langes Stück Text, dessen einziger Sinn die Beschleunigung des Klimawandels ist, um dann im Schlußsatz einen erkenntnistheoretischen Geistesblitz mit uns allen zu teilen und somit wieder irdisch zu werden...

Manchmal hatten die Ermittler auch einfach nur Pech.


Sensationell, was der Leyendecker wieder mal aufgedeckt hat.

23. Februar 2012

NSU: Klappe zu!

Erst kürzlich wurde in diesem Blog Abschied vom Bankräubertrio genommen, um kurz darauf auch die Nazi-Datei zu löschen.

Heute lese ich etwas derart erstaunliches, daß mich den Bettel hinwerfen läßt. Andreas Förster, für die Berliner Zeitung nicht zimperlich, wenn es darum ging Schlagzeilen zu generieren und Auflage herbeizuschreiben, zu deutsch, Märchen zu erfinden, dieser Andreas hat im "Freitag" das Handtuch geworfen.

Nahezu täglich kann man in der Süddeutschen Zeitung nachlesen, was Bundesanwaltschaft und BKA bei ihren Ermittlungen zur Zwickauer Terrorzelle alles herausfinden... Diese täglichen Ermittlerbulletins in immer derselben Zeitung können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Aufklärung ... seit Wochen auf der Stelle tritt.

Das finde ich ja noch sehr lustig, daß es ihm gelingt, erstens den Namen Leyendecker rauszuhalten, und zweitens sein Licht unter den Scheffel zu stellen. Auch Förster hat fleißig an vorderster Ermittlungsfront gedichtet und gerichtet.

Nun jedoch seine resignierende Erkenntnis, daß bisher eigentlich so ziemlich nichts ausermittelt ist. Eigentlich gar nichts.

Auch wenn Leyendecker durch intensive Recherche auf Spiegel-Online (18:07 Uhr) den Weg der Mordwaffe (19:17 Uhr) nachvollziehen und in einen Schriftsatz fassen konnte. Förster ficht das nicht mehr an.

Sie haben keine Ahnung, noch vermögen die Ermittler den vermeintlichen NSU-Mitgliedern und ihren angeblichen Unterstützern eine konkrete Tatbeteiligung in den einzelnen Mordfällen oder zumindest eine Mitwisserschaft nachzuweisen.

Selbst zur Ceska ist Förster gestern schon weiter als Leyendecker und Co. aufschreiben.

Hilft bei den erfolglosen Ermittlungen auch nicht recht weiter: Die Mordwaffe

Ja, welch ein Sinneswandel, den Förster da im "Freitag" vollzogen hat. Alle Achtung. Könnte man meinen. Wenn da nicht sein heutiger Artikel in der "Berliner Zeitung" wäre, mit dem er alles wieder einreißt und ganz in die alte Spur zurückgekehrt.

Die Fahnder nahmen sogar Heidi und Lilly, den Katzen von Beate Zschäpe, Speichelproben ab. Zu welchem Zweck, bleibt unklar. Will man per DNA-Abgleich herausfinden, aus welchem Wurf die Tiere stammen, um damit das Unterstützernetzwerk der Gruppe weiter aufzuhellen?

Als Lohnschreiber im politisch-medialen Komplex ist mitschreiben angesagt. Nicht anschreiben. Gegen den Strom.

13. Juli 2011

vom Abgrund hinauf zu lichten Höhen

Hatte Herr Leyendecker noch kürzlich über den "Abgrund von Landesverrat" fabuliert, den er im BND zu verorten glaubte, als er die abhanden gekommen Baupläne für Luxusklos in der BND-Zentrale investigierte, so ist er ob zwei überschlafener Nächte zu einer überraschenden Erkenntnis gelangt. Der Diebstahl von Bauplänen für die neue BND-Zentrale trägt nur mit sehr viel Phantasie Züge eines Skandals.

Ob es sich um Diebstahl handelt, Herr Leyendecker, das wäre noch zu klären. Ich halte die übliche Baustellenschlamperei für den wahrscheinlichsten Grund und sage ja deswegen auch, die Pläne seien abhanden gekommen.

Den Grund für die belanglose Schreibe und lustlose Investigation des Topinvestigators der Sueddeutschen liefert er gleich mit.

Journalisten sind nicht zu rügen, wenn sie aus diesem Stoff das Übliche machen. Der Fall "weitet sich aus", melden sie dann gewöhnlich. Immerzu weitet sich etwas aus, bis es dann wieder platzt; oft gibt es in den Medien ein Gerenne um das exklusive Nichts. Aber bei solchen Vorlagen aus dem Apparat dürfen nicht die Überbringer der falschen Botschaft geprügelt werden. Diese Regierenden haben es nur bei Kommunikationsdesastern zur Meisterschaft gebracht. Sie können es einfach nicht.

Das ist eine Aussage mit Sprengkraft, denn sie sprengt alles bisherige Wissen um Journalismus.

Journalisten sind sehr wohl zu rügen, wenn sie einen Furz zur Giftgaswolke aufblähen. Die Ausweidung der Ausweitung wurde abschließend vor langer Zeit zu den Akten gelegt. Das Gerenne um des "exklusive Nichts" ist euer Problem, nicht unser. Ihr müßt ja nicht mitrennen. Und selbstverständlich gehören die Überbringer der falschen Botschaft geprügelt, wenn sie wider besseren Wissens Falschmeldungen produzieren und in die Welt setzen.

Journalisten sind keine Clowns, die uns tagtäglich intellektuell bespaßen müssen.

Wer einem ganzen Berufsstand auf diese Art die Generalabsolution erteilt und diesem so jede Schweinerei durchgehen läßt, der zeigt nur, daß er ein sehr laxes bis gar kein Verhältnis zu seiner Berufsausübung hat. Wer tagtäglich schriftstellerischen Nonsens produziert, der muß sich, ähnlich der Regierung, den Vorwurf gefallen lassen:

Diese Journalisten haben es nur in der Beschreibung von Nichtigkeiten zur Meisterschaft gebracht. Sie können einfach keinen Journalismus.

Journalisten als billige und willige Verbreiter von Regierungsbanalitäten zu charakterisieren, das mag ja noch angehen. Das ist nicht zu überlesen, da wir täglich mit derlei Produkten überschwemmt werden. Das jedoch als Geschäftsgrundlage für ein Qualitätsmagazin, als das sich die Sueddeutsche versteht, zu definieren, das ist frech. Es inkludiert, daß sich der deutsche Journalismus aufgegeben und Herr Leyendecker dessen Bankrotterklärung aufgeschrieben hat. Das wiederum ist wohl eine Tatsache.

11. November 2012

wie der Spiegel Petraeus auf die Schliche kam



Na gut, einen habe ich doch noch, auch wenn deutsche Medien permanent am Thema vorbei schreiben.

Der Spiegel selber hat keine Ahnung, gar keine, um es präzise auszudrücken. Er hat allerdings eine Korrespondenten in den USA, der FOX und CNN, Washington Post und New York Times abonniert hat. Und so ist der Spiegel dem ehebrecherischen Schwein Petraeus auf die Schliche gekommen. Wegen dieser Abos. Indem Sebastian Fischer Zeitung las und Fernsehen einschaltete, um sich aus dem gesamten Gesülze ein deutsches Märchen aus den Daumen zu lutschen.

SPIEGEL-ONLINE 11. November 2012, 00:06 Uhr
Ehebruch-Affäre des Ex-CIA-Chefs

Wie das FBI Petraeus auf die Schliche kam

Von Sebastian Fischer, Washington


Das Problem des ellenlangen Textes besteht darin, daß er an keiner Stelle erklärt, wie denn nun, wie behauptet, das FBI Petraeus auf die Schliche kam. Dank der qualitativ hochwertigen Beschreibung des Spiegel wissen wir es immer noch nicht. Dafür kennen wir siebzehn Theorien, wie es möglicherweise gewesen sein könnte, wenn amerikanische und deutsche Reporter die Affäre hätten ausforschen dürfen.

Doch Rettung naht in Form der Abwesenheit von Leyendecker. Die Sueddeutsche hat Matthias Kolb aus Washington direkt an der schriftstellerischen Frontlinie postiert. Der war nicht zimperlich und hat eine Tintenfontäne nach der anderen auf die bösen Feinde gespritzt, also auf das nach Aufklärung dürstende Volk.

Auch Herr Kolb hat FOX und CNN sowie diverse Zeitung im Abo, kann dortselbst also seine Inspirationen abgreifen und als Frontbericht gen Deutschland kabeln. Das geht dann so.

Sueddeutsche 11.11.2012, 09:26
Der Ex-Geheimdienst-Chef und Paula Broadwell

Wie das FBI Petraeus' Sexaffäre entdeckte


Leider sind wir trotz Abwesenheit von Leyendecker auch hier nach Lesen der Lektüre keinen Deut schlauer. Allerdings haben wir eines gelernt, da ein bemerkenswerter Satz wegen mangelhafter Zensorentätigkeit im Text erhalten blieb.

Da die Bundesbehörde dem CIA-Chef jedoch keinen Rechtsverstoß vorwerfen konnte und für Ehebruch nicht zuständig ist, wurde die Lage immer komplizierter...

Wer, so müssen wir hier demzufolge die Sueddeutsche händeringend um Aufklärung fragen, wer also ist in den USA für Ehebruch zuständig? Das wollen wir wissen. Noch heute. Denn Matthias Kolb hat es unterlassen, uns, also das in den Sudeltexten der Qualitätsmedien schweinigelnde Volk, über diese Zuständigkeit zu unterrichten.

So etwas passiert, wenn man die Jecken unter den Journalisten am Sonntag alleine im Büro läßt.

So, nun kann ich mich wieder in aller Ruhe der Sortierung meiner Pornosammlung widmen. In den Qualitätsmedien kommt ja nix.

3. November 2013

wie uns Journalisten behandeln

Nichts beschreibt den Umgang von Journalisten mit uns Lesern ihrer Produkte besser als die offenen Worte, die Canan Topku für sein eigenes Tun findet.

Pöttker geht von einem "mündigen Publikum" aus, an das sich Journalisten zu richten hätten. Ich nicht.

Daß derlei journalistische Arbeitsauffassung im sozialdemokratischen Hausblatt veröffentlicht wird, verwundert nicht, denn die Sozen wollen alles mögliche, nur keine mündigen Bürger.

Ein Kommentar, der so auch von der hiesigen Blogredaktion hätte verfaßt worden sein können.

30. [...]
Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/au


Für wie blöd uns die Medien gerne verkaufen (möchten), schrieb freund­li­cher­weise die Welt auf. In gleich drei Artikeln die auf der Startseite verlinkt sind, geht es um Edward Snowden und die Hirnentleerungen von Journalisten, die nichts weiter als dünn geschissene Wortgesprengsel sind.

Den Anfang machen Dirk Banse und Günther Lachmann, die bar jeder Kennt­nis von den Umständen, da nicht Zeuge, ein Grimmsches Märchen aufschrei­ben mußten, in dem die ersten drei Worte lauten:

Deutsche Sicherheitsexperten glauben...

Autsch. Sie schaffen es im weiteren Verlauf jedoch, das eingangs gewählte Niveau bei weitem zu unterschreiten. Alle Achtung für dermaßen viel Doofheit. Am schönsten ist aber noch die fotografische Analyse des noblen Tischgelages:

In hochrangigen deutschen Sicherheitskreisen heißt es nun, das Treffen habe ganz offensichtlich in einem "typischen Raum des russischen Geheim­dienstes FSB" stattgefunden. "Das war zweifellos ein vom Geheim­dienst präparierter Raum", sagte ein Geheimdienstmitarbeiter der "Welt".

Wenn das so ist, wie der Lachmann, Name birgt für Qualität, aufgeschrieben hat, dann kann Putin ruhig schlafen gehen. Die deutschen Schlapphüte bringen's nicht.

Julia Smirnova darf sich direkt in Moskau etwas aus den Fingern saugen und nach Hamburg kabeln. Überprüfen kann es eh keiner, denn, wie sie in ihrem einzig richtigen Satz zum geheimen Leben des Edward Snowden schreibt:

Edward Snowden ist seit seiner Ankunft in Moskau ein Phantom in der russischen Hauptstadt.

Den Vogel schoß jedoch Richard Herzinger ab. Von dessen Artikel verstehe ich nur soviel, daß der bereits vor 40 Jahren copyright bei Gerhard Löwenthal war, letztlich also aus der historischen Mottenkiste geklaut ist. Herzinger beherzigt, daß er keine mündigen Leser haben möchte, sondern doofe Abnicker.

Manchmal beneide ich ja Menschen, die nichts in der Birne haben, da sie somit keinerlei Last auf ihren Schultern durchs Leben schleppen müssen. So müssen wir uns an das Credo des deutschen Investigators schlechthin halten, an das, was Herr Leyendecker für seine Kollegen ins Buch der Leviten geschrieben hat:

sueddeutche.de 3. November 2013 18:25
Auswertung der Snowden-Dokumente

Agenten müssen draußen bleiben

... es sind nicht Agenten, die entscheiden, wann und wie die Dokumente ans Licht kommen - sondern Journalisten in einem harten Wettbewerb.


Journalisten in einem harten Wettbewerb. Soso, Herr Leyendecker. Weil wir heute schon die gläubigen Geheimdienstler drauf hatten, wer das mit den hart wettbewerbenden Journalisten glaubt, der wird selig gesprochen.

11. Februar 2010

Die Jagd beginnt

Ich hatte vorgestern in einem Nebensatz die Frage gestellt:

Was ist denn eigentlich nun am Wochenende beim CD-Erwerb in Frankreich rausgekommen?

Hans Leyendecker, dem irgendwann mal mit Superhaftkleber das Etikett des letzten investigativen deutschen Journalisten angepappt wurde, das er nun nicht mehr los wird, dieser Investigator beginnt seinen gestrigen Artikel in der Sueddeutschen so:

Mit dem Erwerb der Steuer-CD wartet viel Arbeit auf die Ermittler.

Das deutsche Medium schweigt, Herr Leyendecker ausgenommen, der sich in seiner unnachahmlich investigativen Art wieder einmal weit aus dem Fenster gelehnt hat.

Nur Hans ist in der Lage, abseits vom Mainstream der Medien, solche brisanten Informationen in den öffentlichen Raum zu stellen.

10. Februar 2013

NSU: Leyendecker auch du!

Die Nazis hätten das Vertrauen der Verfassunsgschützer mißbraucht und Ver­rat an den Verfassungszielen der deutschen Republik geübt. Tief erschüttert, daß Leyendeckers Tränen sogar meinen Monitor mit einem feinen Wasserfilm benetzen, tgief erschüttert gibt der weltbekannte Investigativregisseur bekannt:

10. Februar 2013 14:58 V-Männer und der Verfassungsschutz
http://www.sueddeutsche.de/politik/leyendecker-scheiß-1.1595601

Verrat statt Vertrauen


Auch ich bin nun zutiefst erschüttert, denn daß die Nazis kein Vertrauen in die deutsche Demokratie haben und diese verrieten, das hätte ich nie im Leben erwartet.

SPIEGEL-ONLINE 10. Februar 2013, 21:01 Uhr

CSU wirft Steinbrück fehlenden Patriotismus vor


Und wann verrät uns Steinbrück?

26. Dezember 2013

Ist Gott zwei Brüste?

Nun soviel sei verraten. Er ißt eine, denn zwei schafft er nicht mehr. Putenbrüste, um es zu präzisieren. Mit Klößen. Womit wir bei der Kernfrage sind, ob es sich möglicherweise um eine dumme Pute handelt, die da in die Pfanne gehauen wurde?

Die ganze Welt rätselt, wieso Gott gerade gestern erschien? War es sein Wille, oder die gelungene Geburtstagsüberraschung des Papstes, seinen treuesten Sohn mit anmutiger Weiblichkeit zum 80. Geburtstag zu beglücken?
    update: Nun auch so im Spiegel, 26.12., 17:23 Uhr:
    Für ... Kardinal Meisner ... war der Zwischenfall eine denkwür­di­ge Geburtstagsüberraschung...
Nun wollen wir endlich singen, wir haben Grund... Und manchmal müssen wir auch ein wenig den Kopf dabei schütteln.

Headbanging, heißt das, Herr Meisner.

Das war der Schlachtruf des Tages, den Herr Meisner den Konzertbesuchern entgegenschleuderte, doch da war alles schon vorbei.

Liest Femen Die Anmerkung und greift die Ideen für eine bessere Welt ab? War Pussy Riot für das Knackarsch-Konzert verhindert, weil sie ihr zweites Lied noch nicht einstudiert haben? Wir wissen es nicht und lassen ihn singen.

Stattdessen fragen wir, was uns dieses Körpergraffiti sagen soll? Ist Gott zwei Brüste? Und muß es nicht Göttin heißen? Oder die Göttliche?

Muß es nicht heißen: We are God!? Oder zumindest, wir sind göttlich, wir zwei beiden? Und hat eine Frau nicht derer drei bibliche Gaben, die Hölle der Wiedergeburt eingeschlossen? Gottes Geläut und Höllengruft, vereint in jugendlichem Körper?

Der Russe, dieser neidvoll auf die deutschen Gepflogenheiten blickende Halbstarke (Spiegel), fühlt sich als Kriegssieger und präsentiert den Deutschen die Rechnung. Das Video von Gottes Ankunft.

Im Video: Die schöne Frauenrechtlerin (Sueddeutsche) Josephine Witt mit göttlichem Auftritt.



Das Problem der Darstellung habe ich lösen können. Es fehlt uns die Ahnung, ob das Headbanging-Video mit korrigierter Anzeigeoption hochgeladen werden soll darf.

ffmpeg -i "OUR GOD IS A WOMAN! LIVE.mp4" -vcodec copy -acodec copy -vbsf h264_changesps=sar=4:3 test.mp4

Damit kommt ein vernünftiges Breitbild-Seitenverhältnis in der Anzeige raus.

update: Markus Kompa erklärt, warum die Party-Stripperin am falschen Gabentisch landete und daß man im Kölner Dom angepißt wird, wenn man sein bloßes Haupt per Pudelmütze warm hält,
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Herr Leyendecker und Herr Prantl sind in den arbeitsfreien Tagen. Leyendecker kann nicht investigieren, was Prantl uns erklären soll. Ergo macht's der Russe.

Irans Präsident Hassan Rouhani hat den Artikel, der am Vortag unter seinem Namen in der „Süddeutschen Zeitung“ veröffentlicht wurde, nicht verfasst...

Sowas passiert, wenn die Götter der Publizistik schlafen. Und alles fing so gut an...



Süddeutsche Zeitung vom 23.12.2013

Der Islam verbietet die Atombombe

In einer unsicheren Region könnte Iran zum Frieden beitragen – der Westen aber müsste die Rolle des Landes dort respektieren. Von Hassan Rohani

Im iranischen Präsidentschaftswahlkampf habe ich versprochen, eine Balance aus Realismus und dem Streben nach Umsetzung der Ideale der Islamischen Republik herzustellen. Meine Regierung und ich bekennen uns zu Mäßigung und gesundem Menschenverstand. Dieses Bekenntnis führte zu der im November in Genf erzielten vorläufigen internationalen Vereinbarung über das iranische Atomprogramm. Es wird uns auch 2014 leiten. Außenpolitisch ist meine Regierung dabei, frühere extreme Ansätze hinter sich zu lassen. Wir wünschen konstruktive diplomatische Beziehungen mit unseren Nachbarn und anderen regionalen und internationalen Akteuren.


Broder suhlt sich wonniglich im Prantlschen Glühwein.

26. Dezember 2011

Leyendeckers verschwörungstheoretischer Weihnachtsulk

Hoho, ich hätte nie geglaubt, daß ich von Leyendecker in den verschwörungstheoretischen Adelsstand erhoben werde. Doch so ist es heute geschehen. Bezüglich umlaufender Verschwörungstheorien, ja wo laufen sie denn?, schreibt der Weihnachtsinvestigator:

Danach soll eine dritte Person am Tatort gewesen sein und die beiden Terroristen erschossen haben. Verschwörungsjunkies behaupten sogar, es könne sich nur um eine in Diensten des Staates stehende Person gehandelt haben, die irgendeine Art der Verflechtung der Zwickauer Terrorzelle mit dem Staat verdecken wollte.

Eine Version eines solchen Verschwörungsjunkies habe ich im Angebot. Der berühmte deutsche Enthüllungsjournalist Hans Leyendecker schreibt dazu:

Nach Feststellungen der Sonderkommission "Trio" kann es so gewesen sein, aber vielleicht war es auch anders.